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Samstag, 29. Mai 2010

sports: what's up?!



Viel hat sich angesammelt an Meldungen aus der Welt der Schwarzen Sportler/innen, los geht's auch  heute wieder mit


Baketball



Diskriminierung im Basketball: Umstrittenes T-Shirt-Verbot 



Alba Berlin und jede Menge Buruburu

Basketball: Alba gegen alle

„Wir müssen immer Meister werden“

Strafe oder Stimulanz 

Ausgelaugt und emotionslos

Sieg in Spiel drei: Alba hofft wieder  


Basketball: Alba wird zum Lieblingsgegner der Skyliners

Frankfurt Skyliners: Mit neuer Energie in die Nervenschlacht 


15.05.2010: Alba kurz vor dem Aus (Tageszeitung Neues Deutschland)  

Basketball: Skyliners entzaubern Alba

Basketball: Frankfurt schaltet Alba im Viertelfinale aus

Basketball: Allens großer Wurf  

Zeit für Selbstkritik

"Luka Pavicevic bleibt Trainer" 

Halbfinale ohne vier

Der Blödsinn hat Methode

Frankfurt Skyliners: Mit neuer Energie in die Nervenschlacht 

Basketball-Playoffs: Skyliners verlieren erstes Halbfinale in Bremerhaven klar

Basketball-Bundesliga: Skyliners zurück im Spiel 

Frankfurter Skyliners: Korrektur statt Kater
Von Leonhard Kazda, Frankfurt  /FAZ.NET 

"Sind die Skyliners nach der ernüchternden Vorstellung, die sie beim 58:75 in der Stadthalle von Bremerhaven gegeben haben, überhaupt noch in der Lage, die Geschicke zu ihren Gunsten zu wenden? Leise Zweifel sind angebracht.

Schaffen die Skyliners das? Können die Frankfurter Basketballprofis die Auftaktniederlage vom vergangenen Montag beim ersten Halbfinalspiel wieder wettmachen? 0:1 liegen sie im Rennen mit den Eisbären Bremerhaven um den Einzug ins Finale zurück und stehen an diesem Donnerstag im zweiten Spiel dieser „Best of five“-Serie unter Zugzwang (Ballsporthalle, 18 Uhr/ live auf Sport1). Verlieren sie auch dieses Spiel, hätte Bremerhaven an diesem Samstag beim dritten Spiel in eigener Halle die Chance auf den Finaleinzug...

....Novak würde so etwas aber nicht sagen, wenn er nicht überzeugt wäre, dass die Skyliners vor eigenem Publikum zurückfinden zu jener Leistung, welche die Mannschaft im Viertelfinale gegen den großen Favoriten Alba Berlin gezeigt hatte. Der große Unterschied zu diesen Spielen war die mannschaftliche Geschlossenheit, mit der sie auftraten. In Bremerhaven war davon nicht viel zu sehen. Einzelleistungen statt Teamgeist prägten dort die Szene, in der sich lediglich zwei Spieler einigermaßen erfolgreich präsentierten: Jimmy McKinney und Greg Jenkins. „Wir hatten am Montag einen Kater“, sagt Cheftrainer Gordon Herbert und präzisiert: „Keinen Alkoholkater, sondern einen von unserem Sieg gegen Alba.“
Der Siegesrausch ist nach der Niederlage gegen Bremerhaven mit einem Schlag verflogen – und das Erwachen war schmerzhaft. Sportdirektor Novak erhofft sich heilsame Wirkungen von der unerwartet deutlichen Frankfurter Schlappe in Bremerhaven. „Vielleicht war es gut, dass wir nicht nur mit drei oder vier Punkten Unterschied verloren haben. Vielleicht ist das eine gute Lehre für uns.“..."
NBA


Topfavorit Cleveland scheitert an Boston 

US-Sport: NBA: Boston Celtics demütigen die Cavaliers

Der King ist weg
 von Lars Spannagel/der Tagesspiegel/Sport

"...Das unspektakuläre Saisonende des spektakulärsten aller US-Sportstars bedeutet mehr als nur eine große Enttäuschung für einen begnadeten 25-Jährigen: Es könnte ein wahres Beben in der NBA nach sich ziehen.
James kann in diesem Sommer Cleveland verlassen, mehrere Teams sparen schon lange, um ihn zu verpflichten. Auch andere Stars sind in den nächsten Monaten auf dem Sprung, selbst der treue Dirk Nowitzki könnte seinen Mavericks den Rücken kehren. Sollte LeBron James tatsächlich wechseln – zum Beispiel zu den darbenden New York Knicks –, würde das eine wahre Rotation der Spitzenspieler in Gang setzen. Und damit ein völlig neues Machtgefüge in der Liga herstellen.
James wird seine Entscheidung strategisch treffen: Er will der erste Sportmilliardär der Geschichte werden, New York als Markt ist da attraktiver als Cleveland. Für die WM im Herbst hat er dem US-Nationalteam bereits abgesagt – der erste Kinofilm lockt. Doch all seine Träume werden sich nicht ohne NBA-Titel erfüllen. Mit den Cavaliers scheint dieses Ziel nach sieben erfolglosen Jahren unmöglich."

Why LeBron James Will and Should Leave Cleveland

NBA Fines Owners and Execs for Talking about Lebron James 

LeBron James Wins MVP Award In Landslide Vote

LeBron James, Delonte West Rumor: Attorneys Issue Cease and Desist Order to Gossip Blogs


Golf

Tiger Woods Withdraws From Players Championship

Win Mcmurry Makes Wrong Reference to Tiger's 'Bulging D**k'

Schefflers Golf-Kolumne: Der Tiger ist eine Sphinx

Nach dem Sexskandal: Tiger Woods verspielt sein Comeback

Tiger Woods nimmt neuen Anlauf
NZZ.online/Sport

"Wie der amerikanische TV-Sender Golf Channel berichtet, wird der Weltranglistenerste Tiger Woods, der an einer Entzündung des Nackenwirbels laboriert, vom 3. bis 6. Juni als Titelhalter am Turnier in Dublin im Bundesstaat Ohio an den Start gehen.

(si) in Ohio hatte Tiger Woods im vergangenen Jahr zum insgesamt vierten Mal triumphiert. Der 34 Jahre alte Amerikaner hatte Anfang Mai an der Players Championship in Ponte Vedra Beach seine vierte Runde wegen seinen Nackenproblemen vorzeitig abgebrochen...."

Tennis

Schnyder gegen Venus Williams chancenlos 

Timea Bacsinszky nun gegen Serena Williams

Williams Sisters Are Two Top-Seeded Women At French Open  

Chiudinelli siegreich, Schnyder out

Sportwelt: Alle deutschen Tennis-Damen in Paris raus

French Open 2010: Eleganz auf rotem Sand 



Some little news and a lot of gossipping

Sportwelt: Zwei WM-Medaillen für deutsche Tischtennis-Teams

Eishockey-WM: Deutschland unterliegt Russland 2:3

Kenny Anderson, Who Retired from NBA Broke, to Graduate from College This Weekend

Jose Lima, Major League Pitcher, Dies at 37

Manute Bol Fights for His Life with Skin Condition

Olympic Gold Medalist Works To Close Racial Gap In Swimming 

Don King Wins Court Order to Stop an MMA Fight

NHL: Philadelphia Flyers schreiben Sportgeschichte
 FAZ.NET

"...Den Philadelphia Flyers ist als viertem Team der nordamerikanische Sportgeschichte ein grandioses Playoff-Comeback gelungen. Die Mannschaft um die beiden kanadischen Olympiasieger Chris Pronger und Mike Richards gewann am Freitagabend (Ortszeit) auch das siebte und entscheidende Playoff-Spiel der Nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL bei den Boston Bruins mit 4:3 - nach 0:3-Rückstand im ersten Drittel - und zog somit ins Halbfinale ein.
Der Triumph war Philadelphias vierter Sieg nacheinander. Die Zeitung „Boston Globe“ nannte das Scheitern der Bruins einen der „zweifellos schlimmsten Zusammenbrüche der Sportgeschichte“, für den „Philadelphia Inquirer“ haben die Flyers „die Geschichtsbücher umgeschrieben“...


Adam 'Pacman' Jones Gets Another Chance with the Bengals 

Kimbo Slice Loses, Gets Kicked Out of UFC

Call Me Ms. Coach



Venus Williams Causes a Stir in Lace Tennis Dress

Common and Serena Williams Reportedly Break Up 

Armstrongs Spende: Für einen guten Zweck

Fußball: Obama empfängt US-Team im Weißen Haus  

Obama Shares His Thoughts About LeBron James During Interview

NBA Vet Says LeBron James' Mother Did Sleep with His Teammate
'Financial Lovemaking': LeBron James' Mama Drama and NBA Money 

Could Rumors About His Mother Push LeBron James Out of Cleveland? 
 
Mike Tyson Says He is Flat Broke!

Don King Wins Court Order to Stop an MMA Fight 

Nas Reportedly Can't Afford to Pay Kelis' Spousal Support  

Dwyane Wade Divorce: Wife Sues His Mistress Gabrielle Union

Dwyane Wade's Ex-Wife Being Hunted by Police 

Corey Dillon Arrested for Beating Up Wife 

Ex-NFL Star Charged With Assaulting His Wife With Soy Sauce

Tiger Woods Wife Wants $750 Million Dollars 

'Financial Lovemaking': Does Tiger's Wife Deserve $750 Million? 

Plaxico Burress Starts Anger Management Program In Prison

Kobe's Stylist Tries to Explain LA Times Mag Photoshoot 

7 Reasons Not to Become a Basketball Wife, Girlfriend or Baby Mama

Chad Ochocinco Gets Kicked Off 'Dancing with the Stars'

Amar'e Stoudemire's Mom Gets Arrested 

Redskins' Albert Haynesworth Being Sued for $10 Million by Pregnant Stripper

Jets' Santonio Holmes Says Flight Attendant Had Beef With Him 

 
Leichtathletik

Auf dem Weg ins Abseits
 von Joachim Mölter/sueddeutsche.de
"...Und aus Afrika kommt der Präsident des Weltverbandes IAAF, Lamine Diack. Der hat nun die Szene erschreckt mit der Ankündigung, bei den nächsten Wahlen im August 2011 für eine weitere, vier Jahre dauernde Amtszeit kandidieren zu wollen.

Lamine Diack ist seit 1999 IAAF- Präsident, er folgte dem gerade wiedergewählten, aber dann im Alter von 76 Jahren an einem Herzinfarkt gestorbenen Italiener Primo Nebiolo. Nun ist Diack selber 76, und man merkt ihm das Alter an: Wenn er redet, nuschelt er so, dass ihn kaum jemand versteht. Was jedoch die meisten verstanden haben, ist sein Motiv für die abermalige Kandidatur: Das frühere Parlamentsmitglied will 2012 Präsident des Senegals werden, und als Chef einer globalen Organisation, so glaubt er, habe er bessere Chancen bei der Wahl.
Man muss sich wundern, wie Diack demnächst auch noch einem darbenden Land vorstehen will, wenn er zuletzt schon seinen Weltverband nicht ordentlich führen konnte. Immer mehr Klagen drangen an die Öffentlichkeit. So hat er jüngst einen TV-Vertrag abgeschlossen, der dazu führte, dass im Kernmarkt Europa zuletzt so gut wie keine Bilder mehr von hochklassigen IAAF-Veranstaltungen zu sehen waren. Er hat eine neue weltweite Wettkampfserie initiiert, die Diamond League, deren Wertungssystem für Laien selbst dann unverständlich bleibt, wenn es ihm nicht von Diack vorgenuschelt wird. Vor allem aber, so der jüngste und alarmierendste Vorwurf aus inneren IAAF-Zirkeln, droht der in Monaco ansässige Weltverband in finanzielle Bedrängnis zu geraten. Lamine Diack scheint gerade dabei zu sein, die Leichtathletik ins Abseits der öffentlichen Wahrnehmung zu führen...."

Leichtathletik Verband: Iaaf-Präsident Diack bestätigt neue Kandidatur

Marion Jones' Former Olympics Teammates Want Their Medals Back

Usain Bolt setzt erstes Ausrufezeichen 

Leichtathletik: Rekord-Rekordhalter

Usain Bolt: Zwischen Bahn und Bürgerkrieg
 Von Michael Reinsch, Ostrau /FAZ.NET


"...Jamaika brennt, Jamaika rennt. „Wir müssen an unsere Freunde zu Hause denken“, sagt Usain Bolt, während in den Ghettos seiner Heimat Staatsmacht und Bürger aufeinander schießen und bereits mehr als sechzig Menschen ums Leben gekommen sind (siehe: Dutzende Tote bei Jagd auf Drogenbaron in Jamaikaund Banden-Unruhen in Jamaika eskalieren). „Aber ich habe einen Job zu tun.“ Der schnellste Sprinter der Welt trug in Ostrau, im einstigen Kohlenrevier Tschechiens, am Donnerstagabend seinen Teil zum ambitionierten Sportfest „Goldene Spikes“ bei, indem er einen 300-Meter-Lauf bestritt. In 30,97 Sekunden gewann der 23 Jahre alte Supersprinter das Rennen zwar deutlich vor seinem Landsmann Jermaine Gonzales (32,49), verpasste die angestrebte Weltbestzeit aber knapp. Bolt war 12/100-Sekunden langsamer als Michael Johnson im Jahr 2000.
Vor den Kameras und auf der Bahn war Bolt, wie üblich, nicht zu bremsen. Doch wenn er nicht rannte, nicht Interviews gab und nicht mit den Kameras flirtete, traf er sich mit seinen Landsleuten auf einem ihrer Hotelzimmer vor dem Fernsehgerät. „Hoffentlich gibt es keine weiteren Toten“, sagt er, ganz der Botschafter, zu dem die Regierung ihn zum Dank für seine Triumphe bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaft ernannt hat. „Ich wünsche mir, dass Jamaika wieder das schöne Land sein kann, das es ist.“..."
Ebenfalls aus Jamaika stammt die Sprinterin Merlene Ottey, der die FAZ anlässlich ihres 50. Geburtstags einen Artikel plus Fotostrecke widmete:

Porträt

Merlene Ottey wird 50: Die ewige Sprinterin
 FAZ.NET

"1980 gewann sie ihre erstes olympisches Edelmetall. 2008 verpasste sie die Sommerspiele in Peking nur knapp. An diesem Montag feiert Merlene Ottey ihren 50. Geburtstag. Ihre Karriere hat sie noch immer nicht beendet.

Als „Mannequin in Motion“ machte sie die Kunststoffpiste zu ihrem Laufsteg. Doch sie war auch ganz schön schnell. Keine andere errang in ihrer Sportart so viele Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften wie Merlene Ottey. Mit 20 Jahren gewann die 1,75 Meter große karibische Schönheit 1980 ihr erstes olympisches Edelmetall. Mit 48 verpasste sie 2008 die Sommerspiele in Peking nur knapp. An diesem Montag feiert sie ihren 50. Geburtstag. Ihre Karriere hat sie noch immer nicht beendet.
„Ich bin noch immer fasziniert von diesem Sport. Noch kann ich nicht endgültig aufhören“, sagt die Frau mit den Kulleraugen, für die der Sprint zur Sucht geworden ist. Noch mit 36 lief sie in 10,74 Sekunden persönliche Bestzeit - mit der sie auf Platz vier der ewigen Weltrangliste steht. Seit sie 30 ist, führt sie in allen Altersklassen weltweit die Sprint-Statistik an. Mit 46 stellte Merlene Ottey in 11,41 Sekunden einen „Senioren“-Weltrekord auf....
...
Die Karriere von Merlene Joyce Ottey, am 10. Mai 1960 als eines von sieben Geschwistern in Cold Spring/Jamaika geboren, blieb nicht ohne Makel. 1999 für sie positiv auf Nandrolon getestet. Ottey fühlte sich in den Monaten danach geächtet, selbst als sie wegen eines Formfehlers rehabilitiert worden war. „Man wollte mich aus dem Sport drängen“, erklärte Ottey - und wechselte nach Slowenien, wo sie 2002 die Staatsbürgerschaft erhielt.
Unter Trainer Srdjan Djordjevic erreichte die „ewige Ottey“ 2004 bei den Olympischen Spielen von Athen das Halbfinale über 100 Meter, ebenso bei ihrem EM-Debüt 2006 in Göteborg. Ein Jahr später schied sie als älteste WM-Teilnehmerin der Leichtathletik-Geschichte im 100-Meter-Vorlauf von Osaka aus, 2008 verpasste sie die Olympia-Norm. Das heißt aber nicht, dass sie mit dem Laufen aufgehört hätte. Nicht viele würden sich wundern, wenn die 50-Jährige bei der EM 2010 in Barcelona wieder auftauchen würde."
Foto: Usain Bolt 2007/Phil McElhinney/Creative Commons License 2.0/Wikimedia Commons

Montag, 10. Mai 2010

sports: What's up?!

Hier ist der Sport-Überblick über die vergangenen 10 Tage:

News:

Nick Rogers Dies in Car Accident 
By Quibian Salazar-Moreno / BLACK VOICES - Sport / Thank you!!!
Nick Rogers

His name may not be familiar, but Nick Rogers was a serviceable linebacker who played for the Minnesota Vikings, Green Bay Packers, Indianapolis Colts, Miami Dolphins and the Arena Football League's Colorado Crush.
The former Georgia Tech star died early Monday morning after crashing his car in to a utility pole at 1:30 a.m. in College Park, a suburb of Atlanta. He was 30 years old.
There's no word if the accident was alcohol related or if he just fell asleep at the wheel.
According to the Associated Press, Rogers had 16 1/2 sacks as a defensive end at Georgia Tech and was drafted in the sixth round in 2002. He played his last NFL season in 2005 for the Dolphins and played for the Crush in 2008, before the Arena League filed for bankruptcy and canceled the 2009 season.

Basketball:

LeBron James Wins MVP Award In Landslide Vote 


Basketball: Skyliners entzaubern Alba
 Von Michael Reinsch, Berlin / FAZ.NET
"...Diese Mallorca-Reise hat sich gelohnt: Die Frankfurt Skyliners haben am Sonntagabend beim achtmaligen Meister Alba Berlin ihr erstes Viertelfinalspiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft gewonnen. „Es lag alles am Teamwork“, sagte der überragende Spieler bei diesem 76:71, Derrick Allen. Mit 16 Punkten und vier Rebounds ragte er aus seiner Mannschaft heraus, die sich nach der Hauptrunde zum „Teambuilding“ ein Trainingslager auf Mallorca gegönnt hatte und dessen Erfolg mit einer massiven und ausdauernden Zonenverteidigung demonstrierte. Das Selbstbewusstsein, mit dem er seine Mannschaftsdienlichkeit in Verteidigung und Angriff am Sonntag krönte, hat er sich noch zu Zeiten des ehemaligen Skyliners-Trainers Murat Didin erworben. „Wir haben hier doch schon mal gewonnen“, sagte er und meinte den 76:70-Sieg Mitte März; eine Überraschung sei der Erfolg des Siebten der Hauptrunde und Finalisten des EuroCup über den Zweiten der Liga keinesfalls.Beim Korbwurf wurde Allen vor den nur 9.600 Zuschauern in der Berliner Arena nur von seinem amerikanischen Landsmann und Mannschaftskameraden Seth Doliboa übertroffen, der auf 17 Punkte kam; er traf bei vier Distanz- und drei Freiwürfen. Bei den Berlinern kamen Aufbauspieler Rashad Wright und Flügelspieler Julius Jenkins auf je 16 Punkte, Immanuel McElroy erzielte 15 Punkte und holte zehn Rebounds. „Wir sind froh, dass wir hier ein Spiel klauen konnten“, sagte der Frankfurter Aufbauspieler Pascal Roller. „Wir hatten es ja auch die meiste Zeit unter Kontrolle. Die Berliner müssen jetzt reagieren, aber sie werden mit dem Druck umgehen können. Wir haben einen großen Schritt getan.“ Am Donnerstag findet in der Frankfurter Ballsporthalle die zweite Partie der Serie statt. Sie ist beendet, sobald eine Mannschaft drei Mal gesiegt hat."

„Wir müssen immer Meister werden“ 
Basketball: Alba gegen alle
Alba Berlin und jede Menge Buruburu

Sport kompakt: Phoenix weiter - F-Schacht raus - Woods verletzt 


Kobe's Stylist Tries to Explain LA Times Mag Photoshoot 



Rassismus im Sport:

80 Minuten rechtsradikale Parolen



Sind Sie schon 'mal bei einem offiziellen Bewerbungsgespräch bei einem renomierten Arbeitgeber gefragt worden, ob Ihre Mutter 'ne Nutte ist? Genau damit müssen Sie aber rechnen, wenn Sie nicht weiß sind - ebenso wie es dem US-Footballer Dez Bryant gerade ergangen ist, dem vom Vorsitzenden der US-Football Liga NFL genau diese Frage gestellt wurde:

Dolphins GM Asks Dez Bryant If His Mom Was a Prostitute 
Player’s Mom Wants NFL GM To Apologize For Asking If She Was A Prostitute
Blogs zum Thema:


Golf:

FAZ.NET
"Tiger Woods sucht nach seinem desaströsen Abschneiden in Charlotte weiter seine Form und liegt nach der zweiten Runde der Players Championship gleichauf mit dem deutschen Duo Martin Kaymer (Mettmann) und Alex Cejka (München). Der Weltranglistenerste aus den Vereinigten Staaten spielte auf dem Par-72-Platz im TPC Sawgrass in Ponte Vedra Beach ebenso wie Kaymer eine 71 und rutschte mit insgesamt 141 Schlägen auf den geteilten Platz 49 ab. Dort liegt auch Cejka, der am zweiten Tag einer 72er Runde spielte. Die Halbzeit-Führung übernahm der englische Ryder-Cup-Spieler Lee Westwood, der nach einer starken 65 mit insgesamt 132 Schlägen schon neun Schläge Vorsprung vor Woods hat. Hinter Westwood liegt das Verfolger-Trio Ryuji Imada, Francesco Molinari und Heath Slocum mit jeweils 133 Schlägen. Woods war beim Turnier in Charlotte nach seiner zweitschlechtesten Profirunde erst zum sechsten Mal in seiner Karriere am Cut gescheitert war. "
Dass es für Tiger Woods nicht so läuft, wie geplant, das zeichnete sich schon vor Wochen ab. Jetzt allerdings hat sich der US-Champion von der Meisterschaftsausscheidung ganz zurückgezogen - angeblich wegen eines Bandscheibenvorfalls:

Tiger Woods Withdraws From Players Championship

Rory McIlroy gewinnt in Charlotte
Schefflers Golf-Kolumne: Ein neuer Star aus Holywood 
Martin Kaymer im Gespräch: "Erfolgreiche Golfer müssen verrückt sein"



Baseball:

Baseball auf dem Grün


Boxen:



Boxing's Most Memorable Entrances

After Mayweather Win, Pacquiao Reconsiders Blood Testing
Related Stories: Sugar Shane and Money Mayweather Speak on Their Upcoming Fight
Floyd Mayweather Jr. Takes His Critics to School in Easy Win Over Mosley
Mayweather/Mosely: The Other Battle
Mayweather Vs. Mosley Fight Is About Money, Not Legacy  


Tennis:


Schnyder gegen Venus Williams chancenlos
Timea Bacsinszky nun gegen Serena Williams  


Porträt:

Merlene Ottey wird 50: Die ewige Sprinterin
 FAZ-NET

"1980 gewann sie ihre erstes olympisches Edelmetall. 2008 verpasste sie die Sommerspiele in Peking nur knapp. An diesem Montag feiert Merlene Ottey ihren 50. Geburtstag. Ihre Karriere hat sie noch immer nicht beendet. Als „Mannequin in Motion“ machte sie die Kunststoffpiste zu ihrem Laufsteg. Doch sie war auch ganz schön schnell. Keine andere errang in ihrer Sportart so viele Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften wie Merlene Ottey. Mit 20 Jahren gewann die 1,75 Meter große karibische Schönheit 1980 ihr erstes olympisches Edelmetall. Mit 48 verpasste sie 2008 die Sommerspiele in Peking nur knapp. An diesem Montag feiert sie ihren 50. Geburtstag. Ihre Karriere hat sie noch immer nicht beendet. „Ich bin noch immer fasziniert von diesem Sport. Noch kann ich nicht endgültig aufhören“, sagt die Frau mit den Kulleraugen, für die der Sprint zur Sucht geworden ist. Noch mit 36 lief sie in 10,74 Sekunden persönliche Bestzeit - mit der sie auf Platz vier der ewigen Weltrangliste steht. Seit sie 30 ist, führt sie in allen Altersklassen weltweit die Sprint-Statistik an. Mit 46 stellte Merlene Ottey in 11,41 Sekunden einen „Senioren“-Weltrekord auf.Jahrelang galt Ottey als „Bronze-Queen“, denn immer wenn es um alles ging, verpasste sie den ganz großen Sieg um Wimpernschläge. 1996 in Atlanta fehlten ihr im fast „toten Rennen“ in 10,94 fünf Tausendstel zum Sieg - den die Amerikanerin Gail Devers verbuchen durfte. Damals gewann Ottey eine ihrer drei Silbermedaillen bei Sommerspielen. Dazu stehen sechs Bronzene in ihrer Bilanz. Die letzte erhielt sie vergangenes Jahr nach der späten Aberkennung des Olympiasieges von Marion Jones (USA) 2000 in Sydney..."


Foto: Merlene Ottey 1997 in Köln/Free Software Foundation/GNU-Free Dokumentations License/Wikimedia Commons

Sonntag, 2. Mai 2010

Sports / Basketball: What's up?



Bevor alle Welt nur noch in Richtung Südafrika und auf die Fußball-WM schaut, haben die Basketballer gerade jetzt noch einmal die ganze Aufmerksamkeit der Sportwelt. In den USA wurde mit den Play-Offs der jährliche Höhepunkt der Basketball-Saison gefeiert  und  dabei ruhten alle Blicke - jedenfalls von Good Old Germany aus gesehen - auf Dirk Nowitzki. Doch was vor ein paar Wochen wieder einmal so hoffnungsvoll begann und sich dann spannend weiterentwickelte, reichte zum Schluss dann doch wieder nicht aus für den so lang ersehnten Sieg im Finale:

Nowitzkis Mavericks: Same Procedure as every Year
Titeltraum für Nowitzki und Co. geplatzt
Der Traum bleibt ein Traum 
von Marco Plein/ZDF.de
"Als sich Dirk Nowitzki abgekämpft auf die Bank fallen ließ, ein weißes Handtuch über seine verschwitzten Schultern legte und dabei immer wieder fassungslos den Kopf schüttelte, blendete der US-Fernsehsender TNT noch schnell ein paar Statistiken ein. Einfach nur um zu verdeutlichen, wie bitter das abermalige Ausscheiden für den deutschen Basketballstar ist.  Zehn Mal nacheinander hat der Würzburger mit den Dallas Mavericks mindestens 50 Spiele (von 82) in der regulären Saison der Profi-Basketball-Liga NBA gewonnen - und was ist dabei herausgekommen? Nichts. Null Meisterschaften. Schlimmer noch: In drei der vergangenen vier Jahre war sogar in der ersten Runde der Playoffs Schluss. Nun also auch in dieser Saison. Die Mavericks, angeführt von ihrem bravourös spielenden Nowitzki, sind nach sechs Erstrundenspielen an ihrem verbissen rackernden und verteidigenden Dauerrivalen San Antonio Spurs gescheitert. Deren beste Spieler sind zwar nicht mehr die Jüngsten, doch nach vier Meisterschaften seit 1999 wissen sie nur zu gut, wie man aus eng umkämpften Duellen als Gewinner hervorgeht. Die Mavericks haben davon keinen Schimmer..."
Basketball in der NBA: Nowitzkis Playoff-Fluch bleibt bestehen 
Nowitzki scheidet mit Dallas aus
NBA-Playoffs: Dallas verliert trotz Nowitzki-Gala
Dirk Nowitzki: Stärker als je zuvor 
Basketball: Dirk Nowitzki – "So gut war Dallas noch nie" 
NBA-Playoffs: Nowitzki führt Dallas zum Auftaktsieg
Nowitzki glänzt zum Play-off-Auftakt  

Bodenständig ohne Ende: Dirk Nowitzki: Verwurzelt in Dallas
Von Benedikt Voigt/ Der Tagesspiegel

"...Somit gilt der Vertrag weiter, der ihm in der kommenden Spielzeit 20 Millionen Dollar garantiert. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er nach dieser Spielzeit oder während der kommenden Saison einen weiteren Vertrag bei jenem Klub unterschreibt, dem er seit elf Jahren die Treue hält. An Dirk Nowitzki, das hat er nun erneut deutlich gemacht, soll es nicht liegen. „Ich habe noch nicht mit Mark Cuban gesprochen und er ist der Chef“, sagte er über den Besitzer der Dallas Mavericks, „was mich betrifft, werde ich diese Saison zu Ende spielen und dann sehen, wie es läuft, denn in diesem Geschäft kann viel passieren.“ Der bodenständige Dirk Nowitzki würde wohl seine NBA-Karriere nur dann nicht in Dallas beenden, wenn der Klub ihn nicht mehr will..." 
Niederlage gegen San Antonio: Nowitzki verliert mit Dallas zweites Playoff-Spiel
NBA-Playoffs: Dallas vergeigt zweites Playoff-Duell  

Natürlich ist es so wie überall im Sport: Die neuen Hoffnungsträger sind nicht nur jünger, Ihnen wird der Weg nach oben auch viel leichter gemacht als den jungen Spielern der letzten Jahrzehnte. Ein Beispiel dafür ist die  große Hoffnung der Cleveland Cavaliers:

LeBron James: Der begehrte Alleskönner 
Von Jürgen Kalwa, New York/FAZ.NET

"...Was die jungen Männer miteinander verbindet, sind eine schwierige Jugendzeit und die Erfolge in der Schulmannschaft von St. Vincent. Und jenes Gefühl, dass der nach Kobe Bryant vom Meister Los Angeles Lakers wirtschaftlich erfolgreichste NBA-Spieler (Gehalt: 14 Millionen Dollar, Nebeneinkünfte aus Werbeverträgen: 25 Millionen Dollar pro Jahr) immer wieder betont: „Ich werde Akron immer treu bleiben. Auch wenn mich mein berufliches Leben woandershin bringt.“Auf solche Erklärungen reagieren die Fans der Cleveland Cavaliers jedes Mal konsterniert und erschrocken. Denn der Verein, der 2003 durch ein glückliches Los in der Draft-Lotterie das damals erst 18-jährige Phänomen aus der Nachbarstadt verpflichten konnte, würde ohne LeBron - der gemeinhin unter solchen Ehrbezeichnungen wie „King James“ oder „der Auserwählte“ figuriert - auch weiterhin im Leistungskeller der Liga dahindümpeln.Stattdessen begann mit dem 2,03 Meter großen Alleskönner, der ein formidables Auge für seine Nebenleute hat und jede Menge Rebounds einsammelt, die Wende. Das Klubmanagement baute mit einigem Erfolg um ihn herum an einer Mannschaft, die das Format hat, den Titel zu gewinnen. So wurde im Winter unter anderem der Handlungsreisende Shaquille O'Neal von den Phoenix Suns weggeeist. Der Center soll - wenn er gerade nicht verletzt ist - als riesiges Kraftpaket James den Weg zum Korb frei sperren. Das Resultat: Die Cavaliers wurden zum zweiten Mal nacheinander das beste der 30 Teams in der regulären Saison. Ihr Gegner in der ersten Runde der Play-offs sind die Chicago Bulls. Eine relative leichte Aufgabe, die Cavaliers gewannen das erste Spiel 96:83..."

NBA Playoffs: Der Bescheidene
Von Jürgen Schmieder /sueddeutsche.de
"Shaquille O’Neal galt 18 Jahre lang als der Platzhirsch der NBA. Am Ende seiner Karriere gibt er sich mit der Rolle im Schatten eines anderen Superstars zufrieden - und hat damit Erfolg.  Noch vor wenigen Jahren wäre dieser Satz aus dem Mund von Shaquille O’Neal undenkbar gewesen. "Mein Motto ist einfach", hatte O’Neal vor Beginn der Spielzeit der nordamerikanischen Basketballliga NBA gesagt. "Es lautet: Gewinne einen Ring für den King!" Der King, der König, das ist nicht er selbst, es ist der Spitzname seines Kollegen bei den Cleveland Cavaliers, LeBron James. Er will die Meisterschaft gewinnen, aber nicht für sich selbst, sondern für seinen zwölf Jahre jüngeren Mitspieler....
Die reguläre Saison beendeten die Cavaliers erneut als beste Mannschaft der Liga, die Mannschaft gilt in der Eastern Conference neben den Orlando Magic als Kandidat für den Einzug ins NBA-Finale. Im Westen sind dies neben den Los Angeles Lakers auch die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki, der mal wieder seine fast letzte Chance nutzen möchte, endlich einen Titel zu gewinnen.
Für O'Neal wäre eine Finalserie gegen die Los Angeles Lakers und deren Superstar Kobe Bryant der passende Abschluss. Innerhalb seiner Mannschaft gibt er den bereitwilligen Helfer - und doch würde er am Ende seiner Karriere gerne auf mehr Titel verweisen können als Bryant. Derzeit haben beide je vier Meisterschafen gewonnen, drei davon gemeinsam. "Ich will diesen Titel, ich bin mehr als entschlossen", sagt O'Neal..."

Bildstrecke: NBA: Playoff-Vorschau: Nowitzkis nächster Versuch  

Doch es gibt natürlich nicht nur die NBA, auch hier in Deutschland schmettern hoch-talentierte Spieler die Basketbälle Richtung Netz. Und auch hier gab es hart umkämpfte Play-Offs:

Basketball-Kommentar: Schleppender Wandel
 Von Anno Hecker/FAZ-NET

"...
Und wo haben die Deutschen bei diesem Pokalfinale des deutschen Spitzenbasketballs in Frankfurt gespielt? Ja, diese Frage muss kommen, immer wieder. So lange, bis sie sich erübrigt. Warum? Weil von der Antwort abhängt, ob und wann der Basketball, zweifellos ein Weltsport, auch in diesem Lande nicht nur von Durchreisenden gespielt, geprägt, beherrscht wird. Das Dauerthema mag selbst die engagiertesten Manager dieser Sportart nerven. Aber am Wochenende kam man kaum an dieser Thematik vorbei. In Frankfurt inszenierten die Profis der Basketball-Bundesliga ein bisweilen mitreißendes (Göttingen) und spannednes Spiel (Bamberg/Frankfurt). Aber mehr oder weniger ohne deutsche Beteiligung. Misst man Spielzeitanteile sowie Einfluss der Profis auf das Geschehen zwischen und unter den Körben, dann kommt man an einem Urteil nicht vorbei: Das Turnier war eine weitgehend inneramerikanische Veranstaltung auf deutschem Boden..."
Basketball-Nachwuchs: Talente ohne Chance 
 Von Anno Hecker, Mannheim /FAZ-NET
"...Und die Gründe mancher Trainerkollegen, deutsche Spieler zu verschmähen, für „vorgeschoben“. „Man sieht ja, dass wir genügend Talente haben. An der Qualität liegt es nicht. Eher an der Bereitschaft, sie spielen, sie auch mal Fehler machen zu lassen.“ Das setzt langfristige Konzepte voraus. In einer kurzatmigen Welt, von der die BBL, wie die Praxis mit Dreimonats-Verträgen belegt, längst erfasst ist, setzen viele Trainer aber lieber auf fertig ausgebildete Amerikaner. Mit dem Segen der Klubmanager. Profis, die heute kommen und morgen gehen, die zwar gut spielen, der Liga aber kein Gesicht geben, sind für 3.000 bis 4.000 Dollar pro Saison zu haben. Ein vergleichbarer Deutscher kostet das Doppelte. Weil sie so rar sind. Weil das System diese Preise stabilisiert.Zweifellos hat sich die BBL bewegt. Mit der Einrichtung der Nachwuchsligen JBBL und NBBL, berichteten Landestrainer in Mannheim, steigen Qualität und Quantität deutscher Spieler. Nachdem Bundestrainer Dirk Bauermann mit dem starken Auftritt einer „Jugendgruppe“ bei der EM im vergangenen Jahr verblüffte, scheint die Botschaft auch in der Bundesliga auf Resonanz gestoßen zu sein. Immerhin haben sich die Einsatzzeiten der U-24-Spieler, jeder Klub erhält aus dem Nachwuchsfonds der BBL eine Spielminutenprämie, verglichen mit dem Vorjahr, von rund 4.800 auf 8..480 Minuten fast verdoppelt.Jungnationalspieler wie unter anderen Robin Benzing (Ulm), Tim Ohlbrecht (Bonn) oder Tibor Pleiß (Bamberg) werden nun kontinuierlich zu Stützen ihrer Teams aufgebaut. Trotzdem stehen die Spieler der U 18 schon bald vor einer Lebensentscheidung, die in kaum einem Land Europas mit einer vergleichbaren Sportkultur so schwierig ist: Für erstklassigen Basketball oder für einen bürgerlichen Beruf? „Ich fürchte, wir werden einige dieser Jungen nicht integrieren, obwohl sie das Potential haben“, sagt Koch: „Das darf eigentlich nicht wahr sein.“
Basketball: Auf die sanfte Tour 

Frankfurt Skyliners: Siegen und fliegen
Basketball: Skyliners Frankfurt: Trennung statt Titel 
Basketball: „Da kann sich ja jeder seinen Teil denken“


Eurocup: Heilen und träumen  
von Helen Ruwald / der Tagesspiegel

"Alba geht angeschlagen ins Final Four des Eurocups. Es wird eines der wichtigsten Spiele der Vereinsgeschichte sein....Die Mannschaft zahle nun Tribut dafür, dass sie noch in zwei Wettbewerben vertreten sei und ständig spielen müsse. „Wir haben mit ein paar Problemen zu kämpfen“, gab der Trainer zu. Derrick Byars, zuletzt einer der besten Berliner, behinderten am Sonntag Rückenprobleme: Er brachte den Ball bei neun Wurfversuchen aus dem Feld kein einziges Mal im Korb unter. Blagota Sekulic hingegen ließ sich von Oberschenkelbeschwerden nicht stoppen und war mit 19 Punkten Topscorer..." 
Basketball: Alba Berlin stürmt ins Europacup-Finale 
Alba geht als Zweiter in die Play-offs 



Alba Berlin: Auftauchen und doch entkommen
Von Michael Reinsch, Berlin / FAZ-NET 
"Der Einzug in das „Final Four“, das europäische Finalturnier an diesem Wochenende in Vitoria, erscheint manchem Berliner Basketballfreund als so etwas wie die Olympiaqualifikation: Alba hat es unter die Besten Europas geschafft. Damit ist der Klub international so erfolgreich wie seit fünfzehn Jahren nicht mehr, als er den Korac-Pokal gewann. Allerdings spielt er in Spanien um den EuroCup. Das ist aller Ehren wert, aber nicht allererste Sahne.
Luka Pavicevic wäre der Letzte, der das bestritte. „Ich bin in Berlin für Kontinuität angetreten“, sagt der Trainer des Tabellenführers der Basketball-Bundesliga. „Wenn wir die Mannschaft der vergangenen Saison hätten beisammenhalten können und nicht nur ihren Kern, stünden wir jetzt im Final Four der EuroLeague.“..."
Dann eben mit dem Bus zum Halbfinale
Alba Berlin: Bissig ins Finale
Basketball: Alba verliert Eurocup-Finale
"Es war einfach ein schlimmer Abend für uns" 
Alba steigt aus


Alba zwischen Trauer und Stolz
von Lars Spannagel

"...Für den ganz großen Erfolg hat es für Alba nicht gereicht an diesem Sonntagabend, die 44:67 (22:36)-Finalniederlage gegen den spanischen Tabellenvierten Valencia BC war eine klare Angelegenheit. Das gesamte Spiel über erschrecken die Spanier Alba mit unbarmherziger Verteidigung, kein Berliner erzielt an diesem Abend mehr als neun Punkte. Vorbei an baskischen Polizisten, die ihre Gesichter mit schwarzen Stoffmasken gespenstisch verhüllt haben, ziehen sich die Alba-Spieler in die Kabine zurück. Der Jubel der spanischen Spieler, die wie von Sinnen Sekt durch die Katakomben der Halle spritzen, dringt dumpf durch die geschlossene Tür. Albas Flügelspieler Derrick Byars starrt auf die Silbermedaille in seiner Hand, die meisten seiner Mitspieler haben sie längst abgenommen. „Alle haben mit viel Herz gespielt“, sagt Byars. „Deswegen ist es auch besonders schwer, den zweiten Platz zu akzeptieren.“ Byars ist genauso wie Jenkins und Sekulic angeschlagen in das Wochenende gegangen, Immanuel McElroy hat das Halbfinale nur mit Wadenkrämpfen durchgestanden. Jetzt wollen alle nur noch unter die Dusche und raus aus der Halle..."

Foto: Shaquille O'Neal  2009/Keith Allison/ Creative Commons Attribution ShareAlike 2.0/Wikimedia Commons

Sonntag, 11. April 2010

sports: What's up?!

 Foto: Michael Jordan, US-Kult-Basketballer und jetzt auch Clubbesitzer, 2006 / Joshua Massel, Original Flickr Source/Creative Commens License 2.0/Wikimedia Commons

Keine Frage: Die Welt blickt an diesem Wochenende nach Augusta/Georgia, wo Tiger Woods allen zeigen will, dass er immer noch der bester Golfer der Welt ist. Und da dieser Sport nicht nur mit sehr viel Prestige sondern auch mit ganz viel Sponoren-Geld daherkommt, scheint Tigers Rechnung auch aufzugehen: "America, please,please take me back!" - und: Amerika hat ihm vergeben!


Golf Masters in Augusta: Glänzender Start von Tiger Woods
Tiger's Return: Still the Master of His Golf Game 
FAZ.NET-Golfkolumne: Des Tigers neuer Respekt vor dem Spiel
US Masters in Augusta: Woods mit starker Auftaktrunde
Woods zeigt wieder Golf erster Güte
Nike, Tiger Woods and the Saddest Ad of All Time
Tiger Woods: Zurück im Klub 
Woods-Comeback in Augusta: Tausende bestaunen Sex-Golfer bei “Masters”-Training
Golfkolumne: Gewinnen hat für Woods eine neue Bedeutung
Comeback nach Sex-Affären: „Tiger“ entschuldigt sich bei den Fans 
Golfprofi Tiger Woods: "Ich war's"
Video | Tiger Woods: "Bin jetzt besserer Mensch" 
Tiger Woods: Reumütig nach Sexsucht-Therapie 
Von den Klatschspalten zurück aufs Green
Comeback nach Affären: Tiger Woods: Rückkehr in Reue
Tiger Woods Talks To Reporters
Tiger Woods: Aus einsamer Höhe
Tiger Woods at the Masters: A Test of Mental Preparation
Vanity-Fair-Bombe über Tiger Woods: Sex in der Küche, Chicken-Wrap für Geliebte
«Woods wird für Augusta bereit sein»
Golfstar gibt TV-Interviews: Tiger Woods: Demut vor dem nächsten Schlag
Tiger Woods ist zurück
Woods bei Masters in alter Form, doch Sex-Skandale überschatten weiter Comeback
Golf-Masters in Augusta: Tiger Woods in Lauerstellung  
US-Masters: Golfstar Tiger Woods mischt vorne mit 
Golf-Masters in Augusta: Woods glaubt an seine Chance
 Von Wolfgang Scheffler, Augusta  / FAZ-NET
"...Der Weltranglistenerste Woods ist zwar noch nicht aus dem Rennen. Er rangiert gemeinsam mit dem 39-jährige Koreaner K.J. Choi auf dem dritten Platz. Allerdings beträgt der Rückstand der beiden, die die dritte Runde in 70 Schlägen absolvierten, auf Westwoods schon vier Schläge. Woods erwischte zwar einen glänzenden Start mit Birdies am ersten und dritten Loch, aber danach verzog er einige Abschläge und zeigte beim Putten ungewohnte Schwächen. „Ich habe den ganzen Tag gekämpft. Schon beim Aufwärmen habe ich mich nicht wohl gefühlt. Es war reine Mühsal, ein harter Tag“, sagte Woods, der sich sofort auf die Driving Range und das Übungsgrün begab, um seinen Schwung und das Feingefühl beim Putten wieder zu finden.
Woods wäre nicht Woods, wenn er nicht glauben würde, das Blatt noch wenden zu können: „Ich liege vier Schläge zurück. Ich habe eine Chance.“ Die Statistik sprach freilich gegen den fünften Sieg von Woods beim Masters. Alle seine bisherigen 14 Major-Siege hatte er gefeiert, wenn er nach drei Runden in Führung lag."
Anfang des Monats schaute die Box-Welt nach London und auf den Briten David Haye, der zum ersten mal seinen Schwergewichts-Weltmeistertitel verteidigen musste, gegen John Ruiz:


Boxen: David Haye: Der Herr des Rings
Von Jürgen Schmieder/sueddeutsche.de

"...Am Nachmittag noch hatte Haye das Fußballspiel zwischen Manchester United und dem FC Chelsea besucht und den Zuschauern seinen WM-Gürtel des Verbandes WBA präsentiert. Dann fuhr er hinüber zur MEN-Arena, wo 20.000 Menschen darauf warteten, dass der Brite zum ersten Mal seinen Titel im Schwergewicht verteidigen würde.
Beim Marsch zum Ring trug Haye keinen Mantel mit überdimensionalem Logo eines Sponsors, sondern ein weißes T-Shirt - freundlich winkte er dem Publikum zu. Auf dem Bildschirm wurde sein neuer Spitzname - eigentlich nennt er sich "Hayemaker" - eingeblendet: "Lord of the ring" - der Herr des Rings.
"Ich glaube, den Zuschauern hat der Kampf heute gefallen", sagte Haye nach dem Kampf. "Es hat unglaublich Spaß gemacht, vor so einer beeindruckenden Kulisse zu kämpfen. Ruiz hat tolle Moral bewiesen und ist immer wieder aufgestanden - er hat wirklich eine Menge einstecken müssen. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung."..."


Für den Basketballer Rashad Wright kommt die große Stunde der Bewährung erst an diesem  Mittwoch, wenn er mit Alba Berlin um 19 Uhr 45 in der Berliner O2-Arena gegen Hapoel Jerusalem antritt im Viertelfinalspiel des Eurocap:


Alba Berlin: Wright hat immer das Ganze im Auge
Von Michael Reinsch, Berlin /FAZ-NET
"Für dieses Spiel hat Rashad Wright buchstäblich ein Auge riskiert. Mit einem Erfolg bei Joventud Badalona sicherte sich Alba Berlin vor drei Wochen den Gruppensieg und die Viertelfinalspiele im Eurocup. Mehr als 14.000 Zuschauer werden an diesem Mittwochabend in der O2 World von Berlin zur Partie gegen Hapoel Jerusalem (19.45 Uhr) erwartet. Doch beinahe wäre für Wright, den amerikanischen Aufbauspieler der Berliner, in Spanien schon Schluss gewesen mit der Saison. Sein Gegenspieler fuhr ihm bei einer Abwehr mit dem Finger tief ins rechte Auge. „Den Schmerz habe ich nur in dem Moment gespürt“, erinnert sich Wright. „Aber als die Ärztin mir am nächsten Tag sagte, dass sich die Netzhaut ablösen könnte, da fühlte sich das merkwürdig an. Ich hätte mein Augenlicht verlieren, ich hätte für den Rest der Saison ausfallen können. Ich hatte wirklich Angst.“...
Zum ersten Mal, seit er Amerika verlassen hat, verlängerte Wright seinen Vertrag in Berlin. „Ich hatte das Gefühl, dass wir in der vergangenen Saison etwas verpasst haben“, sagt er über die verlorene deutsche Meisterschaft. „Da die Mannschaft weitgehend zusammengeblieben ist, war mir die Chance, es in diesem Jahr zu schaffen, lieber, als irgendwo anders mehr Geld zu verdienen.“ Von der NBA träumt er dabei nicht. „Ich will spielen, nicht auf der Bank sitzen“, sagt er. Seit zwei Jahren bietet er sich deshalb nicht mehr in der Sommerliga den Scouts der großen Klubs an, sondern schöpft Kraft für die Herausforderungen in Europa.
Mag sein, dass die amerikanischen Experten nicht zu schätzen wissen, wie Wright sein Team stärkt, statt individuell zu glänzen. Auf knapp neun Punkte kommt er im Schnitt pro Spiel, doch wichtiger sind seine Übersicht und seine Pässe, von denen im Schnitt 3,4 pro Spiel zu Treffern führen. „Wir haben einige, die in anderen Teams die Hauptrolle spielen würden“, sagt er. „Hier ordnet sich jeder ein und unterstützt die anderen. Mein Job und der von Steffen Hamann ist es, die Mannschaft zu lenken.“ Wenn es sein muss, wie am Samstag beim 63:61 gegen Quakenbrück, steuert er auch mal fünfzehn Punkte bei. Besonders süß dürfte dabei der Jubel geklungen haben, als er den früheren Berliner Publikumsliebling Hollis Price ausspielte..."

Basketball ist auch das Spiel von Derrick Allen, der für die Frankfurt Skyliners auf dem Feld steht. Leonhard Kazda stellt "das Rennpferd der Skyliners" in einem interessanten Porträt vor:



Derrick Allen: Weil ich es will
 Von Leonhard Kazda, Frankfurt / FAZ-NET

"...Zuerst kommt bei Allen immer die Mannschaft - eine für amerikanische Profis typische Haltung, die sich manchmal allerdings nur als Floskel erweist. Bei Allen ist das anders. Er ist ein Dauerläufer, einer, der nie aufgibt. Er ist kaum zu bremsen in seinem schier unermüdlichen Streben nach sportlichem Erfolg. Und nur sich selbst hat er dabei so gut wie nie im Blick.Von Verletzungen ist er bislang weitgehend verschont geblieben. Kleinere Blessuren steckt er meist weg, ohne groß darüber zu reden. Er ist also ein Profi ganz nach dem Geschmack von Trainer Didin, der Allen einmal als „das Rennpferd der Skyliners“ bezeichnet hat. Laute Töne sind dem stillen Mann aus Alabama fremd. Er sei manchmal unnötig emotional, sagt Didin über Allen und meint damit vor allem die Tatsache, dass sich der Power Forward über missglückte Aktionen mehr ärgert, als dies andere tun.Den Ärger aber lässt der Amerikaner selten heraus. Meist sind seine Gefühle nur an seinen knappen, harten Gesten und einem bitteren Gesichtsausdruck zu erkennen, der untypisch für ihn ist. Seit sechs Jahren lebt Allen in Deutschland. Er hat zwei Jahre in Karlsruhe und eines in Leverkusen gespielt, bevor er 2007 nach Frankfurt kam. Seine erste Station außerhalb der Vereinigten Staaten war Island. Kalt sei es da gewesen, sagt Allen, „aber ich hatte da eine gute Zeit.“ Dass der Korbjäger gerne Fußballspiele sieht, hat etwas mit seiner Jugend zu tun, in der er alles Mögliche an Sport gemacht habe, aber hauptsächlich eines: Soccer. In Leverkusen sei er oft im Stadion gewesen, erzählt Allen; zu einem Spiel der Frankfurter Eintracht habe er es in den drei Jahren am Main aber noch nicht geschafft.
Erst mit 15 Jahren hat er mit dem Basketball angefangen. In Gadsten in Alabama ist er aufgewachsen, einer Stadt mit etwa 100.000 Einwohnern. Viel Stahlindustrie gebe es dort, sagt Allen, dessen Vater sein Geld als Stahlarbeiter verdient hat. Jeden Sommer, wenn die Bundesligasaison vorüber ist, kehrt Allen in seine Heimatstadt zurück und besucht seine Mutter. Wer glaubt, er würde sich da auf eine Veranda zurückziehen und sich in einem Schaukelstuhl zurücklehnen, um Mamas selbstgemachte Limonade zu schlürfen, irrt. Der Amerikaner ist Basketballprofi durch und durch - und deshalb tut er in der spielfreien Zeit das, was er sonst auch macht: trainieren. Fast jeden Tag fahre er dann in die fast zwei Autostunden entfernte, im benachbarten Bundesstaat Georgia liegende Metropole Atlanta, um dort zusammen mit Profis wie dem Berliner Julius Jenkins oder Brandon Brooks und Kevin Lyde von den Eisbären Bremerhaven mit einen gemeinsamen Trainer Basketball zu üben. Immer noch ein bisschen besser, immer noch ein wenig mehr - das ist die Arbeitsweise von Derrick Allen. „Talent ist Voraussetzung“, sagt Sportdirektor Novak, „aber ab einem gewissen Level geht es eben nur noch mit harter Arbeit.“ Und dieses Level ist bei Allen hoch. Das gilt auch für den Aufwand, den der Amerikaner betreibt, als gäbe es nichts Selbstverständlicheres auf der Welt. „Nein“, antwortet er verwundert auf die Frage nach seinem Antrieb. „Ich muss das nicht tun. Ich will es.“..."
Was Basketball wirklich sein kann, das weiß keiner besser als Ball-Legende Michael Jordan. Kein Wunder, dass er für diesen Sport weiterhin zu allem bereit ist:

Michael Jordan: Chef für 275 Millionen Dollar
Von Jürgen Kalwa, New York / FAZ-NET

"Nichts kann das sportliche Schicksal einer Basketballmannschaft derart radikal wenden wie die Verpflichtung eines Nachwuchsspielers mit außergewöhnlichen Talenten. Wenn das jemand versteht, dann Michael Jordan. Der wurde 1984 von den Chicago Bulls verpflichtet, als sie im Tabellenkeller der NBA logierten. Nur wenige Jahre später waren sie das dominierende Team. „Air Jordan“ wurde zu einem Überflieger mit Werbeverträgen, die ihm noch heute rund 30 Millionen Dollar pro anno einbringen.
Andere würden sich nach einer solchen Karriere bequem zur Ruhe setzen. Aber Jordan, berühmt für seine teuren Ausflüge ins Casino und hohen Wettverluste beim Spiel auf dem Golfplatz, kommt vom Basketball nicht los. Vor ein paar Wochen pumpte er 275 Millionen Dollar in die Charlotte Bobcats in seinem Heimatstaat North Carolina und übernahm damit die volle Verantwortung für den Klub, an dem er vorher nur einen kleinen Anteil gehalten hatte. „Ich will, dass die Stadt erlebt, was Gewinnen heißt“, sagte er bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Kauf...."
Michael Jordan – Wikipedia 


NEWS

Venus Willams unterstreicht Topform 

Semenyas Anwälte drohen mit Klage
Der Fall Semenya: "Es muss endlich eine Lösung her"

Semenya weiterhin nur Zuschauerin

Und wenige Wochen vor der WM in Südafrika wollen wir auch noch einen deutschen Nationalspieler besser kennenlernen, der in Brasilien geboren wurde und auch dort aufgewachsen ist:

Cacau im Gespräch: „Weltmeister mit Deutschland? Warum nicht!“  


"Seit Cacau 2003 von Nürnberg nach Stuttgart wechselte, ging es für ihn beständig bergauf. Mittlerweile hat der gebürtige Brasilianer sogar den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft geschafft. Im F.A.S.-Interview spricht er über brasilianisches Blut, Armut und Wohlstand, seinen Glauben und die Gefahren des Aufstiegs:

Viele Ihrer Kollegen, Spieler, die aus Brasilien kommen, leben in der Fußball-Bundesliga wie im Exil. Deutschland ist für sie eine große Fabrik, sie bleiben unter sich, lernen die Sprache nicht. Sie hingegen sprechen perfekt Deutsch, haben seit letztem Jahr einen deutschen Pass, sind mit Ihrer Familie völlig integriert. Warum hat sich das bei Ihnen in diese Richtung entwickelt? 

Ich hätte mich vielleicht auch anders entwickelt, wenn ich niemanden gehabt hätte, der mir gesagt hat, dass das wichtig ist. Der Freund, der mich nach Deutschland geholt hat, Osmar de Oliveira, der auch heute noch mein Berater ist, hat gesagt: Wenn du die Sprache nicht kannst, wirst du scheitern. So war die Sprache für mich von Anfang an das Wichtigste. Und ich wollte auch die Kultur verstehen, und man kann die Kultur eines Landes nicht ohne seine Sprache verstehen.....

...Sie sind mit 18 nach Deutschland gekommen. Brasilien ist das Land Ihrer Kindheit. Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Ich bin noch sehr mit Brasilien verbunden. Meine Mutter lebt dort, meine Brüder, die Verbundenheit ist groß, es fließt brasilianisches Blut in mir, und das wird auch immer so bleiben. An meine Kindheit habe ich sehr gute Erinnerungen. Ich habe sie genossen, habe viel gespielt und Spaß gehabt.

Es ist nicht so, dass Armut und Verzicht Ihre Erinnerungen bestimmen?

Nein, das andere überwiegt. Wir haben auch sehr viel gelitten als Familie. Meine Mutter hat als Putzfrau gearbeitet und musste alleine für uns sorgen. Mein Vater hatte uns verlassen, hatte Alkoholprobleme, heute geht es ihm besser, wir haben wieder Kontakt zueinander. Ja, die schweren Zeiten, das sind auch Erinnerungen, die ich mitgenommen habe, aber ich nehme sie eher als Lehre, die mir zeigt, dass ich das, was ich heute habe, genießen kann. Und dass ich nicht verzweifle, wenn etwas schiefläuft....

...Wenn Sie schauen, was ein Fußballstar heute verdient und was arme Menschen in Brasilien oder auch in Deutschland zur Verfügung haben, was denken Sie da?

Am Anfang habe ich mir Vorwürfe gemacht. Warum habe ich so viel, warum haben andere so wenig? Aber heute sehe ich das als Geschenk. Ich glaube fest daran, dass Gott mir diese Möglichkeit gegeben hat, und ich gehe auch ganz normal damit um. Ich weiß, dass es vielen Leuten schlechtgeht, und ich weiß das besser als die meisten, weil ich von der anderen Seite komme. Ich kenne beide Seiten, Armut und Wohlstand, ich kann beide Seiten verstehen. Ich versuche, ein Gleichgewicht zu finden für mich. Ich weiß, dass ich so leben kann wie jetzt, aber ich weiß auch, dass ich anders leben kann.

Die üblichen Accessoires von sozialen Aufsteigern im Fußball sucht man bei Ihnen vergebens: keine Sportwagen, keine teure Uhren, keine Goldketten. Sie stellen Luxus nicht zur Schau, das ist ungewöhnlich.

Es gibt viele, die sich in dieser Situation nicht zurechtfinden, die gar nichts hatten und auf einmal, wenn sie plötzlich viel haben, möglichst viel ausgeben, um einfach zu zeigen, jetzt hab ich was. Ich hatte das Glück, immer gute Berater zu haben, meine Mutter hat mich gut erzogen, ich bin immer in einem Umfeld aufgewachsen, wo die Leute mich gewarnt haben vor dieser Gefahr. Die Gefahr war da, sie ist immer noch da. Aber es ist die Frage, wie man mit ihr umgeht. Wenn man auf die richtigen Menschen hört, hat man es einfacher....

...Sie engagieren sich für die Kindersuchthilfe. Was hat es mit diesem Projekt auf sich?

Das ist eine Stiftung, die Kindern hilft, deren Eltern alkoholabhängig sind. Das hat mich sehr angesprochen, denn das ist genau das, was ich selbst erlebt habe. Ich möchte den Kindern helfen, dass ihre soziale Situation nicht das Ende für sie ist, sondern ein Anfang sein kann. Ich arbeite gern mit Kindern, und wenn das von jemandem kommt, der bekannt ist und der das alles auch schon erlebt hat, dann ist das, glaube ich, sehr authentisch. Ich kann diesen Kindern mit meiner Geschichte und meinen Erfahrungen helfen. Deshalb bin ich Repräsentant dieser Stiftung geworden.

Welche sportlichen Träume haben Sie?

Bei der WM in Südafrika dabei zu sein, das ist ein Traum, der zu realisieren ist. Und dort auch eine wichtige Rolle zu spielen. Und warum sollte ich mit Deutschland nicht auch Weltmeister werden?..."
Das Gespräch führte Michael Eder.


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