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Dienstag, 25. Januar 2011

CHECK IT OUT, BABY! - Celebrities, Music, Films, Shows, Books and much more

Michelle Obama / Foto, Danke!: 2011 Will Be The Year Of The Black Woman


Mit zwei neuen Kolumnen wollen wir Ihnen zu einem vielfältigeren und regelmäßigeren Einblick in Amerikas Black Community verhelfen: „Check it out, Baby!“ wird Ihnen zeitnah hauptsächlich von den aktuellen Ereignissen der Kulturszene und des Alltags Schwarzer Amerikaner berichten. In der zweiten Kolumne – noch ist sie namenlos - wird unser Blick dann gerichtet sein auf die Bereiche Politik, Bildung, Finanzen, Diskriminierung und Geschichte. Wir freuen uns auf Sie als unseren regelmäßigen Leser und hoffen, Ihnen hier stets ein lebendiges und interessantes Bild von Black America und seinen Menschen vermitteln zu können.

Foto, Danke!: Oprah's OWN Missed Opportunity
Quotenkönigin der ersten Wochen des neuen Jahres ist ganz ohne Zweifel Fernseh-Superfrau Oprah Winfrey: Sie wechselte mit einem eigenen brandneuen Sender ins US-Pay-TV. Dort wird sie in Zukunft nicht nur ihre eigene Kult-Show präsentieren, es soll auch reichlich Raum und Sendeplätze geben für ganz neue, publikumsgerechtere Formate und für Leute von der Straße, die sich eine Show-Karriere zutrauen. Black America nahm den Wechsel der TV-Lady und den Start von OWN Network mit gemischten Gefühlen auf: Die einen bemängelten, dass durch das Bezahlformat nun viele treue Fans vom Empfang ausgeschlossen seien und dass man inhaltlich mit so viel medialem Aufwand weitaus mehr hätte herausholen können aus dem neuen Sender. Die anderen freuen sich über die neuen Möglichkeiten der Identifikation mit Black America auf der Showbühne oder im Talkstudio und an den explodierenden Einschaltquoten. Oprah jedenfalls tut, was sie kann: Sie plaudert und sie enthüllt unentwegt, gerade am Montag präsentierte sie nach spannender, geheimnisumwitterter Ankündigung ihre wieder gefundene Halbschwester. Im Februar wird sie in Hollywood zusammen mit Halle Berry die Oscar-Verleihung moderieren.

Auch in Deutschland sehr beliebt: die Huxtables/ Foto, Danke!: It Will Take More Than a 'Muslim Cosby Show'

Bestens bekannt – über Jahrzehnte und Generationen – ist auch hierzulande die Bill Cosby-Show, die damals zum ersten Mal enthüllte, dass auch Schwarze ein ganz normales, bildungs- und kultur-geprägtes Familienleben führen können und wollen. Die Annäherung an das für viele schwierige Thema Rasse via Comedy hat die Stimmung und das Zusammenleben von Schwarz und Weiß in USA ganz ohne Frage mehr aufgelockert als zahllose soziologische Fachbücher oder Uni-Vorlesungen. Und die Wirkung hält bis heute an. In diesem Zusammenhang hat gerade eine US-Publizistin vorgeschlagen, doch eine Art Cosby-Show über das Leben von Muslimen zu erschaffen, um das schwierige Zusammenleben in Zeiten des Terrors zu erleichtern. Natürlich gab es sogleich Gegenvorschläge, und auch die alte Diskussion vom für viele Schwarze viel zu angepassten und den Weißen gegenüber angeblich zu devoten Bill Cosby wurde auch wieder aus der Versenkung geholt und neu diskutiert.

Durch die Cosby-Show bekannt wurde damals auch Raven Symoné, die kesse Kleine mit dem unwiderstehlichen Augenaufschlag, die zum Ende der Serie hin als Stief-Enkeltochter in die Familie Dr. Huxtables kam. Natürlich ist aus ihr längst eine erwachsene Frau geworden, doch in diesen Tagen schaffte sie es erneut, Black America zu verblüffen: Raven Symoné hatte mehr als erfolgreich gegen viele Kilos Übergewicht angekämpft und überraschte nun  damit, fast genauso süß anzuschauen zu sein wie vor 20 Jahren. Allerdings hätte sich die junge Frau die Aufmerksamkeit lieber aus anderem Grund gewünscht, irgendwie ist ihr die Sache peinlich…

Raven Symoné ist wieder ein Hingucker/ Photo, Danke!: Former 'Cosby Show' Star Raven-Symone Opens Up About Weight Loss & Struggles

Noch über eine andere Show gilt es zu berichten: auf CNN hat der britische Talkmaster Piers Morgan das Mikro von Urgestein Larry King übernommen. Einer seiner ersten Gäste - gleich nach Oprah Winfrey - war Condoleezza Rice, George W. Bush’s ehemalige Sicherheitsberaterin im Weißen Haus und Außenministerin, die sich bislang immer sehr zurück gehalten hatte mit Interviews. Der als frech bekannte Moderator fragte sie dann auch u.a., was wohl alle immer schon mal wissen wollten: warum sie nicht verheiratet ist, ob sie glaubt, was Besseres zu sein und wie es ist, so als Schwarze Frau. 


Condoleezza Rice / Foto, Danke!: Piers Morgan Interviews Condoleezza Rice, Asks Why She is Not Married, Black Women Cringe

Übrigens ist das Jahr 2011 in Black America der Schwarzen Frau gewidmet. Das Thema „Schwarze Frau“ ist aber ohnehin sehr lebendig in den Schwarzen Medien und in der Community. Dabei geht es aber bei Weitem nicht nur um tolle Outfits oder um die kontroverse Debatte, wie frau ihr Haar tragen sollte - natur, geglättet, gefärbt usw… - sondern oft darum, wie sie wahr genommen wird in der Öffentlichkeit und im Alltagsleben, die Schwarze Frau, wenn sie nicht gerade eine Berühmtheit ist. Als Celebrity kann es ihr ergehen wie Venus Williams, die ständig wegen ihrer knappen Tennis-Outfits in der Kritik steht

Venus Williams / Fotos, Danke!: Are Venus Williams' Tennis Outfits a Distraction?


Eine neue Studie hat allerdings gerade behauptet, sichtbar sei die Schwarze Frau fast überhaupt nicht – sie sei so etwas wie unsichtbar in der Gesellschaft. So ganz kann das nicht stimmen - nicht mal auf dem Lande und im tiefsten Süden, auch wenn man sich in diesem Fall wohl doch viel weniger Aufmerksamkeit wünschen würde für die betroffenen jungen Mädchen. Ganz besonders stimmt es natürlich nicht, wenn man an Amerikas First Lady denkt. Sie gilt mittlerweile weltweit als absolute Stil-Ikone und als perfekt präsentables Aushängeschild ihres Landes. Und wer Michelle Obama auf dem Staatsbankett zu Ehren des chinesischen Präsidenten gesehen hat, der kann von dieser Einschätzung wirklich nicht überrascht sein. Allerdings steht auch sie - als Schwarze Frau des Schwarzen Präsidenten - ständig im Kreuzfeuer der Kritik.

First Lady in Red  Foto, Danke!: First Lady in Red
Slideshow: Obamas stun at state dinner for China


 

Freitag, 19. November 2010

Weekend-Fotoreihe: BLACK FAMILY (1)



LOTS-OF-LOTS-OF-LOVE!!!!!! ZUM GANZ-VIEL-LIEB-HABEN!!!!!!

Das erste Bild aus unserer neuen Weekend-Foto-Reihe "Black Family": die am 09.Juni 2010 geborenen Ohio-Sechslinge und Ihre Eltern, Mia und Rozonno McGhee/ Foto: Brian and Janine Killian of Peters Photography/DANKE!!!/auch an unseren Bloggerfreund Wayne Hicks!/ Electronic Village: Wordless Wednesday: Sextuplets in Ohio



Peters Photography - Peters Blog - Featuring the SEXTUPLETS at the studi


Electronic Village: Wordless Wednesday: Sextuplets in Ohio



PHOTO The McGhee sextuplets, born to Rozonno and Mia McGhee on June 9, are only the second set of sextuplets to be born in Ohio and the first born in Columbus, where the couple resides. - ABC News

Woman Has Sextuplets: Mia McGhee Second In Ohio History To Do So 

Black Couple Gives Birth To Sextuplets In Columbus‎ 

Ohio couple welcomes home healthy sextuplets

Ohio Woman Has Sextuplets





The McGhee Sextuplets: Let’s Reach Out & Help Our Own! | Black Love And Marriage.com 

Family of sextuplets given no community or corporate support - Atlanta Stay-at-Home Moms | Examiner.com


Parents of sextuplets face supersized costs | The Columbus Dispatch

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Freitag, 12. November 2010

WennTräume wahr werden: Bettina Wulffs großer Einsatz für Deutschland


Eigentlich könnte sie einem ja Leid tun, die liebe Betty Wulff.

Wenn..., ja wenn sich dieser merkwürdige Auftritt am gestrigen Donnerstag nicht so nahtlos in das flackernde und wackelnde Bild einfügen würde, das die Welt bislang von Deutschlands neuer First Lady und ihrem Gatten, dem Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, einfangen konnte.  Und vor allem, wenn dieser Auftritt in der deutschen Provinz tatsächlich ein rein persönlicher gewesen  - oder wenigstens als solcher (abgeschirmt) gehandhabt - worden wäre.

Erstes Treffen: Michelle Obama, First Lady der USA, und Bettina Wulff, First Lady der Bundesrepublik Deutschland. (© dpa)/DANKE!/Michelle Obama und Bettina Wulff: First Ladies unter sich


Wer die letzten Jahrzehnte und damit die Amtszeit mehrerer deutscher Staatsoberhäupter überblicken kann (oder recherchieren mag), der weiß natürlich, dass es für die Ehefrau des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland keine offizielle Jobbeschreibung, ja nicht einmal eine monetär gewürdigte, offizielle Position im Staatsgefüge gibt. Nichts desto Trotz aber haben bislang alle Präsidentenfrauen in einem nicht unerheblichen Maße mitgewirkt an der Aufgabe ihrer Gatten, nach außen hin ein souveränes und freundliches Bild unseres Landes und seiner Menschen zu zeichnen. Sowie nach innen hin - fürs eigene Volk -  das Bild eines engagierten, warmherzigen und mitten im Lebens stehenden Ehepaares abzugeben - eines, das erste, von vielen im Land.  Das stille, aber kraftvolle Wirken von Frau Rau und Frau Köhler an der Seite ihrer Amtstragenden Ehemänner und im Hintergrund der großen Staatsgeschäfte wird wohl allen BundesbürgerInnen noch lebhaft in Erinnerung sein. 

Dass sich die Welt der Bettina Wulff  - oder die Welt, wie sie sie sieht - von der ihrer Vorgängerinnen maßgeblich unterscheidet, wird schon auf den ersten Blick sichtbar: Deutschlands neue Bundespräsidentengattin gehört einer anderen, viel jüngeren Generation an. Sie ist aufgewachsen mit "Gala" und mit "M-TV", sie bekennt sich auch persönlich ganz offen zu Tattoos und Patchwork-Familie und ist ihrem Mann ganz offensichtlich eine Partnerin, die ganz genau weiß, was gut ist für ihn, das von ihm (gerade) repräsentierte (Bundes-)Land - und für seine Lieben zu Hause. 




In den gerade erst überschrittenen ersten Einhundert Tagen im Amt ist man in Deutschland - anders als sonst üblich - mit Kritik an Bundespräsident Wulff und seiner Amtsführung nicht gerade zimperlich gewesen. Zu holprig war dieser Start eines beliebten und durchaus erfolgreichen Ministerpräsidenten (mit Option auf den Einzug ins Kanzleramt) in seine neue, Staats-tragende und Regierung-rettende Karriere. 



Dass seine junge und ambitiöse Ehefrau an dieser, seiner Entscheidung zum Paradigmen- und Jobwechsel maßgeblich mitgewirkt hat, ist wohl für niemanden überraschend - bemerkenswert ist allerdings, wie schnell und unverfroren sich Bettina Wulff ihrem großen Vorbild als First Lady angenähert hat. 

DANKE!/www.abendblatt.de/.../ Die-Wulffs-in-Moskau.html



Foto: Jason Reed/Reuters/DANKE!/ Black Voices, Life & StyleMichelle Obama's Indonesian Look for Less

Ganz sicher war diese für Bettina Wulff ungewohnt freundliche (und rein zufällige?!)  Presseresonanz Balsam für ihre von harscher Kritik verwundete Seele, denn sie wirkte beim (ohne Ton ausgestrahlten) Geplauder mit Amerikas First Lady beinahe so souverän und locker als wäre das genau der Platz, auf dem sie immer schon sitzen wollte, der Platz, der ihr einfach zusteht.



Und genau da wird die Sache prekär: Dass die Ehefrau des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland - ohne eigenes, offizielles Amt wohlgemerkt - protokollarisch an die Seite ihres Gatten (oder ganz in den Hintergrund) gehört, das hatten wir ja schon geklärt. 
Wo aber war er denn an diesem Donnerstag, Bettinas Amt- und Würden-tragender Gatte? Auf seinem Dienstplan stand gar kein offizieller Empfang des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und seiner First Lady in diesem, unseren schönen Land, schon gar nicht jwd in der pfälzer Provinz, kurz vor der Grenze. Der US-Präsident befindet sich z.Z. - wie überall nachzulesen ist - in Südkorea beim G-20 Gipfel, wo er um Amerikas wirtschaftliches Ansehen in der Welt kämpfen muss. 

Die Obamas auf Staatsbesuch  in Indonesien/ Foto: Jim Watson/Getty Images/DANKE!/ Black Voices, Life & Style/Michelle Obama's Indonesian Look for Less

Und deshalb war Amerikas Präsidentengattin eigentlich offiziell auch gar nicht in Provinz-Deutschland: Sie befand sich lediglich auf einem Zwischenstopp auf ihrer Rückreise vom Asienstaatsbesuch nach USA. Dass sie dabei die gute Gelegenheit nutzte, am amerikanischen Kriegs-Veteranen-Tag verwundete Soldaten auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein und im US-Hospital in Landstuhl - auf US-amerikanischem Territorium also - zu besuchen, spricht von Michelle Obamas schon oft gezeigtem persönlichem Engagement für Amerikas Kriegs-müde Soldaten und ihre Familien. Das Bild, das sie dabei von sich und den Menschen ihres Landes zeigt, ist stimmig, bescheiden und menschlich zugewandt.

FLOTUS Michelle Obama serves troops in Germany. (Getty Images)/DANKE!/Michelle Obama Surprises Troops in Germany on Veteran's Day


Ich wünschte mir sehr, dass man das auch von unserer, deutschen (Obama- und Medien-begeisterten) First Lady sagen könnte! Da hatte sie nun die erstbeste Gelegenheit genutzt, endlich, endlich mit ihrem großen Vorbild Michelle Obama zusammenzutreffen, war dafür extra durch halb Germany gereist - sicherlich haben sich deshalb nicht nur viele Protokoll-Beamte auf beiden Seiten des Atlantiks verzweifelt die Haare gerauft, auch dem Gatten wird Bettys Herzenswunsch so einige Qualen bereitet haben  - ja und dann...?!

Wer genau hingeschaut hat, sah - ja, der sah eigentlich etwas sehr Anrührendes, aber in dieser Situation völlig Unmögliches und auch Unnötiges: eine schrecklich aufgeregte, junge Frau, die ohne Punkt und Komma vor sich hin plapperte und sich im Glanze der warmherzigen, souveränen und zu ihrer "Kollegin" sehr freundlichen  Michelle Obama spiegelte. Ob die sich wohl auch gefragt hat, was diese aufgeregte, deutsche Ehefrau eigentlich wirklich von ihr wollte?

Michelle Obama/Foto: ap/DANKE!/ Letzte Hoffnung Michelle


Ich mache mir Sorgen. 

Nicht nur um Betty und ihren Ehemann, nein um unser Land. Wie muss es denn um uns bestellt sein, wenn sich in unserer ganzen, medial so up-to-daten, politisch gebeutelten  Republik mit offiziell  um die drei Millionen Arbeitslosen (und in echt viel mehr natürlich!) niemand mit genug Erfahrung und Lebensweisheit zu finden scheint, der diese junge Frau (mit all ihren Träumen, Wünschen, Begabungen, Ambitionen, Aufgaben und Verpflichtungen) ganz bildlich fest an die Hand nimmt (wenn der Gatte gerade mal anderswo gebraucht wird!) und ihr diesen schweren, nichtdotierten, aber ständig gefährlich wackelnden Job von der Pike auf gründlich beibringt? 
In früheren Zeiten hatten die Präsidentenfrauen Zeit und genügend Abstand von der Pressemeute, um sich in ihre neue Rolle ihrer Persönlichkeit und ihrem Vermögen entsprechend einzufühlen und einzuarbeiten. Dazu bleibt in unserer heutigen, schnell-lebigen, Medien-dominierten Gesellschaft wohl einfach keine Zeit mehr. Doch wie man gerade gesehen hat, ist ein in jeder Hinsicht professioneller Umgang mit dem höchsten Amt im Staate dringend notwendig, leider auch von den Familienangehörigen...

In Zeiten, wo in Deutschland gerade glanzvolle, adelige Etikette wieder in Mode kommt und sich Medien- und Wähler-wirksam, politische  Langzeitkarrieren à la Guttenburg spielerisch auf die Reihe bringen lassen, ist das wirklich an ganz falscher Stelle gespart. Vielleicht wäre das ja ein prima Job für eine(n) engagierte(n) und gebildete(n) Ein-Euro-Jobber(in) über 50...!




Stil-Ikone Michelle Obama/ Foto: Yuri Gripas/ AFP/Getty Images/ DANKE!/First Lady Michelle Obama's Influential Style
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Sonntag, 23. Mai 2010

American Beauty: Black stays Beautiful - forever


Vielleicht ist ja wirklich die samtene Hautfarbe mit ein Grund dafür, dass viele Schwarze Frauen auch jenseits der Dreißig alterslos schön sind  - und auch so aussehen. Damit sind sie Vorbild für gleich mehrere Generationen von Töchtern und Enkeltöchtern. Als z.B. im vorigen Monat die amerikanische Bürgerrechtlerin Dr. Dorothy Height im Alter von 92 Jahren starb, da erinnerte sich Amerka nicht nur dankbar an ihren lebenslangen Einsatz für  Gerechtigkeit und Emanzipation sondern - mit einem kleinen Lächeln - an die stets "gut behütete", schöne, alte Dame, die selbst im hohen Alter nicht auf modische Extravaganzen verzichten wollte.

Die telegenste Verkörperung der Schwarzen Frau an sich, war für  viele Jahre die US-Schauspielerin Phylicia Rashad, die als Claire Huxtable der ganzen Welt endlich und einprägsam zeigen konnte, wie wunderschön und dabei bürgerlich-normal doch so eine Mutter einer Schwarzen US-Großfamile sein konnte. Wenn man Phylicia heute sieht, scheint sie nicht gealtert, sodass kaum jemand glauben will, dass die Bill-Cosby-Fernsehserie schon vor über 20 Jahren beendet wurde. Gerade hat sie sich öffentlich geäußert über zeitlose Schönheit an sich und die der Schwarzen Frau im Besonderen:

Phylicia Rashad on Lena Horne, Beauty and the FLOTUS
 By Lucette Jefferson / BLACKVOICES

"...In her post-Cosby career, Rashad returned to her first love – the theater. She turned in brilliant performances on stage and screen in 'A Raisin in the Sun,' then made her directorial debut with a production of August Wilson's 'Gem of the Ocean.' Now, she returns to the big screen as Ella McKnight, Common's mother, in the romantic comedy 'Just Wright.'
On Lena: "She was as fiery as she was beautiful. Mmm hmm. And that fire – that was a fire of intellect."
On ever-lasting Beauty: "Sleep and water are your best friends."
On Michelle: "She is one of the most developed human beings I've ever had the privilege to meet. She is so completely comfortable in her skin."


Das ausführliche Interview finden Sie hier:
afrobella » Blog Archive » An Interview with Phylicia Rashad


Auf eine ganz andere Art zeitlos und makellos schön ist das Gesamtkunstwerk Grace Jones, von dem es in diesen Tagen hieß, sie sei gerade 60 Jahre alt geworden:

Grace Jones zum Sechzigsten: Die Frau in der Lederhaut
Von Rose-Maria Gropp / FAZ.NET

"Grace Jones ist genauso exzentrisch wie monströs: Ihre heisere Stimme machte jedes seriöse Tanzvergnügen zur Kampfansage. An diesem Mittwoch feiert die Sängerin (wahrscheinlich) ihren sechzigsten Geburtstag.

Geboren ist sie in Spanish Town auf Jamaika, eines von sechs Geschwistern, als Grace Mendoza. Ihr Vater war ein Prediger, irgendwann zog die Familie nach Syracuse im amerikanischen Bundesstaat New York. Geworden ist aus ihr das schwarze Weibs-Tier der achtziger Jahre - die ärgste Verkörperung eines Klischees, das ganz normale Leute, zuvörderst Feministinnen, auf die Palme trieb. Dabei sollte man diese Frau, bald vierzig Jahre nach ihrem Erscheinen im Rampenlicht, nicht unterschätzen. Ihre Lieblichkeiten lassen sich aufzählen: Sie erstand aus dem Nichts der vagen Biographie einer aufsässigen Jugend und geriet als futuristisches Mannequin in den Dunstkreis von Andy Warhol, mit dem sie wohl wirklich befreundet war im New York der Siebziger, einer seiner Stars (für fünf Minuten, manche aber eben deutlich länger)..."


Auch Supermodel Naomi Campbell hatte gerade Geburtstag, und auch ihr will man kaum glauben, dass das nun schon der 40. ist:


Bilderserie | Naomi Campbell - Die Modeldiva wird 40

Naomi Campbell: Auch ein Supermodel wird irgendwann mal 40

Dass man bei Naomi immer zuallererst an ihr Temperament denkt und erst dann an ihre zeitlose Schönheit und die Tatsache, dass andere Supermodels in diesem Alter längst weg sind vom Fenster und vom Laufsteg, liegt an ihrem ungezügelten Temperament. Nachdem sie erst vor Kurzem wieder öffentlich und international medienwirksam die Nerven verloren hatte, zeigte sie wenig später in Oprah Winfreys Talkshow, dass sie eigentlich auch ganz anders kann:

Naomi Campbell: Die Tränen und das Biest
 Von Martina Ochs /STERN.de
"Zuerst zittert nur ihr Kinn, dann beginnt die Stimme zu beben. Im nächsten Moment, das spürt jeder Zuschauer von Oprah Winfreys Talkshow, werden bei Naomi Campbell alle Dämme brechen. Und richtig: Als die Gastgeberin auf ihre vielen Ausraster zu sprechen kommt, für die das Supermodel bereits des Öfteren vor Gericht stand, laufen diesem prompt die Tränen über die Wangen. "Ich denke, eine Art emotionale Störung ist der Grund dafür", bricht es aus Naomi heraus. "Sie kommen von meiner Angst, verlassen zu werden." Sie wischt sich hektisch mit dem Handrücken übers Gesicht und fährt stockend fort. Sie sehe vor allem dann rot, wenn sie das Gefühl beschleiche, von Vertrauten verraten zu werden...."


Wutausbrüche: Naomi Campbell jammert über ihre Kindheit
 Spiegel online
"...Doch Campbell kann auch anders: In der US-Talkshow "Oprah Winfrey" kehrte sie jetzt wieder ihre zahme Seite heraus. Unter Tränen legte das britische Model ein Schuldbekenntnis ab. Sie sehe in manchen Situationen einfach Rot, sagte die Britin. "Ich möchte ein besserer Mensch sein. Ich bin nicht stolz auf die Dinge, die ich in meinem Leben getan habe." Sie schäme sich für ihre Wutausbrüche und trage die Verantwortung, hob sie hervor.
Doch ein bisschen Verantwortung wollte das Topmodel, das jüngst seinen 40. Geburtstag gefeiert hat, dann doch ganz gerne abgeben. Denn gleichzeitig gab sie in aller Öffentlichkeit die Schuld einer anderen: Ihre Mutter, die Tänzerin Valeria Morris, habe sie als Kind ständig alleine gelassen. Ihre Wut stamme aus tiefverwurzelten "Verlassensängsten", eröffnete Campbell. Sie habe sich "verstoßen" gefühlt, denn ihre Mutter, die sie mit nur 19 Jahren zur Welt brachte, habe die Erziehung anderen überlassen...."

Naomi Campbell: Model schämt sich für Wutausbrüche
 Focus online
"...Campbell hatte in der Vergangenheit wiederholt wegen Wutausbrüchen Ärger mit der Justiz. Im Juni 2008 war sie wegen des Angriffs auf zwei Polizisten an Bord eines Flugzeugs zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. 2007 musste sie einen fünftägigen Strafeinsatz bei der New Yorker Stadtreinigung absolvieren, nachdem sie ein Handy nach ihrem Dienstmädchen geworfen hatte. Berichte, wonach sie in diesem März ihren Fahrer in New York angegriffen haben soll, wies das Topmodel zurück.  "
Naomi will - nun jenseits der magischen 40 - bald einen russischen Multimillinär heiraten, zuvor aber steht ihr noch ein sehr unangenehmer öffentlicher Auftritt bevor: Sie muss als Zeugin aussagen im afrikanischen Sierra Leone beim Tribunal gegen den früheren Präsidenten Charles Taylor, einem Bewunderer des Supermodels. Er soll ihr - aus dem Volksvermögen - anläßlich eines Empfangs bei Nelson Mandela einen Super-Diamanten geschenkt haben, einen jener berüchtigten Blutdiamanten:


Topmodel: Campbell schlägt bei Frage nach Blutdiamanten zu 
Von Antje Hildebrandt/WELT.online
"...Der Eklat war programmiert. Oder sollte die Reporterin der „ABC News“ ernsthaft gehofft haben, jetzt, da der Vulkan Naomi demnächst seinen 40. Geburtstag feiert und den Hafen der Ehe mit einem russischen Billionär ansteuern will, jetzt, da sie also ein Alter erreicht hat, das für ein Topmodel geradezu biblisch ist, werde sie altersmilde?
Unter dem Vorwand, man wolle mit ihr über ihr karitatives Engagement für die Erdbebenopfer von Haiti sprechen, hatte der Sender die Britin ins Studio gelockt. Campbell kam züchtig gekleidet im grauen Kostüm. Sie blieb auch dann noch erstaunlich cool, als das Gespräch plötzlich in eine völlig andere Richtung driftete. Als sie nach dem Diamanten gefragt wurde. Eine politisch brisante Geschichte.
Der vermeintliche Spender, Charles Taylor, gilt als einer der brutalsten afrikanischen Kriegsverbrecher. Er muss sich derzeit vor einem Sondertribunal in Den Haag als vermeintlicher Strippenzieher im Bürgerkrieg in Sierra Leone verantworten. Campbell steht auf der Liste der Zeugen, verweigert bis heute aber jede Aussage.
Das Model und der Kriegsverbrecher. Die Schöne und das Biest. Das klingt nach einer Story wie geschaffen für den Boulevard. Doch sollten sich die Vorwürfe gegen Campbell erhärten, müsste sie mit 40 Jahren wohl in den Ruhestand gehen. Bislang hat ihr die Öffentlichkeit noch jeden ihrer Ausrutscher verziehen. Ja, vermutlich erklären ihre Eskapaden sogar, wie sie es als Einzige aus der Riege der Supermodels der 80er-Jahre geschafft hat, sich immer noch auf den Laufstegen zu behaupten.
„Allüren erhöhen den Stellenwert und damit den Marktwert“, sagt Peyman Amin, der den „Black Panther“, wie Campbell in der Branche genannt wird, bis 2008 als Booker für die internationale Agentur IMG Models in Paris betreut hat. „Niemand hat das so perfektioniert wie Naomi Campbell.“..."

Mia Farrow & Naomi Campbell's 'Blood Diamond' - Nightline's Daily Line 

Naomi Campbell Facing Subpoena Over Blood Diamond: Top Links

Liberia: Prosecutors Seek Supermodel Naomi Campbell Subpoena 

War Crimes Prosecutors Seek Naomi Campbell As Witness

Die nächste Schwarze Schöne, die wir Ihnen heute hier präsentieren möchten, zeigt neben ihren Supermodelqualitäten auch große innere Schönheit und Grazie. Liya Kebede ist weltweit wegen ihres ganz besonderen caritativen Engagements so hoch geachtet, dass sie gerade auf die jährliche Times-Liste der einflussreichsten 100 Menschen  gesetzt wurde. Die von ihr gegründete Stiftung hat ihre Wurzeln in einem eigenen Modelabel:

Model Citizen: Liya Kebede Gives Back 
By Patrice Williams / BV on style /Thanks!



"Liya Kebede could rest on her beautiful laurels, but she chooses to make a difference. She's graced countless Vogue covers, was the first model of color to sign a deal with Estee Lauder and has been ranked by Forbes as one of the highest paid models. But what Kebede really focuses on is her charitable work....
...Kebede's charitable work isn't just limited to her clothing line. The Goodwill Ambassador for Maternal, Newborn and Child Health created her eponymous foundation to ensure women across the world have access to proper medical care. The mother of two sees the issue quite simply: Women are dying and action must be taken.
"I founded the Liya Kebede Foundation because every minute a woman dies in child birth," she said. "Mostly from preventable causes. Ten million more suffer devastating illnesses and complications. To me, that is unacceptable."
Her foundation helps build maternal clinics and educate policy makers. Kebede said doesn't just see this as a woman's issue but as a cause we should all be fighting for.
"It's been proven that when you invest in mother's lives, you create healthier families, more economic growth and more stable societies," she asserted.
So it's no wonder the model mom was just named one of Time's 100 most influential people. The list, which Time defines as "the people who most affect our world," includes notables such as Barack Obama, Bill Clinton and Oprah Winfrey. Though an amazing honor, Kebede sees the accolade as motivation to continue her charitable work."

www.theliyakebedefoundation.org

Und was geschieht, wenn die verschiedenen Zeiten der Schönheit tatsächlich längst der Vergangenheit angehören? Lernen Sie Gladys Flamer aus Philadelphia kennen und sehen Sie selbst, wie aüßerlich und innerlich schön frau auch noch mit 103 Jahren sein kann:


Gladys Flamer: Still Going Strong at 103
by Jeff Mays/Philadelphia Daily News

"...Flamer not only has an extremely positive attitude, she is dedicated to her community and committed to staying active as long as she's still pumping the gas pedals on that Caddy.

Ask Flamer the secret to her longevity and she says its church.

"Sometimes I worked 'til 12 at night and I still went to church in the morning," Flamer said. "As good as you can be, you're probably not as good as you should be."
Well, Flamer is pretty good. She's so good that folks want to keep her around another 100 years.
"She came to me and said, 'You're going to preach my funeral,'" said Flamer's pastor, the Rev. Jeffrey Miller. " And I said, 'I won't be around. That's another 100 years from now.' We laughed about it," Miller said.
"Lord bless us she'll be here another 100 years to help others who come along."

Fotos: 1. Dr. Dorothy Height 2008/Adrian Hood/Public Domain, gemeinfrei/Wikimedia Commons

2. Schauspielerin Phylicia Rashad 2007 für The-Hart -truth-Foundation/Flickr: "Phylicia Rashad for the Red Dress Collection"/Tabercil/Creative Commons License 2.0/Wikimedia Commons

3. Grace Jones at Roskilde Festival 2009/Flickr: Steffmeister/Creative Commons License 2.0

4. Naomi Campbell San Francisco Fashion Week 2007/Jgro 888/Creative Commons License 2.5/Wikimedia Commons

5. Liya Kedebe/Eliot Press, Bauer-Griffin/BV on style/Thank you!

6. Gladys Flamer/Philadelphia Daily News/Jeff Mays, Black Voices/Thank you all!

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Samstag, 22. Mai 2010

American Beauty: Spieglein, Spieglein an der Wand...



PHOTOS: Behind-The-Scenes Pics From White House State Dinner


Was passiert eigentlich, wenn man den bekannten alten Märchentext anstelle von "Schneewittchen" mit "Michelle" enden lässt? Nun, dann bekommt man wenigstens einen ungefähren Eindruck davon, wie hinreißend Amerikas First Lady am Mittwochabend beim feierlichen Staats-Dinner für das mexikanische Präsidentenpaar aussah. Vielen Gästen soll es doch zunächst glatt die Sprache verschlagen haben, und auch die internationale Presse überschlug sich geradezu. Die amerikanischen Leser sollten überall im Blätterwald Ihre Meinung kundtun zum Dress, zur neuen Frisur, zur Gesamterscheinung Michelle Obamas, die wohl ganz ohne Frage die schönste und stilvollste US-Präsidentengattin ist, an die die Welt sich (optisch) erinnern kann. Und ich gebe es zu: Selten hat es mir sooo leid getan, ein Foto nicht veröffentlichen zu können, aus urheberrechtlichen Gründen...
Aber bitte, machen Sie sich die "Mühe", klicken sie auf die Links und schauen Sie selbst - Sie werden es nicht bereuen:


Michelle Obama Sparkles at White House State Dinner


Michelle Obama's Curls: Hot or Not? 




The White House State Dinner for Mexican President Felipe Calderon Hinojosa


Noch bevor die Obamas ins Weiße Haus eingezogen waren, stand für Insider schon fest, dass mit Michelle auch ein völlig neuer Stil Einzug halten würde - und das durchaus nicht nur optisch. Mittlerweile konnte sie überall im Land viel Sympathie gewinnen, denn sie nimmt zahlreiche sozial und politisch wichtige Termine wahr. Allerdings wird sie auch auf Schritt und Tritt dabei beobachtet, gefilmt, fotografiert - sogar dann, wenn sie sich mit ihrem Mann, dem Präsidenten, ein paar kostbare Stunden lang davonstehlen kann:

Michelle Obama - Die coolste First Lady aller Zeiten


Obama’s Date Night in DC


Dinnerdate: Obamas! Essen! Auswärts! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama 
 
Ganz am Anfang ihrer Zeit als Amerikas First Lady musste sie viel Kritik einstecken, denn einigen Konservativen waren ihre Outfits zu schick, zu teuer oder gar zu sexy. Besonderes Missfallen äußerten die Washingtoner Politiker-Ehefrauen über Michelle Obamas Oberarme, die sie - viel zu frei und durchtrainiert, wie sie meinten - oft und gerne zeigte. Und jedes neue Kleidungsstück, das sie trug - oder eben nicht trug - löste Kontroversen aus.

Arme Arme
 von Elisabeth Wagner/Der Tagesspiegel
"...Die nackten Arme waren also schuld, Schuld daran, dass sich Michelle Obama die ersten Wochen im Amt so erschwerte. Sie waren aufgetaucht, unübersehbar. Bereits im Wahlkampf ihres Mannes um das Amt des Präsidenten hatte sich Michelle Obama allerlei Rügen wegen ihre Vorliebe für ärmellose Kleider eingehandelt. Endgültig zu weit ging die First Lady vielen dann am 25. Februar dieses Jahres, als sie zur ersten Rede ihres Mannes vor dem US-Kongress, unter der heiligen Kuppel der Demokratie, in einem Kleid erschien, dass ihre schönen, starken Arme unbedeckt ließ. Mangelnden Respekt vor der Würde des Amtes, Selbstbezogenheit und unstatthaften Geltungsdrang warf man ihr vor. In einer Kirche stehe man auch nicht mit nackten Armen herum. „Schluss mit ärmellos!“, forderte etwa die US-Journalistin und Bestsellerautorin Cokie Roberts, während die Fürsprecher Michelle Obamas und Michelle Obama selbst sportlich dagegenhielten: Ein Vogue-Titel wurde produziert, ein offizielles Amtsfoto im ärmellosen Kleid mit Perlenkette und viele neue Auftritte in vielen neuen schönen ärmellosen Kleidern folgten. Dazu rief man „Kult!“ und „Sexy Stilikone!“, und auf deutschen Lifestyle-Seiten lobte man „das Ende der Spießigkeit“. Als ginge es bloß um ein irgendwie avantgardemäßiges Modebewusstsein, um US-amerikanische Prüderie, und nicht um die viel interessanter Frage weiblicher Macht- und Selbstdarstellung, oder ganz exakt, um die, wie manche weiße texanische Hausfrau sich gruseln möchte, Frage der Macht- und Selbstdarstellung einer Schwarzen...."

First sexy Lady

Aufruhr um Michelle Obamas Hose: Shorts Stories - taz.de


Die Sprache der Mode

Mode-ABC: "O" wie Overkneestiefel – oder Michelle Obama

Anti-Pelz-Kampagne: Peta wirbt unerlaubt mit Michelle Obama



Viele amerikanische Frauen bewundern nicht nur Michelle Obama's Stil - für sie ist die First Lady die beste Botschafterin, die sie jemals hatten:

afrobella » Blog Archive » An Interview with Phylicia Rashad 

"...I think that Michelle Obama is a fascinating human being. She is one of the most developed human beings I’ve ever had the privilege to meet. She is so completely comfortable in her skin. She has no hidden agenda, she’s not trying to prove any points. It’s wonderful to be in her presence…I think there are a great number of people who look at her with appreciation and respect and gratitude. I think she represents our country very well. I think she represents women of our country very, very well, because she is really what the American woman is about. The American woman IS intelligent, the American woman IS about personal development, intellectual integrity and the American woman IS mother. She is wife. She is woman. And that’s who she is. And she is that so…naturally. It’s just who she is. And if you ever have occasion to be in her presence, you know it immediately. Mmm hmmm."
Michelle Obama – eine Galerie auf Flickr

Obama 2 – eine Galerie auf Flickr


Je kontroverser Michelle Obamas Outfits landesweit und in den Medien diskutiert wurden, desto mehr rückten die jungen, noch unbekannten Modedesigner mit ins Licht, denen die First Lady sich und ihr Mode-Problem anvertraut hatte. Und auch dazu gab es wieder Schlagzeilen:


Michelle Obamas Outfits: Kann die First Lady Modedesigner zum Star machen?
  Von Ulrike von Bülow, New York/STERN.de
"...Die First Lady war an jenem Abend zum "White House Correspondents' Dinner" in Washington D.C. erschienen - in einer signalroten Robe, rund ausgeschnitten und hübsch ärmellos. Sie hatte noch nicht Platz genommen, da verschickten die anwesenden Journalisten schon E-Mails oder Twitter-Nachrichten, in denen stand, dass Michelle Obama ganz "fabelhaft" aussehe, "atemberaubend" auch - und das in einer Kreation von Prabal Gurung. So machte sein Name die elektronische Runde, kommentierten die Mode-Blogger umgehend seinen Entwurf. Am nächsten Tag schossen die Besucherzahlen auf seiner Website nach oben, und dann riefen auch schon die Geschäfte an, Edel-Kaufhäuser, die bisher nichts von Prabal Gurung gewollt hatten, plötzlich aber sehr an seinen Kollektionen interessiert waren....
Acht Monate später eröffnete Pinto ihre erste eigene Boutique in Chicago, einen Laden mit anthrazitgrauen Wänden und lilafarbenen Filzsesseln, in dem Cocktailkleider hingen, klassisch-körperbetont, vorn und hinten mit V-Ausschnitt, die 477 Dollar kosteten. Oder Abendkleider, oben eng und schulterfrei, unten weit ausgestellt, die für 3100 Dollar zu haben waren. Seit diesem März aber ist ihr Laden geschlossen, denn Maria Pinto musste zugeben, dass sie sich ein wenig verkalkuliert hat: "Ich tat, was ich konnte", so Pinto. Doch die Wirtschaftskrise habe sie in die Knie gezwungen - ihre Kundschaft in Chicago sei ihr treu geblieben, nur hätte das nicht gereicht, um rechtzeitig eine Großmarke zu werden.
Ihre Modezukunft ist ungewiss, Maria Pinto macht jetzt erstmal Yoga und kümmert sich um ihren Garten. Sie müsse sich neu sortieren, sagt sie. Ähnlich geht es Prabal Gurung, nur in eine andere Richtung: Michelle Obama in seinem Kleid das habe ihm "den Dialog mit Großhändlern eröffnet", so Gurung. Alle würden sie ihn nun fragen, ob er nicht Mrs. Obama signalroten Dress in Serie produzieren wolle. Verramschen aber mochte die First Lady noch niemand...."


Designer Favored By Michelle Obama Closes Shop 



Ich bin überzeugt davon, dass viele, die sich heute noch über das eine oder andere Kleid der First Lady künstlich aufregen, sie erst dann vermissen werden, wenn für Amerika schon die nächste Erste Dame im Rampenlicht stehen wird. Dann werden die Nörglerinnen und die Miesmacher wohl erkennen müssen, mit wieviel Grazie und Nonchalance diese schöne, stilvolle Frau ihre schwere Aufgabe scheinbar mühelos erfüllt hat. Zum Trost kann man dann nur noch ihr Traumkleid (vom Abend der Amtseinführung Barack Obamas) im Museum besichtigen.

 Michelle Obama Donates Dreamy Inaugural Gown

Fotos: 1. President Barack Obama adjusts his tie in the Yellow Oval Room of the White House, following a private reception in honor of President Felipe Calderón of Mexico and his wife, Mrs. Margarita Zavala, May 19, 2010. (Official White House Photo by Pete Souza)
2. First Lady Michelle Obama cuts the ribbon for the new American Wing at the Metropolitan Museum of Art in New York City, May 17, 2009. (Official White House Photo by Samantha Appleton)3. President Barack Obama, President Felipe Calderón of Mexico, First Lady Michelle Obama, and Mrs. Margarita Zavala, pause as the Military Color Guard enters the Yellow Oval Room of the White House, following a private reception, May 19, 2010. (Official White House Photo by Pete Souza)/alle Fotos von Flickr
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