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Sonntag, 27. Februar 2011

CHECK IT OUT, BABY! (2) - Picking up the Oscars?

Actress Mo'Nique and The Academy of Motion Picture Arts and Sciences President Tom Sherak announce the Best Actress nominations for The 83rd Annual Academy Awards on Tuesday, Jan. 25, 2011 in Beverly Hills, Calif. (AP Photo/Matt Sayles) Don't blame Oscars for lack of black nominees

Heute Abend werden sie wieder verliehen, die heißersehnten Film-Oscars – doch Black America weiß schon jetzt, dass es leer ausgehen wird, denn es sind erst gar keine Schwarzen nominiert worden. Lediglich Mo’Nique hat die Oscar-Kandidaten im Januar offiziell ankündigen dürfen, was die Schwarze Presse zum Anlass nimmt, darauf hinzuweisen, dass diese Oscar-Verleihung die weißeste seit zehn Jahren sein wird. 

In 2009, Morgan Freeman tied Denzel for most nominations for a black actor with 5 (he was up for best actor for Invictus). He won the best supporting actor award for Million Dollar Baby in 2004.     Slideshow: Most memorable African-American Oscar moments 

Auch schon in den letzten Jahren ist eine offensichtliche Benachteiligung der Schwarzen Hollywood-SchauspielerInnen immer wieder von der Black Community beklagt worden (und von der Filmindustrie und den Kritikern natürlich stets lautstark bestritten worden), diesmal allerdings bezeugt ein ganz besonderer Medien-Affront die Missachtung der Mainstream-Medien  und des Big Movie-Business gegenüber seinen Afro-amerikanischen Protagonisten: In einem ausführlichen Vorfeld-Bericht über die Oscars und seine Gewinner hat die weltweit meistgelesenen US-Zeitung „New York Times“ Oscar-Preisträgerin Whoopie Goldberg einfach unter den Tisch fallen lassen. Die Schauspielerin zeigte sich tief betroffen und reagierte auch empfindlich in ihrer TV-Show auf diesen in den USA bislang einzigartigen Affront, schließlich gehöre sie zu den sehr wenigen Menschen (12!) in der Show-Branche, die es geschafft haben, die Verleihung von EMMY, GRAMMY, OSCAR und TONY-Awards in ihrem Lebenswerk zu vereinen. Und:

"...The error lies with those who are reading the story incorrectly. The point of the piece was not to name every black actor or actress who has been awarded an Oscar, it was to draw a comparison between the number who won prior to 2002 (the year Halle Berry and Denzel Washington won) and those who have won since. And the story states very clearly that in 73 years, prior to 2002, only seven black actors/actresses won Oscars..."

Die Zeitung hat sich mittlerweile aufwändig bei der Schauspielerin entschuldigt, doch die – auch für ihre Meinungsfestigkeit berühmt - ist bislang noch nicht besänftigt. 

Fact Check: New York Times Snubs Whoopi Goldberg In Oscar Feature 

Allerdings ist ausgerechnet Miss Goldberg nicht der Meinung, dass es sich bei der Nicht-Berücksichtigung Schwarzer SchauspielerInnen bei den Oscar-Nominierungen um einen nachhaltigenTrend handelt. 

Trotzdem erinnern die Schwarzen Medien an glanzvolle, historische Verleihungen für Black America und lassen noch einmal die Wichtigkeit durchscheinen, die diese Auszeichnung besonders für viele Afro-Amerikaner über die Jahrzehnte bekommen hat. 

Theaters Short On Black Movies In 2010


Und die Medien fragen natürlich auch nach, woran die schlechte Aufstellung Schwarzer Filme und SchauspielerInnen liegen könnte und wie ihre Position in der Filmwirtschaft und in den Studios in Zukunft verbessert werden kann.
Die unabhängigen Filmemacher Amerikas haben da möglicherweise schon einen Weg gefunden: Sie haben im Vorfeld des diesjährigen Sundance Film-Festivals einen Verbund gegründet, der die Interessen der Schwarzen Filmarbeiter verstärkt vertreten soll. Das renommierte Filmfestival und seine Macher haben sich ohnehin stets um den Black American Film in besonderem Maße bemüht, und auch 2011 – wo u.a. Harry Belafontes Dokumentarfilm „Sing your Song“ (Berlinale) erstmals aufgeführt wurde – wurde dort wieder Bemerkenswertes auf den cinematographischen Weg gebracht.

Halle Berry – ebenfalls Oscar-Preisträgerin – hat in diesen Tagen andere Sorgen als die, nicht nominiert worden zu sein. Die Schauspielerin befindet sich in einem heftigen Sorgerechtsstreit um ihre 2-jährige Tochter Nahla. Zeitweilig stieg sie deshalb auch aus den Dreharbeiten zu "New Years Eve" aus, um sich ganz auf die Verhandlungen und die Sicherheit ihrer Tochter konzentrieren zu können. Miss Berry war mit Gabriel Aubry verheiratet, der ihr nun nicht nur das gemeinsame Kind entziehen lassen will (u.a. weil es angeblich wie er weiß ist), sondern der sie auch mit dem N-Word  wiederholt aufs Übelste rassistisch beleidigt haben soll.
Zuvor schon war Halle Berry wochenlang kontroverses Thema in den Medien, denn sie hatte es abgelehnt, die Rolle von Soul-Diva Aretha Franklin in einer filmischen Biografie der schwer an Krebs erkrankten Sängerin zu übernehmen. Miss Franklin hatte sich Berry aus- und nachdrücklich gewünscht, doch die versuchte so sachte wie nur irgend möglich aus dieser Sache wieder herauszukommen.
In New York wurde dieser Tage der Nachlass von US-Sängerin, Schauspielerin und Bürgerrechts-Aktivistin Lena Horne versteigert, die im vergangenen Jahr verstorben war. Mit dabei bei der Auktionsmasse war ihr Appartement ebenso wie Einrichtungs-und Kunstgegenstände und persönliche Dinge wie Schmuck und Gaderobe.

NYC sale of Lena Horne's belongings nets $316,000

Eine andere Schwarze Sängerin und Schauspielerin macht sich auf zu neuen musikalisch-filmischen Ufern: Mary J. Blige hat eine Rolle an der Seite von Tom Cruise übernommen in der Verfilmung des Musicals “Rock of Ages“. 

Mary J. Blige Added To Musical Film 'Rock Of Ages,' Joins Tom Cruise


Auch Beyoncé hat gute Neuigkeiten: Sie wird wahrscheinlich zusammen mit Kult-Regisseur Clint Eastwood eine Neuverfilmung (die 4.!) von „A Star is Born“ auf die Leinwand bringen und selbst die Hauptrolle übernehmen. 

Viel Musik wird es demnächst also im Kino geben, da überrascht es nicht einmal, dass Will und Jada (Pinkett-)Smith (zusammen mit Jay-Z und mit Sony) das Musical „Annie“ neu verfilmen wollen. Natürlich ist die Titelrolle für Tochter Willow vorgesehen – ganz egal, was es kostet und dass das Musicalgirl im Original mit ihren leuchtend roten Haaren nicht ganz demTyp der 10-jährigen Willow entspricht. 

Willow Smith to star in big screen remake of 'Annie'


Die Art und Weise wie die Smiths die Karrieren ihrer noch jungen Kinder pushen, hat übrigens in Black America gerade eine scharf geführte Kontroverse ausgelöst: Die Bestseller-Autorin Terry McMillan hatte auf Twitter verärgert in Worte gefasst, was viele Schwarze dem Schauspieler-Ehepaar schon lange verübeln: die Vermarktung ihrer Kids um jeden Preis.

Filmemacher Spike Lee hat nicht nur gerade – zusammen mit seiner Frau Tonya Lee Lewis – ein Kinderbuch veröffentlich, der Kult-Regisseur setzt sich auch vorbildlich für die Verbesserung der Bildungschancen Schwarzer Kinder in USA ein. Vor kurzem appellierte er an die jungen Männer in Amerikas Black Community, ihrem und dem Leben der Kinder einen tieferen Sinn und ein männliches, positives Vorbild zu geben und sich für den Lehrerberuf zu entscheiden.
Will Smith und Spike Lee – zwei weltberühmte Schwarze Männer aus dem Film-Business – und zwei völlig verschiedene Ansätze, die Zukunft der Kinder Black Americas auf einen besseren und erfolgreichen Weg zu bringen.


Sidney Poitier is photographed with his Oscar statuette at the 36th Annual Academy Awards in Santa Monica, Calif. on April 13, 1964. He won Best Actor for his role in "Lillies of the Field." (AP Photo) Slideshow: Most memorable African-American Oscar moments




UPDATE










Dienstag, 15. Februar 2011

Berlinale: "Sing your Song" - for all and evermore, Harry Belafonte!


Berlinale Sing Your Song Standing-Ovations für Harry Belafonte

Seine Stimme ist so warm und faszinierend wie eh und je. Ein kleines bisschen angeraut, trägt sie das Charisma ihres Besitzers mühelos hinüber zu den Zuhörern der Berlinale-Pressekonferenz: Harry Belafonte ist nach Berlin gekommen, um zusammen mit seiner jüngsten Tochter Gina einen nicht nur für ihn ganz besonderen Film vorzustellen.

„Sing your Song“ ist nicht nur ein aufwändiger Dokumentarfilm über das viele jahrzehntelange, ereignisreiche Künstler-Leben des Sängers und Schauspielers Harry Belafonte, der Film erzählt auch und vor allem von seinem starken Engagement für die Bürgerrechtsbewegung in den USA und für internationale Friedens- und Menschenrechts-Initiativen.

Belafonte auf der Berlinale: "Ich war ein Dieb" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

Dass er diesen Film gerade hier in Berlin weltweit präsentieren kann, freut den 84-Jährigen ganz besonders, denn hier trat er 1957 im Steglitzer Titania-Palast zum ersten Mal vor einem deutschen Publikum auf, und in Deutschland – in Hamburg – beendete er vor zehn Jahren auch seine Weltkarriere, so erinnert er sich. Auch in Ost-Berlin hat er schon lange vor der Maueröffnung auf der Bühne gestanden, unvergessen ist sein Auftritt zusammen mit Udo Lindenberg im Jahre 1983 in „Erichs Lampenladen“.

Belafonte auf der Berlinale: "Ich war ein Dieb" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

Dass der Film ihm ein ganz besonderes Anliegen ist, sagt Harry Belafonte auf dieser Pressekonferenz – und das das wirklich so ist, merkt man an der Intensität und an der Ausdauer, mit der er erzählt. Niemand der ansonsten doch recht durchsetzungskräftigen Journalisten wagt es, den Mann zu unterbrechen: Nur seine sanfte Stimme erfüllt den Raum - man möchte ihr ewig lauschen…



Photos from Sing Your Song


Belafonte berichtet, dass für ihn Marlon Brandos Tod der Auslöser für diesen Film gewesen sei. Neben der Trauer um den Jugendfreund und langjährigen Weggefährten habe er einen starken Schmerz darüber gespürt, dass nun niemand mehr die andere, die mindestens ebenso wichtige Geschichte von Brando würde erzählen können. Niemand würde nun je erfahren, dass die Filmlegende auch ein sehr engagierter Bürgerrechtler gewesen war, der z.B. an der Seite von Dr. Martin Luther King jr. und mit vielen, vielen anderen durch den Süden der USA marschiert war. Diese Geschichte von Marlon Brando, vor allem aber seine eigene und die des Kampfes für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt will Harry Belafonte nun mit „Sing your Song“ erzählen und der Nachwelt als aussagekräftiges Zeitdokument hinterlassen. 

Photos from Sing Your Song

Als Regisseurin konnten Belafonte und seine Tochter Gina, die nicht nur als Co-Produzentin sondern auch als Beraterin beteiligt ist,  Susanne Rostock gewinnen. Die erfahrene Dokumentar-Filmfrau musste zunächst unzählige Meter Film sichten, auswerten und auswählen, um schließlich das aussagekräftige Dokumentar-Film-Porträt zu erschaffen, das nun aus dem Belafonte-Projekt geworden ist.

Belafonte auf der Berlinale: "Ich war ein Dieb" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

Am Samstag hatte "Sing your Song" dann internationale Premiere im Friedrichstadtpalast, nachdem der Film im Januar schon beim (US-Independent Film)-Sundance Festival gezeigt worden war. Als Ehrengast war Udo Lindenberg, der gute Freund von damals, geladen, und vor der Vorstellung erhielt Harry Belafonte unter großem Applaus eine Ehren-Berlinalekamera für sein Lebenswerk verliehen. Das sichtlich berührte Publikum dankte dem Künstler dann aber vor allem nach der Vorführung seines Films mit minutenlangen Standing Ovations.

Spiegel online hat Harry Belafonte zu seinem Film und seinem Leben befragt: 


Belafonte auf der Berlinale: "Ich war ein Dieb" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

Dienstag, 25. Januar 2011

CHECK IT OUT, BABY! - Celebrities, Music, Films, Shows, Books and much more

Michelle Obama / Foto, Danke!: 2011 Will Be The Year Of The Black Woman


Mit zwei neuen Kolumnen wollen wir Ihnen zu einem vielfältigeren und regelmäßigeren Einblick in Amerikas Black Community verhelfen: „Check it out, Baby!“ wird Ihnen zeitnah hauptsächlich von den aktuellen Ereignissen der Kulturszene und des Alltags Schwarzer Amerikaner berichten. In der zweiten Kolumne – noch ist sie namenlos - wird unser Blick dann gerichtet sein auf die Bereiche Politik, Bildung, Finanzen, Diskriminierung und Geschichte. Wir freuen uns auf Sie als unseren regelmäßigen Leser und hoffen, Ihnen hier stets ein lebendiges und interessantes Bild von Black America und seinen Menschen vermitteln zu können.

Foto, Danke!: Oprah's OWN Missed Opportunity
Quotenkönigin der ersten Wochen des neuen Jahres ist ganz ohne Zweifel Fernseh-Superfrau Oprah Winfrey: Sie wechselte mit einem eigenen brandneuen Sender ins US-Pay-TV. Dort wird sie in Zukunft nicht nur ihre eigene Kult-Show präsentieren, es soll auch reichlich Raum und Sendeplätze geben für ganz neue, publikumsgerechtere Formate und für Leute von der Straße, die sich eine Show-Karriere zutrauen. Black America nahm den Wechsel der TV-Lady und den Start von OWN Network mit gemischten Gefühlen auf: Die einen bemängelten, dass durch das Bezahlformat nun viele treue Fans vom Empfang ausgeschlossen seien und dass man inhaltlich mit so viel medialem Aufwand weitaus mehr hätte herausholen können aus dem neuen Sender. Die anderen freuen sich über die neuen Möglichkeiten der Identifikation mit Black America auf der Showbühne oder im Talkstudio und an den explodierenden Einschaltquoten. Oprah jedenfalls tut, was sie kann: Sie plaudert und sie enthüllt unentwegt, gerade am Montag präsentierte sie nach spannender, geheimnisumwitterter Ankündigung ihre wieder gefundene Halbschwester. Im Februar wird sie in Hollywood zusammen mit Halle Berry die Oscar-Verleihung moderieren.

Auch in Deutschland sehr beliebt: die Huxtables/ Foto, Danke!: It Will Take More Than a 'Muslim Cosby Show'

Bestens bekannt – über Jahrzehnte und Generationen – ist auch hierzulande die Bill Cosby-Show, die damals zum ersten Mal enthüllte, dass auch Schwarze ein ganz normales, bildungs- und kultur-geprägtes Familienleben führen können und wollen. Die Annäherung an das für viele schwierige Thema Rasse via Comedy hat die Stimmung und das Zusammenleben von Schwarz und Weiß in USA ganz ohne Frage mehr aufgelockert als zahllose soziologische Fachbücher oder Uni-Vorlesungen. Und die Wirkung hält bis heute an. In diesem Zusammenhang hat gerade eine US-Publizistin vorgeschlagen, doch eine Art Cosby-Show über das Leben von Muslimen zu erschaffen, um das schwierige Zusammenleben in Zeiten des Terrors zu erleichtern. Natürlich gab es sogleich Gegenvorschläge, und auch die alte Diskussion vom für viele Schwarze viel zu angepassten und den Weißen gegenüber angeblich zu devoten Bill Cosby wurde auch wieder aus der Versenkung geholt und neu diskutiert.

Durch die Cosby-Show bekannt wurde damals auch Raven Symoné, die kesse Kleine mit dem unwiderstehlichen Augenaufschlag, die zum Ende der Serie hin als Stief-Enkeltochter in die Familie Dr. Huxtables kam. Natürlich ist aus ihr längst eine erwachsene Frau geworden, doch in diesen Tagen schaffte sie es erneut, Black America zu verblüffen: Raven Symoné hatte mehr als erfolgreich gegen viele Kilos Übergewicht angekämpft und überraschte nun  damit, fast genauso süß anzuschauen zu sein wie vor 20 Jahren. Allerdings hätte sich die junge Frau die Aufmerksamkeit lieber aus anderem Grund gewünscht, irgendwie ist ihr die Sache peinlich…

Raven Symoné ist wieder ein Hingucker/ Photo, Danke!: Former 'Cosby Show' Star Raven-Symone Opens Up About Weight Loss & Struggles

Noch über eine andere Show gilt es zu berichten: auf CNN hat der britische Talkmaster Piers Morgan das Mikro von Urgestein Larry King übernommen. Einer seiner ersten Gäste - gleich nach Oprah Winfrey - war Condoleezza Rice, George W. Bush’s ehemalige Sicherheitsberaterin im Weißen Haus und Außenministerin, die sich bislang immer sehr zurück gehalten hatte mit Interviews. Der als frech bekannte Moderator fragte sie dann auch u.a., was wohl alle immer schon mal wissen wollten: warum sie nicht verheiratet ist, ob sie glaubt, was Besseres zu sein und wie es ist, so als Schwarze Frau. 


Condoleezza Rice / Foto, Danke!: Piers Morgan Interviews Condoleezza Rice, Asks Why She is Not Married, Black Women Cringe

Übrigens ist das Jahr 2011 in Black America der Schwarzen Frau gewidmet. Das Thema „Schwarze Frau“ ist aber ohnehin sehr lebendig in den Schwarzen Medien und in der Community. Dabei geht es aber bei Weitem nicht nur um tolle Outfits oder um die kontroverse Debatte, wie frau ihr Haar tragen sollte - natur, geglättet, gefärbt usw… - sondern oft darum, wie sie wahr genommen wird in der Öffentlichkeit und im Alltagsleben, die Schwarze Frau, wenn sie nicht gerade eine Berühmtheit ist. Als Celebrity kann es ihr ergehen wie Venus Williams, die ständig wegen ihrer knappen Tennis-Outfits in der Kritik steht

Venus Williams / Fotos, Danke!: Are Venus Williams' Tennis Outfits a Distraction?


Eine neue Studie hat allerdings gerade behauptet, sichtbar sei die Schwarze Frau fast überhaupt nicht – sie sei so etwas wie unsichtbar in der Gesellschaft. So ganz kann das nicht stimmen - nicht mal auf dem Lande und im tiefsten Süden, auch wenn man sich in diesem Fall wohl doch viel weniger Aufmerksamkeit wünschen würde für die betroffenen jungen Mädchen. Ganz besonders stimmt es natürlich nicht, wenn man an Amerikas First Lady denkt. Sie gilt mittlerweile weltweit als absolute Stil-Ikone und als perfekt präsentables Aushängeschild ihres Landes. Und wer Michelle Obama auf dem Staatsbankett zu Ehren des chinesischen Präsidenten gesehen hat, der kann von dieser Einschätzung wirklich nicht überrascht sein. Allerdings steht auch sie - als Schwarze Frau des Schwarzen Präsidenten - ständig im Kreuzfeuer der Kritik.

First Lady in Red  Foto, Danke!: First Lady in Red
Slideshow: Obamas stun at state dinner for China


 

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Changing Images of Blackness (4): Cartoons - Afrikas neue, starke Identifikationsfiguren

Die neue Kult-Serie in Westafrika:  Bino and Fino | A fun, educational, multi-lingual children's cartoon set in modern Africa /Pic:Thanks!

Vor zwei Wochen haben wir einen Blick auf die 10 besten African-American Cartoons geworfen. Vielleicht interessiert es Sie ja, ob es mittlerweile auch in Afrika nennenswerte, künstlerische Bewegungen auf diesem Feld gibt, ob es auch dort neue Black Cartoons zu bestaunen gibt und wer die Leute sind, die auch für den vielseitigen Kontinent neue "Images of Blackness" erschaffen wollen.

Einer dieser jungen Kreativen ist Adamu Waziri, von Beruf Architekt, aber auf dem Gebiet der bunten Bilder seit Kindertagen so engagiert, dass er mittlerweile ein Studio in Abuja, Nigeria, gegründet hat.
Adamu Waziri - EzineArticles Expert Author
Adamu Waziri / Thanks!

Er kennt die Hintergründe, warum es bislang kein allgemein bekanntes afrikanisches „Identifikations“-Cartoon  gegeben hat und macht sowohl die Banken als Geldgeber als auch die Politiker als ängstliche Zauderer dafür verantwortlich. Die von ihm und seinem Team geschaffene TV-Cartoonserie BINO & FINO ist vor nicht allzu langer Zeit in Nigeria angelaufen und kann mittlerweile großen, auch finanziellen Erfolg gleich in mehreren Ländern Afrikas verbuchen. Wichtig ist den Machern aber vor allem - neben allem Spaß und Kult-Erfolg - die aufklärerische und vereinende Komponente. Das kann man sehr gut am parallel gestarteten Blog zu BINO & FINO sehen, wo die Intentionen und Möglichkeiten so eines African-born Cartoons ganz klar angesprochen werden, z.B. afrikanische Geschichte spielerisch ins Bewusstsein der Leser und TV-Zuschauer zu bringen.
Teach Your Children African History With The Bino and Fino Cartoon | Bino and Fino

Neben  Adamu Waziri haben sich mittlerweile auch einige Schriftsteller, Soziologen und andere an Cartoons Interessierte mit dem Thema, seinen Perspektiven und seinen Hintergründen beschäftigt und es sind - sogar auf internationaler Ebene - Förder-Projekte entstanden

Internatinale Initiative
Und es sind auch andere, interessante Toons und Zeichentrickserien geschaffen worden, denn Afrika liebt die bunte, laute Welt der Cartoons eigentlich sehr. Nur, dass bislang keine Afrika-spezifischen Identifikationsfiguren auf den Boards der Cartoonisten entstanden und die gesendeten Cartoons durchweg Importware waren. Nun allerdings beginnt sich eine völlig neue Industrie für Afrika zu öffnen, und der Trend zeigt: nicht nur die Wirtschaft des Kontinents sondern auch seine Kids, sowie ihre Eltern und Afrika als Ort eines neu entstehenden, weltweiten Interesses, können von der neuen Cartoon-Welle profitieren.

Der erste Cartoon von BINO & FINO


A CARTOON FOR AFRICAN CHILDREN

Es lohnt sich, hier und auf YouTube weiter zu suchen!



Ter Trend geht zum Erwachsenen-Cartoon - sogar preisgekrönt! / Merci! 3D-ANIMATION: AFRIKA GEWINNT PREISE - "Mark of Uru" - Une compagnie cinématographique africaine est a l'attention mondiale
 

Samstag, 4. Dezember 2010

Changing Images of Blackness (3): The 10 Best Black Cartoons


Mit einigen der bunten Figuren in diesem Artikel sind auch wir hier in Europa schon aufgewachsen. Die meisten allerdings fanden ihren Weg via TV erst zu uns, als in den 1990iger Jahren mit den neuen Privatsendern viel zusätzliche Film-Unterhaltung gebraucht wurde - für die verwöhnten Kids der eigentlich umworbenen Fernsehkonsumenten.

Einige der Zeichentrickserien, die das US-Online-Magazin „News One for Black America“ gerade als die 10 beliebtesten Black Cartoons für seine Leser zusammengestellt hat, haben ihre Vorlagen in tatsächlichen US-Fernsehserien und lebendigen Schauspielern und sind von Anfang an auch direkt für den Bildschirm entwickelt worden.
Nur wenige dieser beliebtesten Zehn aller Zeiten sind ursprünglich einmal für Zeitungen oder Magazine entstanden, und Kinder waren nur ganz selten die Adressaten. Es war und ist ja auch gar nicht so leicht, neben dem Spaß am Genre und an der Aktion auch tatsächlich die (kindliche) Freude und vor allem die eigene Fantasie herauszulocken beim geneigten Betrachter.

Doch Cartoon-Fans wissen dies und noch viel, viel mehr zum Thema ohnehin! Sie werden sich freuen können an diesem Artikel, der (im Link geöffnet!) mit den dazugehörigen You-Tube-Videos ausgestattet ist. Viel Spaß und einen schönen 2.Advent!

WATCH HERE WITH VIDEOS (link!):



There have been many 70s cartoons, 80s cartoons, 90s cartoons and present day cartoons with African American cartoon characters. But very few have had the main character(s) be African American. Here are the best Black cartoons from the 70s,80s, and 90s and today.
10. Kid And Play
This cartoon brought the energy of the “House Party” movies and Kid And Play music for a short lived TV show.
9. The Harlem Globetrotters
Besides being flamboyant trick-heavy basketball players, the Globetrotters also saved the world from evil villains too. Who knew?
8. Mr. T
Besides being a wrestler and an actor Mr. T was also a gymnastics coach who used his students to stop villains and their evil plots.
 
7. The PJ’s
Eddie Murphy made this cartoon (claymation really) one of the funniest and most underrated Black cartoons despite the stereotypes.

http://newsone.com/files/2010/12/gooduys_line_up.png
6. Blokhedz
Blokhedz is a dope cartoon by the Madtwinz. Originally a comic book, the show never aired on TV but garnered a large following online and through its comic books and action figures. The show combined hip hop, science fiction, and comic books to create a dope cartoon.

5. Static Shock
Static was a young brother with electric powers and the same social issues that most of us dealt with, going to high school.
http://newsone.com/files/2010/12/the_proud_family-show.jpg
4. The Proud Family
The Proud Family had excellent voice acting and was funny for all ages.
3. The Jackson 5 Cartoon
Great music, funny likeable cartoons made for a great Saturday morning cartoon show.

http://newsone.com/files/2010/12/the-boondocks-the-boondocks-506031_400_257.jpg
2. The Boondocks
Not exactly a kids’ cartoon, but had excellent animation, voice work and satire making it one of the best Black cartoons ever.

http://newsone.com/files/2010/12/fat-albert.jpg
1. Fat Albert
With Bill Cosby’s great voices, funny characters and good, positive storylines, Fat Albert is the best Black cartoon of all time.
Thank you very much, News One for Black America, for letting the European readers discover these fine cartoons, 
Black culture 
and your magazine!!!

News One for Black America: Top Stories of 2010
  1. Top 10 Racist Limbaugh Quotes
  2. Bishop Eddie Long Pictures Released By Attorney
  3. Raunchy Photos Of Va. Congress Candidate Krystal Ball Leaked Online
  4. Gospel Star Marvin Sapp’s Wife Malinda Dies Of Colon Cancer
  5. VIDEO: Seattle Police Punch Teenage Girl In The Face
  6. UK Black Couple Give Birth To White Baby
  7. Report: Bishop Eddie Long Stepping Down At This Sunday’s Service
  8. “Mama Pimp,” 73, Pleads Guilty After Son Rats Her Out
  9. Police Say Woman Shot Cousin Over Short Shorts On Easter
  10. Accuser Jamal Parris Left Letter For Bishop Eddie Long “You Are A Monster”
  11. Fantasia Makes Sex Tape With Married Man?
  12. 16-Year-Old Twin Sisters Charged With Killing Their Mother
  13. Glenn Beck Ruthlessly Mocks 11-Year-Old Malia Obama
  14. What Chicken Nuggets Are Made Of
  15. UPDATE: Teenager Arrested For Racist Wal-Mart Announcement
  16. South Africa Debuts Female Condom With Teeth To Fight Rapists
  17. Actress Maia Campbell Reappears In Disturbing New Video
  18. NJ’s “Prince Pimp” Gets 18 Years For Human Trafficking
  19. Maia Campbell And Montana Fishburne: Black Girls Lost
  20. Man Receives 15 Year Sentence For Unweighable Amount Of Crack
  21. Report: Morgan Freeman’s Wife Received $400 Million Divorce Settlement
  22. REPORT: Nearly Half Of All Black Women Have Herpes
  23. White Man Robs Banks Disguised As Black Man
  24. UPDATE: Gary Coleman Dead At 42
  25. Top 5 Anti-Gay Ministers Accused Of Being Homosexual

Montag, 17. Mai 2010

Tribute to LENA HORNE: "Be real Black for me..."

 



Das mediale Echo auf ihren Tod hat mich erstaunt, denn die schöne Hollywood-Schauspielerin und Jazzsängerin war meiner Meinung nach den meisten Deutschen kein Begriff (mehr), und selbst in den USA hatten die jüngeren Generationen Lena Hore eigentlich längst vergessen. Und dass sie Schwarz war, das bemerkten viele Leute kaum - das hatten die mächtigen Filmbosse in Hollywood ursprünglich auch so gewollt: Schwarze Filmschauspielerinnen gab es bis dahin - in den 1930iger Jahren - überthaupt nicht in der US- Traumfabrik. Als Küchenmädchen oder Dienerin durfte mal 'ne Schwarze Frau durchs Bild laufen, aber eine Hauptrolle wäre zu diesen Zeiten völlig undenkbar gewesen. Warum ?! Ganz einfach, weil man neben den üblichen Vorurteilen davon überzeugt war, dass Filme mit Schwarzen kein Geld einbringen würden. Wer von Amerikas jungen Frauen würde sich denn schon mit einem Schwarzen Mädchen identifizieren wollen, und sei es noch so schön? Welcher junge Mann hätte denn seinen Kumpels eingestanden davon zu träumen, die schöne, dunkelhäutige Lena in den Armen zu halten, sie gar zu küssen? Doch das waren eben die Leute, die an den Wochenenden vor den Kinokassen in langen Schlangen anstanden. Und außerdem: Welchem Leinwandhelden der 1930iger und 1940iger Jahre wäre es überhaupt zuzumuten gewesen, in aller Öffentlichkeit eine Negerin zu küssen? Welche weiße Filmdiva hätte danach je wieder mit ihm Liebesszenen spielen wollen oder können?


Dass es Lena Horne trotz alle dem dennoch schaffte, ein großer Leinwandstar und später eine über Jahrzehnte weltweit gefeierte Sängerin zu werden, ist deshalb eigentlich schon Wunder genug. Doch die vielen Nachrufe zeigen, dass es ihr - ganz im Stillen - gelungen ist, bis heute als Vorkämpferin in der Rassenfrage und als Bürgerrechtlerin an der Seite von Dr. Martin Luther King  jr. im Gedächtnis und im Bewusstsein der Menschen zu bleiben. Ich hoffe sehr, dass sie das auch gewusst hat.




With Horne's Passing, an Era Truly Ends
By: Tonya Pendleton, BlackAmericaWeb.com
"Legendary actress/singer Lena Horne, who died Sunday at age 92, was one of the first true black Hollywood stars. Her legacy is inherent in the careers of Angela Bassett, Halle Berry, Taraji P. Henson and, of course, Diana Ross, who most closely followed in her footsteps.
That Horne’s life was marked by the opportunities denied her is truly a travesty. She was talented, beautiful and exuded elegance and class throughout her life and career. It should have made her a superstar. Instead, it made her a woman Hollywood couldn’t understand or market. And apparently, it made her angry and defiant - and she spent much of her life fighting for equal treatment not just for herself, but for others.
As someone who lived almost a full century, Horne was fortunate enough to live to see a black woman take home an Academy Award for best actress and a black man in the White House. The former, Berry, acknowledged Horne in her 2002 acceptance speech, and rightly so. The latter, President Barack Obama, issued a statement of condolence today on behalf of a nation grateful for Horne's vast contributions to its progress.
Without Lena Horne, Hattie McDaniel, Dorothy Dandridge, Ethel Waters, Nina Mae McKinney and Juanita Moore (the black Oscar-nominated actress from “Imitation of Life,” who is still alive today), Berry could not have possibly ascended to the top echelons of Hollywood. All those women had promising Hollywood careers cut short by racism.
Even now, black actresses are still relegated to roles unworthy of their talent. Aside from Berry, an Oscar winner and an icon in her own right, Pam Grier - who singlehandedly established the presence of the black female action hero and is cinema’s undeniable black female sex symbol - and Ross, who provided the glamour quotient in the same era, who has taken up the mantle that Horne fought so hard for?
Consider the fact that Bassett, Henson, Sanaa Lathan, Gabrielle Union, and Nia Long all struggle to find consistent work. Consider that a television star of Raven Symone’s magnitude does not currently have a vehicle to showcase her enormous comic talents. Consider that the last Vanity Fair cover that featured Hollywood’s up-and-coming young actresses did not include a single black actress. (Excluded was “Avatar’s" Zoe Saldana, despite starring in the top-grossing film of all time and the successful reinvention of a franchise in “Star Trek.”)

The path that Lena Horne paved is still a hard one to tread - and that is the saddest part of her loss. The other is that there are so few to carry it on.
When you think of Horne, the first word that comes to mind is grace and its cousin, class, which in today’s reality TV-saturated world has seemingly become an anachronism. There is not one single actress alive now that could hope to attain the dignity and class that Horne exuded as naturally as breathing. That era of true graciousness has passed along with her.
She died as privately and with as much dignity as she lived. No scandal ever touched her name, nor did she ever display any crass or inappropriate behavior. But she was no cold icon of propriety. She never got her just due, and she knew it. But she never lost sight of who she was or compromised it for success.
“My identity is very clear to me now,” Horne said in an interview conducted around her 80th birthday. “I am a black woman. I'm not alone. I am free. I no longer - .....  ..... I sound free because I no longer have to be a credit. I don't have to be a symbol to anybody. I don't have to be a first to anybody. I don't have to be an imitation of a white woman that Hollywood sort of hoped I would become. I'm me. And I'm like nobody else.”

Indeed, Miss Horne. Indeed

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Legendary actress/singer Lena Horne, who died Sunday at age 92, was one of the first true black Hollywood stars. (Retna)

Lena Horne Dies: Sultry Actress-Singer Fought Prejudice

BET Honors Lena Horne; Reflects on Star’s Legacy

Lena Horne and the Hollywood Shuffle  

But was her beauty, brains and talent enough in the end? Find out @ The Root 

Lena Horne's Final Rites Draw Stellar Crowd

Lena Horne, One of the Greatest and Most Versatile Performers Ever, Dies At 92  

Lena Horne, Singer Who Helped Integrate Hollywood, Dies At 92 

 Lena Horne Dead at 92



Schwarze Hollywood-Pionierin Lena Horne gestorben
 can/dpa/apn/Spiegel online Kultur
Ihre Hautfarbe verhinderte Lena Hornes große Hollywood-Karriere. Als Jazz-Sängerin und Aktivistin hingegen erlangte sie Ruhm, Tony- und Grammy-Award. Jetzt ist die Amerikanerin im Alter von 92 Jahren gestorben.
Los Angeles/New York - Wäre sie nicht 1917, sondern einige Jahrzehnte später zur Welt gekommen, hätte es Lena Horne in Hollywood schnell weitergebracht. Die dunkle Schönheit mit der ausdrucksvollen Stimme, die in den vierziger Jahren als einer der ersten schwarzer Stars von einem großen Hollywoodstudio einen langfristigen Vertrag bekam, schrieb damit zwar Filmgeschichte. Doch ihre Hautfarbe bremste einen steilen Aufstieg, wie er weißen Stars wie Ava Gardner, Rita Hayworth und Ginger Rogers beschert war. Horne starb am Sonntagabend im Alter von 92 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus, wie die "New York Times" unter Berufung auf ihren Schwiegersohn Kevin Buckley berichtet.

Bereits mit 16 Jahren stand die gebürtige New Yorkerin im Cotton Club in Harlem auf der Bühne, wo schwarze Sänger damals noch vor einem rein weißen Publikum auftraten. In Hollywood wurde sie durch ihr Engagement bei MGM zur Pionierin. Anfang der Vierziger spielte sie in Musicals wie "Cabin in the Sky" oder "Stormy Weather" mit. Doch als MGM das Südstaaten-Musical "Show Boat" 1951 groß auf die Leinwand brachte, bekam die Hauptrolle nicht Horne, sondern Ava Gardner, die die Lieder nicht einmal selber singen konnte. In ihren Filmen erhielt Horne sorgfältig konstruierte Rollen: Sie blickte sehnsuchtsvoll und sang, hatte aber wenig Kommunikation mit den anderen Darstellern. Für die Vorführungen im amerikanischen Süden wurden ihre Auftritte aus den Kopien herausgeschnitten. Der große Hollywood-Erfolg mit tragenden Rollen blieb aus. "Sie glaubten, dass das Publikum einfach noch nicht bereit war", sagte Horne 2005 der US-Zeitschrift "People" über die Unwilligkeit der Studios, wichtige Rollen mit Schwarzen zu besetzen. "Sie wussten nicht, was sie mit mir tun sollten. Also taten sie nichts." Sie habe Hollywood in den fünfziger Jahren "bitter" verlassen, gestand Horne.
Größerer Erfolg war ihr auf der Bühne beschieden: Bis in die neunziger Jahre hinein nahm sie Alben auf, gewann 1996 sogar mit "An Evening with Lena Horne" einen Grammy als beste Jazz-Sängerin. Für ihre One-Woman Show "Lena Horne: The Lady and Her Music", mit der sie erst am Broadway und dann in vielen Ländern der Welt auftrat, gab es einen Tony-Award.
Beeinflusst von ihren frustrierenden Erfahrungen in Hollywood und durch ihre Freundschaft mit dem schwarzen Schauspieler und Bürgerrechtsaktivisten Paul Robeson, engagierte sich Lena Horne intensiv gegen Rassismus: Sie gab zusammen mit Harry Belafonte Konzerte für die Bürgerbewegung, forderte in zahllosen Reden die Afroamerikaner zur Beteiligung an Wahlen auf und demonstrierte mit Martin Luther King. In Amerika wurde Horne so zu einer berühmten Vorkämpferin gegen Rassentrennung."


Sängerin Lena Horne ist tot

Vorkämpferin gegen Rassentrennung: US-Jazzsängerin Lena Horne ist tot

US-Star Lena Horne gestorben

Sängerin Lena Horne mit 92 Jahren gestorben


Schwarze Hollywood-Pionierin Lena Horne gestorben 

Lena Horne ist tot

Erste schwarze Hollywood-Schauspielerin Lena Horne gestorben 

 Lena Horne: 1917-2010

Gestorben Die Jazz-Sängerin Lena Horne  



Nachruf

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Offizielle Webseite  

Lena Horne – Wikipedia 



 
  Alle Fotos: Lena Horne/Public Domain