Actress Mo'Nique and The Academy of Motion Picture Arts and Sciences President Tom Sherak announce the Best Actress nominations for The 83rd Annual Academy Awards on Tuesday, Jan. 25, 2011 in Beverly Hills, Calif. (AP Photo/Matt Sayles) Don't blame Oscars for lack of black nominees
In 2009, Morgan Freeman tied Denzel for most nominations for a black actor with 5 (he was up for best actor for Invictus). He won the best supporting actor award for Million Dollar Baby in 2004. Slideshow: Most memorable African-American Oscar moments
Auch schon in den letzten Jahren ist eine offensichtliche Benachteiligung der Schwarzen Hollywood-SchauspielerInnen immer wieder von der Black Community beklagt worden (und von der Filmindustrie und den Kritikern natürlich stets lautstark bestritten worden), diesmal allerdings bezeugt ein ganz besonderer Medien-Affront die Missachtung der Mainstream-Medien und des Big Movie-Business gegenüber seinen Afro-amerikanischen Protagonisten: In einem ausführlichen Vorfeld-Bericht über die Oscars und seine Gewinner hat die weltweit meistgelesenen US-Zeitung „New York Times“ Oscar-Preisträgerin Whoopie Goldberg einfach unter den Tisch fallen lassen. Die Schauspielerin zeigte sich tief betroffen und reagierte auch empfindlich in ihrer TV-Show auf diesen in den USA bislang einzigartigen Affront, schließlich gehöre sie zu den sehr wenigen Menschen (12!) in der Show-Branche, die es geschafft haben, die Verleihung von EMMY, GRAMMY, OSCAR und TONY-Awards in ihrem Lebenswerk zu vereinen. Und:
"...The error lies with those who are reading the story incorrectly. The point of the piece was not to name every black actor or actress who has been awarded an Oscar, it was to draw a comparison between the number who won prior to 2002 (the year Halle Berry and Denzel Washington won) and those who have won since. And the story states very clearly that in 73 years, prior to 2002, only seven black actors/actresses won Oscars..."
Allerdings ist ausgerechnet Miss Goldberg nicht der Meinung, dass es sich bei der Nicht-Berücksichtigung Schwarzer SchauspielerInnen bei den Oscar-Nominierungen um einen nachhaltigenTrend handelt.
Und die Medien fragen natürlich auch nach, woran die schlechte Aufstellung Schwarzer Filme und SchauspielerInnen liegen könnte und wie ihre Position in der Filmwirtschaft und in den Studios in Zukunft verbessert werden kann.
Die unabhängigen Filmemacher Amerikas haben da möglicherweise schon einen Weg gefunden: Sie haben im Vorfeld des diesjährigen Sundance Film-Festivals einen Verbund gegründet, der die Interessen der Schwarzen Filmarbeiter verstärkt vertreten soll. Das renommierte Filmfestival und seine Macher haben sich ohnehin stets um den Black American Film in besonderem Maße bemüht, und auch 2011 – wo u.a. Harry Belafontes Dokumentarfilm „Sing your Song“ (Berlinale) erstmals aufgeführt wurde – wurde dort wieder Bemerkenswertes auf den cinematographischen Weg gebracht.
Halle Berry – ebenfalls Oscar-Preisträgerin – hat in diesen Tagen andere Sorgen als die, nicht nominiert worden zu sein. Die Schauspielerin befindet sich in einem heftigen Sorgerechtsstreit um ihre 2-jährige Tochter Nahla. Zeitweilig stieg sie deshalb auch aus den Dreharbeiten zu "New Years Eve" aus, um sich ganz auf die Verhandlungen und die Sicherheit ihrer Tochter konzentrieren zu können. Miss Berry war mit Gabriel Aubry verheiratet, der ihr nun nicht nur das gemeinsame Kind entziehen lassen will (u.a. weil es angeblich wie er weiß ist), sondern der sie auch mit dem N-Word wiederholt aufs Übelste rassistisch beleidigt haben soll.
Zuvor schon war Halle Berry wochenlang kontroverses Thema in den Medien, denn sie hatte es abgelehnt, die Rolle von Soul-Diva Aretha Franklin in einer filmischen Biografie der schwer an Krebs erkrankten Sängerin zu übernehmen. Miss Franklin hatte sich Berry aus- und nachdrücklich gewünscht, doch die versuchte so sachte wie nur irgend möglich aus dieser Sache wieder herauszukommen.
In New York wurde dieser Tage der Nachlass von US-Sängerin, Schauspielerin und Bürgerrechts-Aktivistin Lena Horne versteigert, die im vergangenen Jahr verstorben war. Mit dabei bei der Auktionsmasse war ihr Appartement ebenso wie Einrichtungs-und Kunstgegenstände und persönliche Dinge wie Schmuck und Gaderobe.
Eine andere Schwarze Sängerin und Schauspielerin macht sich auf zu neuen musikalisch-filmischen Ufern: Mary J. Blige hat eine Rolle an der Seite von Tom Cruise übernommen in der Verfilmung des Musicals “Rock of Ages“.
Viel Musik wird es demnächst also im Kino geben, da überrascht es nicht einmal, dass Will und Jada (Pinkett-)Smith (zusammen mit Jay-Z und mit Sony) das Musical „Annie“ neu verfilmen wollen. Natürlich ist die Titelrolle für Tochter Willow vorgesehen – ganz egal, was es kostet und dass das Musicalgirl im Original mit ihren leuchtend roten Haaren nicht ganz demTyp der 10-jährigen Willow entspricht.
Filmemacher Spike Lee hat nicht nur gerade – zusammen mit seiner Frau Tonya Lee Lewis – ein Kinderbuch veröffentlich, der Kult-Regisseur setzt sich auch vorbildlich für die Verbesserung der Bildungschancen Schwarzer Kinder in USA ein. Vor kurzem appellierte er an die jungen Männer in Amerikas Black Community, ihrem und dem Leben der Kinder einen tieferen Sinn und ein männliches, positives Vorbild zu geben und sich für den Lehrerberuf zu entscheiden.
Will Smith und Spike Lee – zwei weltberühmte Schwarze Männer aus dem Film-Business – und zwei völlig verschiedene Ansätze, die Zukunft der Kinder Black Americas auf einen besseren und erfolgreichen Weg zu bringen.
Sidney Poitier is photographed with his Oscar statuette at the 36th Annual Academy Awards in Santa Monica, Calif. on April 13, 1964. He won Best Actor for his role in "Lillies of the Field." (AP Photo) Slideshow: Most memorable African-American Oscar moments
Aber es gibt auch viel Hoffnung durch neue Strategien in der Prävention und in der Behandlung sowie durch viele Menschen, die sich der Aufgabe HIV/AIDS mit aller Kraft verschrieben haben. Das bedeutet u.a., dass sich heute wegen immer besserer und unermüdlicher Aufklärung immer mehr Menschen verantwortungsvoll schützen. Hoffnung macht aber auch, dass jene, die erkrankt sind, durch aufwändige Langzeittherapien gute Chancen auf ein Überleben von mittlerweile mehreren Jahrzehnten haben.Am Wichtigsten aber ist wohl für die Gemeinschaft und für den Einzelnen (mit seinen Befürchtungen), dass viele der Betroffenen den Mut gefunden haben, offen über ihr Schicksal zu sprechen, um vielen Anderen die Berührungsängste zu nehmen und ihnen Mut zu machen.
Gegründet im Jahre 1836, war sie damals Sklaven behilflich auf ihrer Flucht aus dem Süden in ein neues Leben. Die Gemeindemitglieder engagierten sich später zu Zeiten Martin Luther Kings jr. auch in der Bürgerrechtsbewegung und auch heute noch bemüht man sich unter dem Dach der Gemeinde um Gerechtigkeit und soziale Unterstützung für jedermann.
The brothers of Kappa Alphi Psi Fraternity, Incorporated pose with their canes during the 2010 Howard University Step Show. (Photo: Olajumoke Obayanju, Howard University Hilltop Newspaper)/Kappa Alpha Psi celebrates 100 years of achievement
Der Gerechtigkeit, der Hilfe für Menschen und der gegenseitigen Unterstützung hat sich seit vielen Jahren auch eine andere Schwarze Gemeinschaft verschrieben, die vor kurzem ihren 100. Geburtstag feiern konnte: Die Bruderschaft von Kappa Alpha Psi wurde von Schwarzen Studenten der University of Indiana in Bloomington im Jahre 1911 gegründet und hatte von Beginn an mit Rassismus sowie viel Hohn und Spott der weißen Kommilitonen zu kämpfen.
Mittlerweile ist die Bruderschaft nicht nur auf Männer und Studenten begrenzt: Bis heute gibt es 150.000 Mitglieder, die sich aktiv oder fördernd für die Zukunft junger Schwarzer Leute engagiert haben. Dazu werden zahlreiche Studienprogramme, Stipendien und Kurse angeboten, um z.B. Black Leadership und kritisches Denken in allen Gesellschaftsschichten zu fördern und für die Black Community nutzbar zu machen. Mit großem Erfolg, denn aus den Reihen der Kappa Alpha Psi sind bemerkenswerte und einflussreiche Männer und Frauen hervorgegangen.
Ein einflussreicher und für viele Schwarze US-Amerikaner wichtiger Mann war seinerzeit auch Fred Rice, der am 10. Januar 2011 im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Er wurde 1983 zum ersten dauerhaft benannten Afro-amerikanischen Polizei-Superintendenten (vom ersten Schwarzen Bürgermeister Chicagos, Mayor Harold Washington) ernannt – für viele Menschen ein Zeichen dafür, dass endlich gerechtere Zeiten anbrachen in den Verwaltungen der großen Städte.
Und auch von zwei prägenden Mitgliedern der Schwarzen Kulturszene muss die Community sich schon Anfang des neuen Jahres verabschieden: Ellen Stewart, Emmy-Preisträgerin und Gründerin des Off-Broadway-Theaters LaMaMa verstarb nach einem langen, der Kunst und den jungen Künstlern gewidmeten, kreativen Leben Anfang Januar im Alter von 91 Jahren.
Nur 68 Jahre alt wurde hingegen der kämpferische Journalist David Hardy, der am 14. Januar einem Herzinfarkt erlag. Er führte in den 1980er Jahren einen schließlich auch erfolgreichen, öffentlichen Kampf gegen die New York Daily News, der diese Zeitung (und alle anderen!) per Gerichtsbeschluss zwang, Reporter und Redakteure Schwarzer Hautfarbe gleichberechtigt einzustellen. Auch sein weiteres Leben lang blieb der gefeierte Journalist ein kämpferischer Mann, der sich stets für die Bürgerrechte stark machte.
Auch der/die älteste US-BürgerIn Schwarzer Hautfarbe – und der/die an siebenter Stelle als weltweit ältester Mensch stehende - ist im Januar im Alter von 113 Jahren in Louisiana verstorben. Mississippi Winn war nicht nur wegen ihres salomonischen Alters eine bemerkenswerte Frau, sie konnte zufrieden auf ein erlebnisreiches Leben zurückblicken - sie war u.a. eines der letzten noch lebenden Kinder von Sklaven -, das auch mehr als ein Jahrhundert Afro-amerikanischer Geschichte ganz im Persönlichen spiegelt.
Zur Schwarzen Geschichte Amerikas gehört wie in jedem Jahr unabdingbar der Februar, denn der ist – mittlerweile nicht nur in USA, sondern weltweit – Black History Month. Vier Wochen lang wird in jedem Jahr wieder versucht, die wichtigen Ereignisse, die Entwicklungen und die Menschen des Schwarzen Amerika für alle und jeden dort aufzuzeigen und ihre Wichtigkeit für das ganze Gemeinwesen hervorzuheben. Zum Black History Month folgt übrigens demnächst hier ein weiterer, umfassender Artikel, aber hier sind schon mal zwei interessante Artikel zum Status des Schwarzen Amerika 2011.
Shirley Chisholm ist in diesem Jahr eine der Persönlichkeiten, an die besonders erinnert wird im Black History Month: Die Schwarze Politikern wagte es als Allererste, sich im Jahre 1972 für die US-Präsidentschaft zu bewerben.
Zur Geschichte des Schwarzen Amerika gehört Dr. Martin Luther King jr. wie kaum ein Anderer. Nachdem noch vor wenigen Wochen sein Geburtstag als allgemeiner US-Feiertag begangen wurde und es Meldungen über einen verhinderte Bombenanschlag auf eine der vielen Ehren-Demonstrationen gab (bislang ist man dem Täter nicht auf die Spur gekommen in Spokane!), machen nun die Kinder des Bürgerrechtlers von sich reden: Seine Tochter Bernice sollte die Nachfolge ihres Vaters bei der einst mächtigen Southern Christian Leadership Conference (SCLC) antreten, ließ aber wissen, dass sie sich in Zukunft lieber auf das spirituelle und kulturelle Erbe ihrer Mutter Coretta konzentrieren will. Die Diskussion darüber verlief sehr kontrovers und die Vereinigung hatte zunächst auch große Schwierigkeiten in diesen Zeiten
Der Sohn des Pastors, Martin Luther King III, macht ebenfalls Schlagzeilen – allerdings weniger mit christlichen oder bügergerrechtlichen Vereinigungen. Sein größtes Interesse gilt momentan den New York Mets, die er gern käuflich erwerben würde. Auch hierüber war die Aufregung groß in der Black Community ("Living the Dream - Owning a Team?"), denn viele Menschen sehen es seit langem sehr ungern, dass die Kinder der Ikone der Bürgerrechtsbewegung ihr Erbe eher in den schönen, leichten Dingen des Lebens sehen. Ermöglicht wird ihnen das u.a. durch die Tatsache, dass weltweit noch immer unzählige Bücher, Filme, Vorträge, Predigten und Fotos des Vaters (und der Mutter, die das King-Imperium jahrzehntelang pflegte) verkauft werden.
Dass Andere durch ihr Erbe da weitaus gehandikapter sind, zeigt ein Report aus Kalifornien, der berichtet, dass dort Schwarze Jugendliche ein Fünf-Mal größeres Risiko haben, Mordopfer zu werden als ihre weißen Altersgenossen. Eine andere Statistik enthüllt, dass Schwarze in den USA für Drogendelikte weitaus häufiger in den Knast kommen als Weiße. Eigentlich keine Überraschung – soviel hat sich seit MLK’s Zeiten vielleicht ja doch nicht geändert…
Ganz sicher Gefängnis – im besten Fall!!! – bedeutete es jedenfalls auch damals schon für jeden Schwarzen Mann, wenn er von einer weißen Frau der Vergewaltigung bezichtigt worden war. Wie gerade jetzt erst wieder geschehen in NYC: Dort behauptetet eine junge Nonne von einem riesigen Schwarzen Unhold bewusstlos geschlagen, verschleppt und vergewaltigt worden zu sein. Die Geschichte klärte sich – diesmal! – Gott sei Dank bald auf, aber Black Americas Männer sind mehr als sauer, weil es doch nicht angehen kann, dass in Fällen wie diesem immer noch nur sie als Vergewaltiger und Brutalos herhalten müssen.
Dieses Bild des Schwarzen Mannes hatte wohl auch die junge Frau vor Augen, die in einem Laden in Rochester/NY überfallen und mit Messern angegriffen wurde. Doch ehe sie sich versah, wurde sie gerettet – von ein paar mutigen Schwarzen Tennageboys, die sich eigentlich dort nur Schokolade hatten kaufen wollen. „Wir konnten doch nicht einfach nur zuschauen“ , sagten die Jungs später in die Videokamera „Es war einfach Zeit, einzugreifen und zu helfen!“
To make understood once again what our work here is about, todays post is dedicated to a man with high standards and so very much engagement for Black America. Brother Field shows in his blogger-column every day what is going on in America with people of Black skin and why it is concerning everybody everywhere. His Today-column is as clear and simple as can be and needs no advanced English-knowledge or local background-information at all.
Eine schöne Schwarze Frau, der das Glück aus den Augen strahlt…
Die TAZ berichtet aktuell von der Kontroverse um die französische Journalistin Audrey Pulvar, die sozusagen Berufsverbot erhalten hat, weil sie mit einem Politiker liiert ist.
Dass die 38-Jährige ihre politische TV-Sendung nicht mehr moderieren darf, ist skandalös genug – doch stellt sich uns zusätzlich die brennende Frage nach der rassistischen Komponente dieser Entscheidung ihres Senders.
Hier ist der TAZ-Artikel von Rudolf Balmer im Original:
Das ist ja ne tolle Idee! – war mein erster Gedanke als ich in unserem gemeinsamen Blog „The Afro Spear“ von der Aktion las.
Die Bloggerinnen der Initiative „Black women in Europe“ haben sich – inspiriert von der Wahl Michelle Obamas zur mächtigsten Frau der Welt – auf die Suche gemacht nach der mächtigsten Schwarzen Frau Europas. Adrianne George, die Chefredakteurin und Initiatorin des Blogs „Black women in Europe“ und nun auch dieser Suche, hat sich im Vorfeld viel Mühe gemacht, und mittlerweile steht auch eine Auswahlliste mit 58 Schwarzen Frauen zur Verfügung und im Net.
Ich konnte gar nicht schnell genug nachschauen, wer denn da nun alles draufsteht….Und wusste plötzlich, dass es da trotz der ganz tollen Idee ein ziemlich großes Problem gibt. Mindestens eins.
Das Grund-Problem ist natürlich, dass es Europa – als zusammengehörendes Ganzes – so wie die Vereinigten Staaten von Amerika eben noch längst nicht gibt. Oder können Sie auf Anhieb eine „mächtige“ Frau nennen, aus Großbritannien etwa, den Niederlanden oder aus Frankreich. Und noch dazu eine mächtige SCHWARZE Frau (obwohl es in den genannten drei Ländern ja nun seit Jahrzehnten schon wirklich sehr viele Schwarze Frauen im Alltagsleben gibt.) Mir jedenfalls fällt auf Anhieb und mit Namen keine Politikerin, keine Managerin und auch keine Journalistin oder Künstlerin Schwarzer Hautfarbe ein, die sich in ihrem Land soweit an die Macht durchgeboxt hat, dass man sie in ganz Europa kennt.
Nicht, dass es keine bekannten und durchaus beliebten Frauen schwarzer Hautfarbe geben würde in unseren Ländern, aber bekannt heißt ja noch lange nicht „mächtig“. Gehört die wunderbare französische Schriftstellerin Marie N’Daye – bislang eine der Favoritinnen auf der Kandidatinnenliste – wirklich dazu? Und wenn, dann warum? Weil sie mächtige Bilder in den Köpfen und Herzen ihrer Bestseller-Leserschaft aus aller Welt entstehen lässt, die vielleicht ja eines Tages etwas werden mit-bewegen können an anderer, politisch relevanterer Stelle in Europa?
Viel bewegt hat auch eine der anderen Frauen, die ganz vorne liegt im Rennen um die neu ausgeschriebene europäische Position: Naomi Campbell, die Britin, hat mit ihrem jahrelangem Einsatz für gerechtere Zustände auf und hinter den Laufstegen viel dazu beigetragen, dass ein Bewusstsein entstehen konnte für die Ausgrenzung Schwarzer Modells in der internationalen Modebranche. Aber Popularität, Berühmtheit oder gar Ruhm ist trotz allem keine MACHT, denn die kann doch unmöglich allein davon abhängig sein, dass möglichst viele Menschen den Namen, das Gesicht und vielleicht ja sogar auch die Vita der Frau kennen.
Naomi Campbell
Wenn dem so wäre, dann müssten aber noch sehr viele andere Frauen ganz oben auf der Liste stehen, wie Marianne Jean Baptiste z.B., die Engländerin mit der ganz großen aktuellen USA-Karriere. Viele kennen ihr Gesicht aus der hier in Deutschland immer noch in Wiederholungen gezeigten US-Fernsehserie „Without a trace“ und aus dem Kino, wo sie erst kürzlich mit etlichen Hollywood-Verfilmungen zu sehen war.
Zum oben schon genannten kommt mit ihr noch ein anderes, neues Problem dieser verflixten Wahl ins Spiel: Sie ist zwar eindeutig Europäerin, aber sie lebt und arbeitet in Amerika. Na gut, das ist ja durchaus noch zu vertreten. Aber was ist dann mit all den anderen Schwarzen Frauen auf der Liste, die eindeutig Amerikanerinnen sind - hier mehr oder weniger bekannt - die ihren Lebensmittelpunkt aber in Europa haben, zumindest vorübergehend…?
Und was bitte ist mit all den vielen Schwarzen Frauen, die aus Afrika stammen, wo Frauen traditionell durchaus wirkliche Machtpositionen innehaben können? Zählen die mit, all die Asylantinnen, Diplomatinnen, Händlerinnen und Ehefrauen aus Afrika als hier nun „in Europa“? Und wenn ja, wird dann auch ihr afrikanisches Vorleben „angerechnet“ beim Ausscheidungs-Berechnen ihrer preisverdächtigen Macht? Und…? Und…? Und…?
Alle diese – und möglichst viele, viele mehr! - Frauen lassen sich als Ganzes wunderbar mit einem Blog ansprechen, der ihre verschiedenen Lebenswelten berührt und sie als Gruppe zusammenfinden lässt. Doch reicht das als einziges Auswahl-Kriterium - als Solidaritätsbasis schon, wohlgemerkt! - wirklich aus, um daraus die „mächtigste“ Schwarze Frau Europas zu zimmern?
Ich finde die Idee immer noch ganz toll – doch leider weiß ich nun auch, dass sich noch vieles ändern muss, damit so eine kleine, liebevolle Aktion einfach mal so erfolgreich und leicht über die Bühne gehen kann. Bis dahin aber sollten wir alle uns schon mal umschauen nach unserer ganz persönlichen Kandidatin! In ganz Europa und da, wo wir in Wirklichkeit auch nicht allzu viele Schwarze Frauen kennen, die was bewegen in der Welt und die in Frage kämen als mächtigste Schwarze Frau Europas – zuhause nämlich, in unserem eigenen Land.
Mit einigen der bunten Figuren in diesem Artikel sind auch wir hier in Europa schon aufgewachsen. Die meisten allerdings fanden ihren Weg via TV erst zu uns, als in den 1990iger Jahren mit den neuen Privatsendern viel zusätzliche Film-Unterhaltung gebraucht wurde - für die verwöhnten Kids der eigentlich umworbenen Fernsehkonsumenten.
Einige der Zeichentrickserien, die das US-Online-Magazin „News One for Black America“ gerade als die 10 beliebtesten Black Cartoons für seine Leser zusammengestellt hat, haben ihre Vorlagen in tatsächlichen US-Fernsehserien und lebendigen Schauspielern und sind von Anfang an auch direkt für den Bildschirm entwickelt worden.
Nur wenige dieser beliebtesten Zehn aller Zeiten sind ursprünglich einmal für Zeitungen oder Magazine entstanden, und Kinder waren nur ganz selten die Adressaten. Es war und ist ja auch gar nicht so leicht, neben dem Spaß am Genre und an der Aktion auch tatsächlich die (kindliche) Freude und vor allem die eigene Fantasie herauszulocken beim geneigten Betrachter.
Doch Cartoon-Fans wissen dies und noch viel, viel mehr zum Thema ohnehin! Sie werden sich freuen können an diesem Artikel, der (im Link geöffnet!) mit den dazugehörigen You-Tube-Videos ausgestattet ist. Viel Spaß und einen schönen 2.Advent!
There have been many 70s cartoons, 80s cartoons, 90s cartoons and present day cartoons with African American cartoon characters. But very few have had the main character(s) be African American. Here are the best Black cartoons from the 70s,80s, and 90s and today.
10. Kid And Play
This cartoon brought the energy of the “House Party” movies and Kid And Play music for a short lived TV show.
9. The Harlem Globetrotters
Besides being flamboyant trick-heavy basketball players, the Globetrotters also saved the world from evil villains too. Who knew?
8. Mr. T
Besides being a wrestler and an actor Mr. T was also a gymnastics coach who used his students to stop villains and their evil plots.
7. The PJ’s
Eddie Murphy made this cartoon (claymation really) one of the funniest and most underrated Black cartoons despite the stereotypes.
6. Blokhedz
Blokhedz is a dope cartoon by the Madtwinz. Originally a comic book, the show never aired on TV but garnered a large following online and through its comic books and action figures. The show combined hip hop, science fiction, and comic books to create a dope cartoon.
5. Static Shock
Static was a young brother with electric powers and the same social issues that most of us dealt with, going to high school.
4. The Proud Family
The Proud Family had excellent voice acting and was funny for all ages.
3. The Jackson 5 Cartoon
Great music, funny likeable cartoons made for a great Saturday morning cartoon show.
2. The Boondocks
Not exactly a kids’ cartoon, but had excellent animation, voice work and satire making it one of the best Black cartoons ever.
1. Fat Albert
With Bill Cosby’s great voices, funny characters and good, positive storylines, Fat Albert is the best Black cartoon of all time.
Thank you very much, News One for Black America, for letting the European readers discover these fine cartoons,