Eine schöne Schwarze Frau, der das Glück aus den Augen strahlt…
Die TAZ berichtet aktuell von der Kontroverse um die französische Journalistin Audrey Pulvar, die sozusagen Berufsverbot erhalten hat, weil sie mit einem Politiker liiert ist.
Dass die 38-Jährige ihre politische TV-Sendung nicht mehr moderieren darf, ist skandalös genug – doch stellt sich uns zusätzlich die brennende Frage nach der rassistischen Komponente dieser Entscheidung ihres Senders.
Hier ist der TAZ-Artikel von Rudolf Balmer im Original:
Vor zwei Wochen haben wir einen Blick auf die 10 besten African-American Cartoons geworfen. Vielleicht interessiert es Sie ja, ob es mittlerweile auch in Afrika nennenswerte, künstlerische Bewegungen auf diesem Feld gibt, ob es auch dort neue Black Cartoons zu bestaunen gibt und wer die Leute sind, die auch für den vielseitigen Kontinent neue "Images of Blackness" erschaffen wollen.
Einer dieser jungen Kreativen ist Adamu Waziri, von Beruf Architekt, aber auf dem Gebiet der bunten Bilder seit Kindertagen so engagiert, dass er mittlerweile ein Studio in Abuja, Nigeria, gegründet hat.
Adamu Waziri / Thanks!
Er kennt die Hintergründe, warum es bislang kein allgemein bekanntes afrikanisches „Identifikations“-Cartoon gegeben hat und macht sowohl die Banken als Geldgeber als auch die Politiker als ängstliche Zauderer dafür verantwortlich. Die von ihm und seinem Team geschaffene TV-Cartoonserie BINO & FINO ist vor nicht allzu langer Zeit in Nigeria angelaufen und kann mittlerweile großen, auch finanziellen Erfolg gleich in mehreren Ländern Afrikas verbuchen. Wichtig ist den Machern aber vor allem - neben allem Spaß und Kult-Erfolg - die aufklärerische und vereinende Komponente. Das kann man sehr gut am parallel gestarteten Blog zu BINO & FINO sehen, wo die Intentionen und Möglichkeiten so eines African-born Cartoons ganz klar angesprochen werden, z.B. afrikanische Geschichte spielerisch ins Bewusstsein der Leser und TV-Zuschauer zu bringen.
Und es sind auch andere, interessante Toons und Zeichentrickserien geschaffen worden, denn Afrika liebt die bunte, laute Welt der Cartoons eigentlich sehr. Nur, dass bislang keine Afrika-spezifischen Identifikationsfiguren auf den Boards der Cartoonisten entstanden und die gesendeten Cartoons durchweg Importware waren. Nun allerdings beginnt sich eine völlig neue Industrie für Afrika zu öffnen, und der Trend zeigt: nicht nur die Wirtschaft des Kontinents sondern auch seine Kids, sowie ihre Eltern und Afrika als Ort eines neu entstehenden, weltweiten Interesses, können von der neuen Cartoon-Welle profitieren.
Der erste Cartoon von BINO & FINO
A CARTOON FOR AFRICAN CHILDREN
Es lohnt sich, hier und auf YouTube weiter zu suchen!
"White House Chief of Staff Rahm Emanuel is expected to announce Friday that he is leaving the Obama administration to consider a campaign for mayor of Chicago.
Though ABC News reports that he has yet to make a final decision, speculation has swirled around Emanuel’s possible run for the Chicago mayoralty — a stated goal of his — since longtime Mayor Richard M. Daley announced he would not seek another term."
Wenn man nicht ganz genau wüsste, dass der Text nach heutigen Maßstäben rassistisch ist - ein absolutes "NO ! NO" also - dann könnte man fast versucht sein, das Lied von den zehn kleinen....
Präsidentenberatern anzustimmen...
Aber zimperlich war er ja nun wirklich noch nie, der Noch-Berater, der mächtige Stabschef im Weißen Haus. Schließlich verlässt Rahm Emmanuel, der engste, politische Vertraute des US-Präsidenten, das Obama-Team kurz vor den Paralmentswahlen, wo jeder versierte (Wahl-)Kämpfer dringend gebraucht wird. Und was für ein Signal soll das sein, das der Stabschef mit seinem Rückzug den Wählern gibt? Ich bevorzuge Chicagos Rathaus, weil ich im Weißen Haus nur Nummer Zwei sein kann? Oder gar: Abflug, denn hier lässt sich kein Blumentopf mehr gewinnen!? Das sah vor eineinhalb Jahren noch ganz anders aus:
"...Though they hail from the same state, the new President and his chief of staff are an unusual pair. Two years before Barack Obama was elected President, Emanuel jokingly noted as much in a speech at Washington's annual white-tie Gridiron Club dinner: "Senator Obama and I don't just share a home state. We also share exotic names that were given to us by our fathers--Barack, which in Swahili means 'blessed,' and Rahm, which, roughly translated from Hebrew, means 'go screw yourself.'"
"Chief of Staff" im Weißen Haus: Rahm Emanuel. Foto: dpa/taz.de
A foulmouthed showman and backroom infighter, Emanuel has been known to manage, motivate and intimidate by standing on a table and screaming. And yet the early signs of how he will be running things at the no-drama Obama White House are auspicious: Emanuel, 49, has run the smoothest presidential transition in modern history. Obama "is thrilled with him," says David Axelrod, the President's chief political strategist. "He has said he's sure he made the right decision on this one."
Den besten Witz über den künftigen Stabschef im Weißen Haus hat wahrscheinlich dessen Vorgesetzter selbst gemacht. Seit sich Rahm Emanuel, so erzählte Barack Obama kürzlich bei einem Spenden-Dinner in Chicago, versehentlich den Mittelfinger abgeschnitten habe, sei er praktisch verstummt. Denn wenn auch nur ein Bruchteil der Geschichten stimmt, die über den Führungsstil Emanuels kursieren, dann gehört dieser Teil der Hand offenbar zu seinen bevorzugten Kommunikationsinstrumenten. Einem einstigen Mitstreiter, mit dem er sich überworfen hatte, soll Emanuel per Post einen verrottenden Fisch zugesandt haben.
Emanuel wurde am 29. November 1959 als Sohn des aus Jerusalem stammenden jüdischen Einwanderers Benjamin Emanuel, der später Kinderarzt wurde, und von dessen Frau Martha Smulevitz, der Tochter eines örtlichen Gewerkschaftsführers, in Chicago geboren. Zur Politik fand Emanuel bald nach dem Studium, er arbeitete in den Stäben von Senator Paul Simon und Bürgermeister Richard M. Dailey, ehe er den Weg nach Washington fand. Während des Golfkrieges 1991 ging er als ziviler Freiwilliger nach Israel, um das Heimatland des Vaters gegen Saddam Husseins Raketenangriffe schützen zu helfen. Die enthusiastische und schon damals instinktsichere Mitarbeit im Wahlkampfteam des damaligen Gouverneurs aus Arkansas, Bill Clinton, vergalt der spätere Präsident Emanuel mit wichtigen Posten im Beraterteam des Weißen Hauses...."
"....Was immer seine Gegner über ihn jetzt sagen: Niemand bestreitet, dass Emanuel über viel Erfahrung verfügt. Seit 2002 sitzt der ehemalige Spitzenberater von Bill Clinton und spätere Investmentbanker im Kongress. Er weiß also, wie man Mehrheiten organisiert. Und er gehört zu den wenigen, die sowohl die Arbeit in der Exekutive als auch die in der Legislative von innen kennen.
Der dreifache Familienvater, der übrigens in seiner Jugend eine Ausbildung als Ballett-Tänzer absolviert hat - was für ein Stoff für Karikaturisten! Spitzentanz! Schwanensee! -, wohnt ebenso wie die Obamas in Chicago. Für die künftige politische Richtung dürften andere Faktoren wesentlich sein: Emanuel gilt als treuer Verbündeter Israels und als Gegner teurer Sozialprogramme.
Der Personalwunsch des neuen Präsidenten ist also sehr aufschlussreich. Er deutet darauf hin, dass Barack Obama auch künftig seiner bisherigen Linie treu bleiben will: mit wirkungsvollen Worten eine Politik umzusetzen, die auch in den so genannten gemäßigten Kreisen der USA und, wenn denn irgend möglich, sogar bei Teilen der Opposition auf Zustimmung stößt."
".....Obamas erste Personalentscheidung lässt einige Rückschlüsse zu. Der Stabschef im Weißen Haus ist der Manager der Macht, ihm obliegt die Formulierung und Umsetzung der politischen Strategie. Emanuels Benennung signalisiert, dass der neue Präsident dabei keine Konflikte scheut. Unter Präsident Bill Clinton war der aggressive Stratege in den 90er Jahren Berater im Weißen Haus, seit 2002 vertritt er einen Wahlkreis in Chicago im Repräsentantenhaus, wo er schnell in die Fraktionsführung aufstieg. Er ist einer der wenigen Demokraten, die Doppel-Erfahrungen in Exekutive und Legislative haben. Emanuels Aufgabe könnte es sein, im Kongress Mehrheiten für Obamas Politik zu organisieren.
Wohl bald Vergangenheit/Foto: News one for Black America/Post by Casey Gane-McCalla in Obama
Zusammen waren die Beiden aus dem Oval Office - zumindest anfangs - ein gutes Team: Beide stammen aus Chicago, beide sind seit langer Zeit Demokraten, der eine ein Schwarzer, der andere ein Jude. Für viele Amerikaner war das allerdings eine schwer verdauliche Mischung dort in Washington an den Hebeln der Macht. Nun, da Emmanuel geht, wird sich zeigen müssen, dass Obama auch mit dieser Herausforderung politisch umgehen kann. Schließlich ist Emmanuel bei Weitem nicht der erste hochkarätige Berater, der sich seit dem Amtsantritt Barack Obamas aus der US-Regierung verabschiedet. Erst in den letzen Wochen sind drei einfluss- und kenntnisreiche Mitarbeiter ausgestiegen:
"...Präsidentensprecher Robert Gibbs kündigte unterdessen für Freitag die "Bekanntgabe einer personellen Veränderung" an. Amerikanische Medien gehen davon aus, dass Berater Peter Rouse zum Interim-Stabschef ernannt wird.
Emanuels Abgang ist keine Überraschung: Er macht seit langem keinen Hehl daraus, dass es sein Lebenstraum wäre, in seiner Heimatstadt Bürgermeister zu werden. In den vergangenen Tagen hatten sich die Hinweise auf seinen Ausscheiden verdichtet. Um bei den Wahlen anzutreten, muss er bestimmte Fristen einhalten.
Jüngst hatte bereits Obamas Top-Wirtschaftsberater Lawrence Summers angekündigt, er wolle bald gehen, um wieder als Professor an der Universität Harvard zu lehren. Erst vor wenigen Wochen musste der Präsident auch Christina Romer, die Leiterin seines ökonomischen Rates, ziehen lassen. Kurz davor hatte auch der oberste Haushaltsaufseher im Weißen Haus, Peter Orszag, den Job quittiert."
Das Ende einer politischen Freundschaft? Foto: News One for Black America/ Associated Press in Nation
Ob Barack Obama seinem langjährigen politischen Wegbegleiter den Ausstieg zur Unzeit übel nimmt, bleibt wohl - wie bei anderen Wichtigkeiten auch - zuverlässig hinter den geschlossenen Türen des Oval Offices. Er müsse sich schnellstens entscheiden, war lediglich vom Präsidenten zu vernehmen. Mittlerweile wird weltweit damit gerechnet, dass die Verabschiedung Emmanuels und die Vorstellung des neuen Chief of Staff am Freitag stattfinden wird:
"The man expected to replace Emanuel in the interim is senior advisor Peter Rouse, who projects a fairly calm demeanor. After two years with Emanuel, that may take some getting used to around the West Wing."
Dass nicht nur der Kampf ums Capitol für Obama hart werden wird, sondern für ihn selbst auch der ums Rathaus seiner Heimatstadt Chicago, darüber ist sich Emmanuel klar. Noch schwerer aber dürfte es für den weißen Demokraten jüdischen Glaubens werden, aus der geschundenen und doch heißgeliebten Stadt, aus Windy-City, einen Ort zu machen, der positiv in der Welt wahrgenommen wird - und vor Allem auch für Black America und "Gods Own Country".
1.Rahm Emmanuel/ Black Voices /Getty Images/Thank you! 2. 10 kleine.../Cool Cooky/ Birgitte Schjoth/Danke!!! 3. Chief of Staff/Taz.de/DPA/Danke!!!! 4.Vertraute: Emmanuel, -Obama/NewsOne Staff in Nation 5. Oval Office/News one for Black America/Post by Casey Gane-McCalla in Obama 6. Das Ende einer politischen Freundschaft? Foto: News One for Black America/ Associated Press in Nation 7. Collage von Chicago/Gnu-free License,Wikimedia Commons /Urheber: ...........
Dass sich die Lebensverhältnisse für viele Amerikaner in den letzten beiden Jahren durch die diversen Krisen und Crashs drastisch verschlechtert haben, hat sich auch hierzulande herumgesprochen. Doch wussten Sie schon, dass auch in der gern als "glanzvoll" bezeichneten Hauptstadt der USA sehr viel bittere Armut zuhause ist - viel mehr jedenfalls als der staatstragende Pomp rund ums Capitol und dem Weißen Haus den Besuchern aus aller Welt glauben machen möchte.
Und: Die Bürger von Washington DC sind in der Mehrzahl Schwarz.
Wenige Meter von den Parlamentsgebäuden Washingtons entfernt liegen die ärmsten Viertel der US-amerikanischen Hauptstadt. Viele Kinder dort sind sich selbst überlassen.
Schüsse fürchtet Diamante nicht so wie Hunger. "Ich höre sie oft nachts, wenn ich im Bett liege", sagt der Elfjährige. "Die Gangs wollen uns bloß Angst machen, aber Hunger, der tut weh." Diamante weiß wovon er spricht, denn der Afro-Amerikaner gehört zu den ärmsten Kindern der Hauptstadt des reichsten Landes der Welt..."
"...Holloway erlebt mit, wie sich das Gesicht des Hungers verändert. Die "working poor" brauchten immer schon Hilfe. Aber in der Wirtschaftkrise, mit hoher Arbeitslosigkeit und zwangsversteigerten Häusern, kommen zum ersten Mal auch Mittelklassefamilien. Viele, die in der Vergangenheit Lebensmittel spendeten, kommen jetzt, um sich welche abzuholen. Holloway nennt es eine Schande, dass so etwas in einer der reichsten Nationen der Erde passiert, aber sie sieht wenigstens einen Lichtblick: Die Spendenbereitschaft der Amerikaner habe zumindest hier im Raum Washington nicht nachgelassen. Zwar kommt weniger Geld von großen Firmen, aber die einzelnen Bürger geben mehr. Und wenn sie kein Geld geben können, dann geben sie ihre Zeit und wenn es nur ein paar Stunden sind. Das hat auch Don Dickson von "SOME" festgestellt: In seiner Suppenküche halfen im vergangenen Jahr mehr als 18.000 Freiwillige."
Freiwillige und vor allem Spender im ganzen Land will auch der "Hunger Report 2010" ansprechen, und auch die amerikanischen Journalisten haben sich dem brennenden Thema angenommen. Pamela Gentry z.B., sie ist politische Analystin und berichtet hautnah aus dem Weißen Haus, dem Capitol oder von aktuellen Brennpunkten. Und sie schreibt das Online-Magazin "Pamela on Politics" :
"President Barack Obama did something Wednesday he hasn't done until now in his first year in office; he had an exclusive meeting with civil rights leaders. The first African-American president of the U.S. met with the Rev. Al Sharpton of the National Action Network; Marc Morial, president of the National Urban League, and Benjamin Jealous, head of the NAACP on a day when snow again paralyzed the nation's capital. Dorothy Height, the 97-year-old president of the National Council of Negro Women was also scheduled to attend but had to cancel because of the blizzard-like conditions..."
"...Die Zahl der Kinder, die in Haushalten mit Lebensmittelengpässen leben, erhöhte sich 2008 um nahezu ein Drittel auf 17 Millionen. Im Bericht der Regierung heißt es, dass die meisten Eltern, die selbst nicht genug zu essen haben, zwar dafür Sorge tragen, dass wenigstens ihre Kinder nicht hungern – dennoch über eine Million Kinder unter mangelnder Ernährung leiden. Am stärksten sind davon die Südstaaten betroffen. Mississippi weist den höchsten Anteil an Menschen auf, die mit langfristiger Lebensmittelknappheit zu kämpfen haben. Es folgen Texas und Arkansas. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind Schwarze oder Latinos. Millionen weiterer Amerikaner hungern nur deshalb nicht, weil sie so arm sind, dass sie von der Regierung Lebensmittelmarken erhalten oder sich auf die Versorgung durch Suppenküchen wie die von Feeding America verlassen. In manchen Staaten wie etwa West Virginia ist jeder sechste auf Lebensmittelmarken angewiesen..."
Wie Armut aussieht und wie sich Hunger anfühlt, das wollte der norwegische Fotograf Jonas Bendiksen hautnah erfahren. Er und seine Kamera lebten deshalb jeweils für mehrere Wochen auf vier Kontinenten in den "Slums des 21. Jahrhunderts". Von dem gleichnamigen Fotoprojekt und seinen Folgen berichtete der Journalist in einem lesenswerten "Zeit Online"-Interview:
"Ein Slum ist keine monolithische Einheit, wo die Armut die Agenda bestimmt. Es gibt wirklich verzweifelte Menschen, die keine Unterstützung haben. Es gibt aber auch sehr erfolgreiche Menschen. Eine Milliarde Menschen zeigen eine nahezu unbegrenzte Vielfalt, größer als in Berlin, London oder New York. Es ist eine Multitude von Erfahrungen. Slums zeigen, wie die modernen Städte begannen, zu existieren. Die Menschen denken nicht daran, die Slums zu verlassen. Sie sagen: Wir arbeiten hart, um unsere Nachbarschaft zu verbessern, um unsere Orte zur Normalität zu transformieren. Oft müssen sie gegen die Kommunalbehörden kämpfen. Gerade in Wahlkämpfen wollen Kandidaten sich als stark gegen Kriminalität und Armut erweisen. Dann bulldozern sie ein paar Slums nieder. Das ist eine Tragödie für die Menschen dort..."