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Sonntag, 6. Februar 2011

BLACK COMMUNITY REPORT (1)

Reverend Dr. Kevin M. Turman is a native of Akron, Ohio and the 23rd pastor of Second Baptist Church of Detroit./Oldest African-American Church In Michigan Celebrates 175th Anniversary | News One

An diesem Sonntag konnte eine ganz besondere Kirche in Michigan ein herausragendes Jubiläum feiern: seit 175 Jahren besteht die Second Baptist Church of Detroit – und ist damit die älteste Schwarze Kirchengemeinde im US-Bundesstaat. 

Second Baptist Church ( Detroit , Michigan) - Wikipedia, the free ...

Gegründet im Jahre 1836, war sie damals Sklaven behilflich auf ihrer Flucht aus dem Süden in ein neues Leben. Die Gemeindemitglieder engagierten sich später zu Zeiten Martin Luther Kings jr. auch in der Bürgerrechtsbewegung und auch heute noch bemüht man sich unter dem Dach der Gemeinde um Gerechtigkeit und soziale Unterstützung für jedermann.
The brothers of Kappa Alphi Psi Fraternity, Incorporated pose with their canes during the 2010 Howard University Step Show. (Photo: Olajumoke Obayanju, Howard University Hilltop Newspaper)/Kappa Alpha Psi celebrates 100 years of achievement

Der Gerechtigkeit, der Hilfe für Menschen und der gegenseitigen Unterstützung hat sich seit vielen Jahren auch eine andere Schwarze Gemeinschaft verschrieben, die vor kurzem ihren 100. Geburtstag feiern konnte: Die Bruderschaft von Kappa Alpha Psi wurde von Schwarzen Studenten der University of Indiana in Bloomington im Jahre 1911 gegründet und hatte von Beginn an mit Rassismus sowie viel Hohn und Spott der weißen Kommilitonen zu kämpfen. 
Kappa Alpha Psi Fraternity, Inc.®
Mittlerweile ist die Bruderschaft nicht nur auf Männer und Studenten begrenzt: Bis heute gibt es 150.000 Mitglieder, die sich aktiv oder fördernd für die Zukunft junger Schwarzer Leute engagiert haben. Dazu werden zahlreiche Studienprogramme, Stipendien und Kurse angeboten, um z.B. Black Leadership und kritisches Denken in allen Gesellschaftsschichten zu fördern und für die Black Community nutzbar zu machen. Mit großem Erfolg, denn aus den Reihen der Kappa Alpha Psi  sind bemerkenswerte und einflussreiche Männer und Frauen hervorgegangen.

Fred Rice led the Police Department from 1983 to 1987. (Tribune archive photo / March 2, 1998) /Fred Rice, Chicago's first full-time black police superintendent, dies at 84 - chicagotribune.com

Ein einflussreicher und für viele Schwarze US-Amerikaner wichtiger Mann war seinerzeit auch Fred Rice, der am 10. Januar 2011 im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Er wurde 1983 zum ersten dauerhaft benannten Afro-amerikanischen Polizei-Superintendenten (vom ersten Schwarzen Bürgermeister Chicagos, Mayor Harold Washington) ernannt – für viele Menschen ein Zeichen dafür, dass endlich gerechtere Zeiten anbrachen in den Verwaltungen der großen Städte. 


La MaMa Theater Founder Ellen Stewart Dead at 91
Und auch von zwei prägenden Mitgliedern der Schwarzen Kulturszene muss die Community sich schon Anfang des neuen Jahres verabschieden: Ellen Stewart, Emmy-Preisträgerin und Gründerin des Off-Broadway-Theaters LaMaMa verstarb nach einem langen, der Kunst und den jungen Künstlern gewidmeten, kreativen Leben Anfang Januar im Alter von 91 Jahren. 

Remembering a Courageous Journalist
Nur 68 Jahre alt wurde hingegen der kämpferische Journalist David Hardy, der am 14. Januar einem Herzinfarkt erlag. Er führte in den 1980er Jahren einen schließlich auch erfolgreichen, öffentlichen Kampf gegen die New York Daily News, der diese Zeitung (und alle anderen!) per Gerichtsbeschluss zwang, Reporter und Redakteure Schwarzer Hautfarbe gleichberechtigt einzustellen. Auch sein weiteres Leben lang blieb der gefeierte Journalist ein kämpferischer Mann, der sich stets für die Bürgerrechte stark machte.
Auch der/die älteste US-BürgerIn Schwarzer Hautfarbe – und der/die an siebenter Stelle als weltweit ältester Mensch stehende - ist im Januar im Alter von 113 Jahren in Louisiana verstorben. Mississippi Winn war nicht nur wegen ihres salomonischen Alters eine bemerkenswerte Frau, sie konnte zufrieden auf ein erlebnisreiches Leben zurückblicken - sie war u.a. eines der letzten noch lebenden Kinder von Sklaven -, das auch mehr als ein Jahrhundert Afro-amerikanischer Geschichte ganz im Persönlichen spiegelt.
Mississippi Winn Group: Oldest Living African-American Dies At 113

Zur Schwarzen Geschichte Amerikas gehört wie in jedem Jahr unabdingbar der Februar, denn der ist – mittlerweile nicht nur in USA, sondern weltweit – Black History Month. Vier Wochen lang wird in jedem Jahr wieder versucht,  die wichtigen Ereignisse, die Entwicklungen und die Menschen des Schwarzen Amerika für alle und jeden dort aufzuzeigen und ihre Wichtigkeit für das ganze Gemeinwesen hervorzuheben. Zum Black History Month folgt übrigens demnächst hier ein weiterer, umfassender Artikel, aber hier sind schon mal zwei interessante Artikel zum Status des Schwarzen Amerika 2011
Revisionism reminds us why we need Black History Month

Shirley Chisholm ist in diesem Jahr eine der Persönlichkeiten, an die besonders erinnert wird im Black History Month: Die Schwarze Politikern wagte es als Allererste, sich im Jahre 1972 für die US-Präsidentschaft zu bewerben.
WBW Honors: Shirley Chisolm 

Zur Geschichte des Schwarzen Amerika gehört Dr. Martin Luther King jr. wie kaum ein Anderer. Nachdem noch vor wenigen Wochen sein Geburtstag als allgemeiner US-Feiertag begangen wurde und es Meldungen über einen verhinderte Bombenanschlag auf eine der vielen Ehren-Demonstrationen gab (bislang ist man dem Täter nicht auf die Spur gekommen in Spokane!), machen nun die Kinder des Bürgerrechtlers von sich reden: Seine Tochter Bernice sollte die Nachfolge ihres Vaters bei der einst mächtigen Southern Christian Leadership Conference (SCLC) antreten, ließ aber wissen, dass sie sich in Zukunft lieber auf das spirituelle und kulturelle Erbe ihrer Mutter Coretta konzentrieren will. Die Diskussion darüber verlief sehr kontrovers und die Vereinigung hatte zunächst auch große Schwierigkeiten in diesen Zeiten 
MLK's daughter turns down SCLC
einen würdigen Nachfolger Kings zu finden.

Der Sohn des Pastors, Martin Luther King III, macht ebenfalls Schlagzeilen – allerdings weniger mit christlichen oder bügergerrechtlichen Vereinigungen. Sein größtes Interesse gilt momentan den New York Mets, die er gern käuflich erwerben würde. Auch hierüber war die Aufregung groß in der Black Community ("Living the Dream - Owning a Team?"), denn viele Menschen sehen es seit langem sehr ungern, dass die Kinder der Ikone der Bürgerrechtsbewegung ihr Erbe eher in den schönen, leichten Dingen des Lebens sehen. Ermöglicht wird ihnen das u.a. durch die Tatsache, dass weltweit noch immer unzählige Bücher, Filme, Vorträge, Predigten und Fotos des Vaters (und der Mutter, die das King-Imperium jahrzehntelang pflegte) verkauft werden.

Will the SCLC survive without a King?

Dass Andere durch ihr Erbe da weitaus gehandikapter sind, zeigt ein Report aus Kalifornien, der berichtet, dass dort Schwarze Jugendliche ein Fünf-Mal größeres Risiko haben, Mordopfer zu werden als ihre weißen Altersgenossen. Eine andere Statistik enthüllt, dass Schwarze in den USA für Drogendelikte weitaus häufiger in den Knast kommen als Weiße. Eigentlich keine Überraschung – soviel hat sich seit MLK’s Zeiten vielleicht ja doch nicht geändert… 

Blacks More Likely to Get Jail for Drug Crimes

Ganz sicher Gefängnis – im besten Fall!!! – bedeutete es jedenfalls auch damals schon für jeden Schwarzen Mann, wenn er von einer weißen Frau der Vergewaltigung bezichtigt worden war. Wie gerade jetzt erst wieder geschehen in NYC: Dort behauptetet eine junge Nonne von einem riesigen Schwarzen Unhold bewusstlos geschlagen, verschleppt und vergewaltigt worden zu sein. Die Geschichte klärte sich – diesmal! – Gott sei Dank bald auf, aber Black Americas Männer sind mehr als sauer, weil es doch nicht angehen kann, dass in Fällen wie diesem immer noch nur sie als Vergewaltiger und Brutalos herhalten müssen.
Dieses Bild des Schwarzen Mannes hatte wohl auch die junge Frau vor Augen, die in einem Laden in Rochester/NY überfallen und mit Messern angegriffen wurde. Doch ehe sie sich versah, wurde sie gerettet – von ein paar mutigen Schwarzen Tennageboys, die sich eigentlich dort nur Schokolade hatten kaufen wollen. „Wir konnten doch nicht einfach nur zuschauen“ , sagten die Jungs später in die Videokamera „Es war einfach Zeit, einzugreifen und zu helfen!“

California: Young Black Males Far More Likely to Be Murder Victims

Freitag, 3. Dezember 2010

2010: Black America united against HIV/AIDS and for the people


5 Ways You Can Be Involved On World AIDS Day /Photo: New One for Black America/ Thanks!

War der Welt-AIDS-Tag vor Jahren für Black America noch hauptsächlich ein Tag der tiefen Trauer und der Sorge, so überwiegt 2010 die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Bedrohung, die endlich auch als eine Krankheit wahrgenommen wird. Eine, die jeden treffen kann – auch in der Black Community.

Die Weg hierher war schwierig, nicht nur, weil die Moral (z.B.) in und von den Schwarzen Kirchengemeinden lange Zeit sehr hochgehalten worden war, natürlich auch um dem Zusammenleben in stets gefährdeten Zeiten und Umständen Struktur zu geben. 

Auch die Lebensverhältnisse der Schwarzen in Amerika waren (und sind immer noch) sehr verschieden: Im tiefen Süden der USA lebt es sich schon traditionell völlig anders als in Chicago, New York oder Seattle. Oder auch in "Chocolate-City"/Washington D.C. - auch als HIV-Epidemie-Zentrum bekannt!

Auch Bildung, gutbezahlte Jobs und Karrieren auf der Überholspur haben im neuen Jahrtausend die Kluft zwischen den alt-hergebrachten Schwarzen Familienverbänden und den modernen Singles mit ihren diversen Lebensformen noch größer werden lassen. Doch man hat gelernt, sich gegenseitig mehr zu respektieren und – was viel wichtiger ist – auch aufeinander acht zu geben.  



Sogar Kleinstadtpfarrer in Mississippi leugnen - wie noch vor wenigen Jahren üblich - mittlerweile nicht mehr, dass es überhaupt Schwarze gibt, die homosexuell oder gar HIV Positiv sind. Dafür hat man schon zu viele blutjunge Brüder und Schwestern zu Grabe tragen müssen. 

Empathie zusammen mit Aufklärung ist dann auch der Tenor am World-AIDS-Day 2010 in Black America. Und beeindruckend daran ist, dass sich viele Betroffene nicht mehr verstecken und das eigene Überleben in den Vordergrund ihres Alltags stellen, sondern mittlerweile das Wohlergehen aller in den Mittelpunkt stellen wollen. 

AIDS & Me: Hydeia Broadbent's Story/Photo: Black Voices/ Thanks! Also to all others,not mentioned!

Und sie scheuen sich auch nicht, ihre schmerzlichen Lebenserfahrungen und ihren Mut offen zu zeigen – und mit den anderen in ihrer Community darüber zu sprechen: Da ist die gefeierte Broadway-Schauspielerin, die sich am World-AIDS-Tag daran erinnert, wie es war, als zu Beginn der 1980er Jahre plötzlich KollegInnen hinter der Bühne zusammenbrachen oder gute Freunde über Nacht schwer krank wurden und innerhalb weniger Tage auf mysteriöse und schreckliche Weise starben. 

EXCLUSIVE: AIDS Affects Us All 

Damals, als auch die bösen Stimmen laut wurden überall im Land, als Angst sich breit machte und schließlich Panik, nicht nur in Künstlerkreisen , sondern als auch Eltern - voller Entsetzen - ihre leidenden Kinder sterbend allein ließen. Auch Schwarze und oft tief gläubige Eltern, die Angst hatten, aus ihrer  Gemeinschaft ausgestoßen zu werden.


Dr. Marjorie Hill, Vorsitzende von Amerikas ältester AIDS-Hilfsorganisation (The Gay Men's Health Crisis (GMHC ) weiß, dass sich daran auch heute vielerorts nur bedingt was geändert hat. 
Dr. Marjorie Hill On Sex, Stigma & Shame Surrounding HIV/AIDS /Photo: BV/ Thanks!
In ihrem Artikel berichtet sie über die gesellschafts- und gesundheitspolitische Entwicklung in Bezug auf AIDS und HIV in den USA, erzählt von neuen Wirkstoffen ebenso wie von den modernen „Praktiken“ der Verschleierung, aber auch von der Ansteckungsverhinderung, neuen Entwicklungen  und sicherem Sexualverhalten. 

What New Numbers on HIV/AIDS Mean


Als Roger Chapman vor 31 Jahren die Diagnose AIDS bekam, gab man ihm nicht mehr als ein Jahr Überlebenszeit, denn man wusste noch wenig über diese neue Seuche. Es gab kaum wirksame Medikamente, die auch nur die Schmerzen oder die anderen schweren Beeinträchtigungen hätten lindern können. 
 Living With the Disease 31 Years Later
Trotzdem konnte Chapman in diesem Jahr seinen 58. Geburtstag feiern: Es geht ihm gut mittlerweile (Dank der Forschung und neuer Medikamente). Und er ist heute der Vorzeige-HIV-Patient in Harlem ("client representative on the executive board at Harlem United, a holistic health care center for people with HIV/AIDS in Harlem"). Auf einem Video und in dem Artikel erzählt er über sein (unverhofft langes) Leben mit HIV und in der Schwarzen Community New Yorks.

Dass HIV und AIDS das eigene Leben auch für immer verändern können, wenn man gar nicht infiziert ist, darüber schreibt die junge, Schwarze Autorin Patrice J. Williams, deren Vater 1991 erfuhr, dass er sich angesteckt hatte. Sie war damals 12 Jahre alt und lebte seit Kleinkind-Tagen bei ihm, nachdem die Eltern sich getrennt hatten. 

Losing My Father to AIDS /Photo: The Root/Thanks!
Der Vater – groß und gut aussehend -  hatte immer viele Frauen-Bekanntschaften und Freundinnen gehabt, er genoss sein Leben, so wie es damals (und auch heute noch) viele Männer tun – Schwarze und weiße, in USA und in aller Welt. Bevor Patrice die Leser mitnimmt auf die lange, traurige (16 Jahre dauernde) Abschieds-Reise mit ihrem Vater, erinnert sie sich in ihrem Artikel, wie sie das allererste Mal von AIDS gehört hatte: Acht Jahre alt war sie, damals, als der gefeierte und viel-geliebte Basketball-Star Magic Johnson vor die Weltpresse treten musste, um seine HIV-Infektion und das Aus seiner Karriere bekannt zugeben.

In diesem Jahr nun erhielt Earvin „Magic“ Johnson den nach ihm benannten „World-AIDS-Day-Magic-Award“ verliehen, für sein unermüdliches Engagement gegen die Krankheit und für die betroffenen Menschen - und vor allem für stetige die Aufklärung. 
Magic Johnson Receives 'World AIDS Day Magic Award' /Photo: The Root/Thanks!


Viele Schwarze US-Stars haben sich an ihm ein Vorbild genommen und sich in den letzten Jahren den Kampf gegen die HIV-Bedrohung auf ihre ganz persönlichen Fahnen geschrieben:  
Rapper, Hip-Hopper, Sportler, SchauspielerInnen, Pop-Sängerinnen .

Sie alle  (und noch viele Menschen mehr, überall auf der Welt, besonders auch in Afrika !) setzen sich ein für das Leben jedes Einzelnen - jeder auf seine ganz persönliche Art und Weise.  

Aber alle zusammen auch - und nicht zuletzt - für ein gutes, glückliches und dauerhaftes Überleben der Black Community – ohne HIV und ohne AIDS.   

 AIDS Activist Plans to Row Boat from Africa to NYC to Fight Disease /Photo: The Root/Thanks!

Unicef-Studie: „HIV trifft vor allem Kinder am Rande der Gesellschaft“ - Gesundheit - Gesellschaft - FAZ.NET 


Weltaidstag: Der Traum von einer Generation ohne Aids





Der Text ist weitgehend gelinkt: dahinter befinden sich zahlreiche Artikel aus den BLACK-US-Medien.


Die Links sind auch hier noch einmal zusammengefasst:


Etta's Translationbox: ZUSATZLINKS ZUM ARTIKEL: 2010: Black America united against HIV/AIDS and for the people

Thanks (to everybody concerend) for the photos. All articles (that come with the pics) are mentioned and linked in the text.

Samstag, 14. August 2010

SUMMERTIME: Philadelphia - still very hot and sometimes awful cold!

Foto: Philadelphia skyline with William Penn atop town hall/ Ben Tibbetts, RichardMarcJ on en.wikipedia

Philadelphia hat neben seiner eindrucksvollen Historie als einstige Hauptstadt der USA und Ort der Verkündung der Unabhängigkeitserklärung am 04. July 1776 auch den Beinamen "City of Brotherly Love" - ein Markenzeichen, das mittlerweile viele Gruppierungen für sich reklamieren. 
Auch die Schwarze Bürgerrechtsbewegung, die "Black Panther" und andere Aktivisten und Streetfighter haben in Philadelphia Siege errungen über das weiße Establishment und ebensoviele schwere Wunden davongetragen im endlosen Kampf gegen Rassismus und für die Bürgerrechte:

  • Philadelphia 1964 Race Riot (1964): Rassenunruhen in Nordphiladelphia, gravierende Zerstörungen, Vielzahl von Verletzten. Wichtiger Anstoß für die Bürgerrechtsbewegung
  • Mumia Abu-Jamal (1981): als Mörder des Polizisten Daniel Faulkner verurteilt, weltweite Anteilnahme
  • MOVE (1978, 1985): Anarcho-ökologische Schwarze Bewegung, mehrfach tödliche Auseinandersetzungen mit der Polizei im Umfeld von Hausbesetzungen und -Räumungen
 Philadelphia – Wikipedia

Wenn auch viele Amerikaner glauben, dass es heute vorwiegend ruhig und (touristen-)freundlich zugeht in ihrer beliebten Ostküstenmetropole am Delaware-Fluß, so zeigt nicht nur die hohe Zahl an Schwarzen Mordopfern und die allgemeine Kriminalitätsrate, dass die Vergangenheit noch längst nicht bewältigt ist. Gerade in diesen Tagen konnte man an zwei aktuellen Ereignissen erkennen, dass diese gewalttätige und kalte Zeit von damals durchaus ihre Fortsetzung im Hier und Jetzt findet.


Mumia Abu Jamal ist mehr als andere Journalisten in diesem Fall der kompetente Berichterstatter, denn er war Teil der Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Schwarzen Aktivisten. Sein Schicksal wurde in den Strassen von Philadelphia besiegelt als der damalige Radio-Reporter beschuldigt wurde, einen Polizisten getötet zu haben: Mumia Abu Jamal wurde zum Tode verurteilt - und kämpft bis heute mit weltweiter Unterstützung um ein faires, neues Gerichtsverfahren, bei dem er seine Unschuld endlich beweisen kann.

Harry Belafonte spricht für Mumia Abu Jamal/www.peoplesvideo.org/pvtv_1.htm

Die deutsche Zeitung "Junge Welt" engagiert sich nicht nur seit Jahren in vorbildlicher Weise für den Schwarzen Journalisten und seinen Freiheitskampf, sie gibt ihm auch regelmäßig Gelegenheit, in einer Kolumne seinem Beruf nachzugehen, sein Wissen einzubringen und seine persönliche Erinnerung für alle lebendig zu halten. Die folgenden zwei Artikel von Mumia Abu Jamal sind im Ganzen der "Tageszeitung Junge Welt" entnommen, die sich auch sonst Themen wie Rassismus, Afrika und "Black America" in bemerkenswertem Maße annimmt:

 14.08.2010: Black August (Tageszeitung junge Welt)
BLACK AUGUST

Wenige Tage nach ihrer Haftentlassung starb die Freiheitskämpferin Marilyn Buck

Von Mumia Abu-Jamal
Anfang November 1979 tauchten an vielen Häuserwänden in den USA Parolen auf, die Assata Shakur, einem zu lebenslanger Haft verurteilten Mitglied der Black Panther Party und der im Untergrund agierenden Black Liberation Army, signalisieren sollten, daß ihr Sprung in die Freiheit begrüßt wird und sie an vielen Orten Schutz und Unterstützung findet: »Assata is welcome here!« Am 2. November 1979 war Assata Shakur die Flucht aus dem Frauengefängnis von Clinton im US-Bundesstaat New Jersey geglückt. Nachdem sie schon sieben Jahre Haft von ihrer lebenslangen Freiheitsstrafe verbüßt hatte, war es ihr gelungen, dem Gefängnis mit Hilfe eines aus schwarzen und weißen Revolutionären bestehenden Kommandos durch eine List und ohne Anwendung von Gewalt zu entfliehen.

Foto: Marilyn Buck/ thecahokian.blogspot.com/
Im Rahmen einer langjährigen Repressionswelle des FBI wurde 1985 auch die untergetauchte weiße Antiimperialistin Marilyn Buck verhaftet und unter anderem wegen des Vorwurfs, an Assata Shakurs Befreiung beteiligt gewesen zu sein, angeklagt. Weil zwischenzeitlich offenbar geworden war, daß Assata Shakur als geachtete Repräsentantin der afroamerikanischen Bevölkerung sicher im politischen Asyl in Kuba lebte, rächte sich die US-Justiz an jenen, derer sie habhaft werden konnte. Marilyn Buck wurde zu 80 Jahren Haft verurteilt. Während der Jahrzehnte als politische Gefangene im US-Bundesgefängnissystem fing sie an zu schreiben und verfaßte mehrere Bücher und eine Vielzahl von Gedichten über die Lage ihrer Mitgefangenen, aber auch über andere politische Gefangene und aktive Kämpfer für die Sache der Befreiung der Schwarzen. Aus dem Jahr 2000 stammt ihr Gedicht »Black August« (Schwarzer August), in dem sie über den Monat schreibt, in dem alljährlich der Männer und Frauen aus dem schwarzen Freiheitskampf gedacht wird. Darin heißt es:

»Stell dir vor, du hängst am Rand einer Klippe / 
messerscharfes Gestein schlitzt dir deine Finger auf /
Schließer trampeln dir mit ihren Komißstiefeln deine Finger blutig / und schreien dir hämisch lachend zu: / 
»Laß schon los und krepier! Fahr zur Hölle, krepier endlich!« / Würdest du das aushalten 20 Jahre, 30 Jahre lang? / 
Schon 20 Jahre, 30 Jahre und mehr /
sind tapfere schwarze Brüder begraben /
in US-Konzentrationslagern / 
und sie lassen nicht los / 
sind das schwarze Licht, das in den Folterkammern leuchtet / 
(...) und ihr Widerstand nimmt ständig zu: Black August. /
Nat Turner, Anführer des Sklavenaufstands, hingerichtet: Black August. /
Jonathan und George Jackson starben im Kampf: Black August. / Fred Hampton, Black Panther, African Brotherhood, ermordet: Black August. / 
Kuwasi Balagoon, Nuh Abdul Quyyam, gefangene Krieger, gestorben im Knast: Black August. / 
Harriet Tubman, Sojourner Truth, Ella Baker, Ida B. Wells/ 
Queen Mother Moore – kämpfend gegen den Tod bis zum letzten Atemzug: Black August. / 
Black August: Losung des schwarzen Freiheitskampfs für die Befreiung der Menschheit / 
Schwert zum Zerschlagen der Ketten / 
Licht, das die Kinder aller Nationen in ein Leben in Sicherheit führt. / 
Gedenken wir des Black August / um uns dem ameriKKKanischen Alptraum unseres Lebens zu widersetzen.«

Marilyn Buck wurde am 15. Juli 2010 nach 25 Jahren krank aus der Haft entlassen. Kaum in Freiheit, verstarb die 62jährige nach nur 19 Tagen an den Folgen einer Krebserkrankung, die hinter Gittern nicht angemessen behandelt worden war. Linda Evans, selbst eine frühere langjährige politische Gefangene, gab der Öffentlichkeit bekannt, Marilyn sei am 3. August 2010 »friedlich und im Kreis ihrer Freunde« gestorben. Bis zum Schluß sei sie von ihrem revolutionären Geist beseelt gewesen.

Marilyn Buck mußte so viele Jahre in Haft zubringen, weil sie den schwarzen Befreiungskampf unterstützt hatte, was sie für das weiße Amerika zu einer »Verräterin« machte, für die es keine Gnade gibt. Wie der weiße Farmer und Gegner der Sklaverei John Brown vor dem amerikanischen Bürgerkrieg für seine schwarzen Brüder und Schwestern kämpfte und dafür 1859 gehenkt wurde, so kämpfte auch Marilyn Buck für die, die in Unfreiheit leben.
Übersetzung: Jürgen Heiser
Marilyn Buck - encyclopedia article about Marilyn Buck.

Foto: The Philly Bombings/News One for Black America/

 
 Keine Frage der Zeit (Tageszeitung junge Welt/31.07.2010)

KEINE FRAGE DER ZEIT

Warum ein Gericht in der US-Stadt Philadelphia einen Bombenabwurf von 1985 nicht verfolgt

Von Mumia Abu-Jamal
Vor kurzem haben Mitglieder der antirassistischen Organisation Move in Philadelphia bei Gericht eine Mordanklage gegen Beamte der Stadt eingereicht. Der zuständige Staatsanwalt beantragte deren Niederschlagung und verwies dabei auf den langen Zeitraum, der seit den Ereignissen verstrichen sei, nämlich 25 Jahre.

Am 13. Mai 1985 hatte die Polizei von Philadelphia auf Anordnung von Bürgermeister W. Wilson Goode eine Bombe aus einem Hubschrauber auf das damalige Move-Hauptquartier in West-Philadelphia abwerfen lassen. Elf Angehörige der darin lebenden Kommune, darunter fünf Kinder, kamen in der Feuersbrunst um. Diese zerstörte nicht nur das Move-Gebäude völlig, sondern griff auch auf 61 Nachbarhäuser über und machte 250 Menschen obdachlos.


Der Vorsitzende Richter Frank Palumbo schloß sich nun der Argumentation der Staatsanwaltschaft an und wies die Klage ab. Dramatisch an dieser Entscheidung ist auch, daß dieselbe Behörde, die hier mit dem »langen Zeitraum« argumentierte, in einem anderen Fall alle Hebel in Bewegung setzte, um einen Mann nach 44 Jahren noch wegen Mordes auf die Anklagebank zu bringen. Dabei hatte der jetzt 74jährige William J. Barnes aus Philadelphia bereits sechzehn Jahre wegen versuchten Mordes an dem Polizeibeamten Walter T. Barclay im Gefängnis gesessen. Er war verurteilt worden, 1966 bei einem gescheiterten Einbruchsversuch auf den Beamten geschossen zu haben. Barclay war seitdem querschnittsgelähmt.

Als er 2007 an einer Blaseninfek­tion verstarb, sah die Staatsanwaltschaft darin eine Spätfolge der 1966 durch William J. Barnes erlittenen Verletzung. Sie ließ deshalb den alten Mann, der in einem Supermarkt arbeitete und an der Temple University und in Haftanstalten Vorträge über seine Abkehr von einem Leben als Straftäter hielt, erneut verhaften und stellte ihn unter Anklage – diesmal wegen Mordes. Die Vehemenz, mit der hier ein fragwürdiges Gerichtsverfahren auch noch nach 44 Jahren betrieben wurde, wird verständlicher, wenn man weiß, daß Druck auf die Staatsanwaltschaft ausgeübt wurde, den »Polizistenmörder« Barnes nicht davonkommen zu lassen. Das geschah durch die ultrakonservative Standesorganisation der Polizei, die Fraternal Order of Police (FOP).

Nach dem Freispruch von Barnes verließ Barclays Schwester Rosalyn Harrison in Begleitung des FOP-Präsidenten John McNesby den Gerichtssaal und beschimpfte den Freigesprochenen mit »Du Bastard!« McNesby nannte den Freispruch »unglücklich« und kündigte an, seine Organisation werde bei der zuständigen Bewährungskommission dafür sorgen, daß Barnes nicht freikäme. Zynischerweise wurde Barnes erst nach seiner Verhaftung im Jahr 2007 dem Vorwurf ausgesetzt, gegen frühere Bewährungsauflagen verstoßen zu haben, weshalb zurückliegende Strafaussetzungen widerrufen worden waren.

An dem Verfahren gegen Barnes wird deutlich, daß es für die Staatsanwaltschaft bei ihren Entscheidungen pro oder kontra Mordanklagen nicht wirklich um Zeitfragen geht. Der Grund, warum die von Move betriebene Mordanklage für Staatsanwaltschaft und Gericht nicht justitiabel war, liegt woanders: Die Täter 1985 waren in ihrer Mehrzahl Polizisten und die Opfer waren Schwarze, mittellos und Mitglieder einer bei den Staatsschützern verhaßten Organisation. Soviel zu dem Leitsatz, vor dem Gesetz seien alle gleich.

Ramona Africa, eine von zwei Überlebenden der mörderischen Polizeiattacke auf das Move-Haus, verbrachte sieben Jahre im Gefängnis. Als sie damals vor Gericht forderte, die Verantwortlichen für den Bombenabwurf auf die Anklagebank zu bringen, erklärte der Staatsanwalt gegenüber den Geschworenen: »Um deren Schicksal werden sich andere Richter und Jurys kümmern«. Das ist 25 Jahre her und einer dieser Richter hat nun entschieden, daß das einfach viel zu lange her ist. Aber auch davon wird Move sich nicht unterkriegen lassen.
Übersetzung: Jürgen Heiser

MOVE Bombing Haunts Philly 25 Years Later 


Philly Neighborhood Still Hurt From Police Bomb That Blew Up 61 Home



Free the MOVE 9/AOL/BV Black Spin

Fotos: Thank you! Dankeschön!
1. Philadelphia skyline with William Penn atop town hall/ Ben Tibbetts, RichardMarcJ on en.wikipedia
2. Foto vom Video Harry Belafonte spricht für Mumia Abu Jamal/www.peoplesvideo.org/pvtv_1.htm
3. Marilyn Buck:  thecahokian.blogspot.com/
4. The Philly Bombings/News One for Black America/
5. Free the MOVE 9/AOL/BV Black Spin
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Freitag, 25. Juni 2010

Encounter: A beerbottle, a young African man and little old me



German version:  FOCUS AFRICA - Nicht nur ein Blick auf die Fußball-WM 2010 (5): ANGRIFF vor ANPFIFF
To wait for the bus on that hot late afternoon I was sitting down on a bench in the little shelter at the downtown busstop. All arround me the commuter-traffic was flooding, everywhere on the streets (here in the middle of the Berlin City). On the cars lots of Germany-flags, small german flags and "Fläckchen" (very small german flags) were tied because in only a few hours the World-Cup-game Ghana against Germany would be kicked off.

Someone had left an empty beer-bottle in the busshelter, standing on the seat next to me. Well, I just hope, that nobody would take me as an old Brandy-sister, I  was thinking, because I was so tired and I felt so exhausted in this shimmering asphalt-heat and with these awfull car-exhaust-odeurs all over the city.

The young Black man came straight towards me on the sidewalk, taking gentle little curves -  to avoid to hit the pedestrians and the streetsigns - pulling up on his bike right in front of me. There he stopped and asked me, if this was my bottle, and I hurried up to denie this. So after all - I  was actually just thinking, beeing a little embaressed, too -this stupid beerbottle does look as if it is related to me!  -  when a bus turned the corner. "No, it's not mine. Sure, you can take it," I said to the young man quickly and than I started for the busstop, only a few steps away. My mind was already set on getting on the bus and on to my next destination.

"No, please, no! ", I heard the young African say, very softly and with a shy little smile on his face. He made a soothing gesture in my direction: "Please, don't worry, I  just want to take the bottle ! " I guess, I must have looked quite stunned at him, because right away I couldn't follow his thoughts at all - and because the bus was just pulling up. "No, I 'm not afraid , I just wanted to see my bus ....!," I  responded quickly - and in this very second I could already sence the impossibility, the enormousness of this moment - but it only took the blink of an eye and it was gone.

During the busride I tried to figgure out what it was that had made this short encounter so very special. I had seen a young African in Berlin who was obviously searching the street-litter-bins for bottles. Lately many people around here are doing so - and it has been quite some time since that were obviously homeless people: little old ladies with very low pensions do it now, neat and tastefully dressed, children do it, who want to buy themselves something special out of the line, and even ordinary middle-class-looking men do it sometimes. They are the ones who do it quickly, sometimes pretending  something has fallen into the trash and they have to search for it now.

Well, as far as I can remember I hadn't seen any Africans doing it yet - but that sure was not the significant point about that special moment. The fact was however, that the young man had been convinced that I had been affraid (of him!) because I did get up real quick, as he had approached  me and that beerbottle. And I wasn't even sure whether he had heard my fast, embarrassed answer. But there was no doubt that whatever else I would have said, it would not have been sufficient anyway . It would have needed time and a real conversation to get close enough for a mutural understanding - beyond fear and beeing concerned or shocked, by whatever.
Yes, I would like to talk to him, this young African man, for he must be a very nice and sensitive person: He had been willing to protect me against my own fears (of him!), me that stranger, that little older German woman.

But only later that night, on my PC - when I learned about the following press-release by the Berlin Police - I truely recognized the full complexity, the total absurdity of this very special moment: It should have been HIM,  who should have been afraid. And it should have been me, who should have given him protection and care.  Or at least who should have been explaining to him why young Africans and other Black people need to be affraid,  even better full of fear in my country (in the middle of bustling Berlin, surrounded this evening by countless people in the subway).  Affraid not only of crazy, violent idiots  - but also of the German police.

But how, as I don't understand it myself?!

 

Press release of the Berlin Police

Input: 23/06/2010 - 12:40 clock

Man insulted and beaten xenophobic

Mid- 1849 #

Yesterday evening two men in Gesundbrunnen insulted an African man xenophobic and then beat him .
Only hours before the forthcoming World Cup preliminary round match between Germany and Ghana took place the two drunken men - aged of 42 and 43 years - made loudly insulting (disparaging) remarks in the underground compartment of the line U8 about Africans and also injured the sedentary 31- year-old man because of his skincolor. When the man wanted to leave the train about 08. 15 p.m. at U -Bahnhof Osloer Strasse,  one of the two jostled, than the perpetrators did beat with fists on him . Afterwards the  two agressors wanted to leave the szene, but then the 31- year-old victim broke a bottle, followed and threatened them. Alerted police calmed the situation and shortly afterwards arrested the 42 - and 43 -year-olds . They were released after an alcohol-bloodtest.  Against them there will be charges because of dangerous injuries and insult.  Against the 31- year-old (victim!), who slightly injured  himself (?!!!) during the attacks, an investigation because of threats was initiated.

My comment:
Own goal and final whistle for Germany !

Mittwoch, 21. April 2010

Society: What's Up?!

Foto: Dr. Dorothy Height 1966/Public Domain/Library of Congress/New York World Telegram and the Sun Newspaper Photograph Collection

Nicht nur das Schwarze Amerika trauert um Dr.Dorothy Height, eine Bürgerrechtlerin der ersten Stunde:


American Hero Dr. Dorothy Height Passes
 by Angel Elliot/AngelElliot's A-List
"Civil rights icon Dr. Dorothy Height passed away this morning at 98. She was the current Chairwoman of the National Council of Negro Women. Height joined the organization in 1944, elected President from 1957 – 1997. She was the recipient of the 2004 Congressional Medal of Honor. She also served as President of Delta Sigma Theta Sorority Inc. from 1946 – 1957.
Height was a social activist and champion of rights for all people, regardless of race, sex, color or creed..."
Dorothy Height: Remembering a Leader and Legend

Get more on her life and work and leave your comments and condolences here.
by The AP/on BET-com-news
"Height, who continued actively speaking out into her 90s, had been at Howard University Hospital for some time.
Remembering the "Godmother": President Obama's Statement
More: BET News' Andre Showell Honors the Trailblazer
Photos: Leaders React to Height's Death
As a teenager, Height marched in New York's Times Square shouting, "Stop the lynching." In the 1950s and 1960s, she was the leading woman helping the Rev. Martin Luther King Jr. and other leading activists orchestrate the civil rights movement.

The late activist C. DeLores Tucker once called Height an icon to all African-American women.
"I call Rosa Parks the mother of the civil rights movement," Tucker said in 1997. "Dorothy Height is the queen."
Height was on the platform at the Lincoln Memorial, sitting only a few feet from King when he gave his famous "I have a dream" speech at the March on Washington in 1963.
"He spoke longer than he was supposed to speak," Height recalled in a 1997 Associated Press interview. But after he was done, it was clear King's speech would echo for generations, she said, "because it gripped everybody."
Height became president of the National Council of Negro Women in 1957 and held the post until 1997, when she was 85. She remained chairman of the group.
"I hope not to work this hard all the rest of my life," she said at the time. "But whether it is the council, whether it is somewhere else, for the rest of my life, I will be working for equality, for justice, to eliminate racism, to build a better life for our families and our children."..."
Click here to learn more about Dr. Height
 by NCNW's Office / The Official Rememberence
"For nearly half a century, Dorothy Irene Height has given leadership to the struggle for equality and human rights for all people. Her life exemplifies her passionate commitment for a just society and her vision of a better world.Dorothy Height was born in Richmond, Virginia March 24, 1912, and educated in public schools in Rankin, Pa, a borough of Pittsburgh, where her family moved when she was four.Height established herself early as a dedicated student with exceptional oratorical skills. After winning a $1,000 scholarship in a national oratorical contest on the United States Constitution, sponsored by the Elks, and a record of scholastic excellence, she attended New York University and earned her bachelor and master's degrees in four years. She did postgraduate work at Columbia University and the New York School of Social Work...."
Farewell to Civil Rights Activist Dorothy Height 
by Jay Newton-Small/Time/Swampland Blog
"...At the height of the struggle for Civil Rights she organized Wednesdays in Mississippi, bringing together white and black women from the North and the South. As Maudine Cooper, president of the Greater Washington Urban League, told The Afro-American Newspapers, Dr. Height "was the only woman amongst the civil rights leaders. I know it was a tough place to be, but she held her own. And she made sure that they not only talked about civil rights, but they also talked about women's rights."
I last glimpsed Dr. Height -- she garnered 36 honorary doctorate degrees over the years – at Barack Obama's inauguration, her purple hat braving the crisp breeze that day. As President Obama tweeted this afternoon, “Today we lost the godmother of the civil rights movement, Dr. Dorothy Height, who devoted her life to those struggling for equality.” Her legacy will surely continue to have an impact for many generations to come...."
Civil Rights Activist Dorothy Height Dies at 98 


Dorothy Height’s Indelible Imprint on Black America  

by Pamela Gentry/Pamela on Politics
"...Height participated and witnessed American history and left built a legacy for future generations.
It’s hard to imagine the political landscape of the early 19th century and present day.  Taft was faced with a tough election in 1912 facing two opponents; unemployment was 4.6 percent and the U.S. population was just over 95 million.
Just imagine, Height was 11 years old when Henry Ford decided to organize the Ford Motor Company in 1903.  In her lifetime she witnessed more than 55 African-Americans elected to Congress, the onslaught of the on-line world and the election of the first African-American president.
What a life!
Often we forget to look back and reflect on how far African-American’s have traveled on their journey in American history.  But that’s not the case with Height.  She has always managed to keep tabs and always with  a keen eye focused  on how to  build on every accomplishment...
...Throughout her life she stood stead fast for equal rights for both African Americans and women, and in 1944 she joined the national staff of the YWCA.   She served as the national president for Delta Sigma Theta Sorority Incorporated from 1946- 1957.  But her longest and most indelible contribution was to the National Council of Negro women where she served president for 40 years.
Height was a trailblazer, and like others born in her generation she was on a mission to make a difference...."

Ein im Vergleich zu dieser großen,alten Lady noch sehr junger Mann aus der US-Rapper-Szene ist ebenfalls gestern gestorben: Rapper Guru erlag mit nur 43 Jahren einem Krebsleiden.  

Rapper Guru Passes; Leaves Letter to Fans
 by Tanu Henry/news you should know
"...As I reflect on Guru’s life and his music, I think about those moments in my life that I punched up with his songs.
I remember two of my favorite Guru songs in particular: “Johnny Was,” the rapper’s posthumous collabo with Reggae great Bob Marley, and the Hip Hop classic “I’m Jazzy.”
Get more on his life and music, find out about the letter he left his fans, and send condolences here."

Rapper Guru mit 43 Jahren gestorben
von wun/Tagesspiegel.de

"...In einem offenen Abschiedsbrief an seine Fans verbittet sich der am Montag an Krebs verstorbene Rapper Guru jegliche postume Vermarktung seines Namens im Zusammenhang mit seinem „Ex-DJ“, zu dem er seit über sieben Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Gemeint ist DJ Premier, mit dem Guru ab Mitte der achtziger Jahre in New York für etwa 15 Jahre eine der einflussreichsten Hip-Hop-Formationen bildete: Gang Starr überwanden mit Premiers knochentrockenen, vom Jazz beeinflussten Beat- und Sample-Architekturen den blechernen Sound der ersten Hip-Hop-Generation, dazu bestach Guru mit einem hypnotischen Flow, der ihn zu einem der bedeutendsten Rapstilisten machte..."
Festgenommen wurde am Wochenende Hollywood-Star Danny Glover. Allerdings hatte er weder seine Frau verprügelt noch verbotene Substanzen zu sich genommen. Glover gehört seit vielen Jahren der Bürgerrechtsbewegung an, für deren Gewerkschafts-Ziele er zunächst auf die Straße und dann in die Gefängniszelle ging:

Danny Glover Arrested in Maryland
by Tanu Henry/news you should know

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"Danny Glover and 11 other activists were arrested on Friday for trespassing while protesting outside the Rockville, Md. headquarters of the food services company Sodexo.
The activist and actor joined others to demonstrate against what they view as the company’s heavy handed approach to dealing with its union employees..." Foto Courtesy of news you should know

Viel Aufregung gab es auch um einen Zeitungsartikel, den ein Afro-Amerikanischer Professor für Religion veröffentlicht hatte. Darin behauptet er, die Kirche der Schwarzen, die viele Jahrzehnte lang Dreh- und Angelpunkt der Schwarzen Familie, der Nachbarschaften  und der Bürgerrechtsbewegung war, sei mittlerweile tot:

The Black Church Is Dead
by Eddie Glaude Jr./The Huffington Post
"Black Church, as we've known it or imagined it, is dead. Of course, many African Americans still go to church. According to the PEW Research Center's Forum on Religion and Public Life, 87 percent of African Americans identify with a religious group and 79 percent say that religion is very important in their lives. But the idea of this venerable institution as central to black life and as a repository for the social and moral conscience of the nation has all but disappeared..." 

Princeton religion professor draws sharp criticisms for his diagnosis
by The Buzz/The Root

"A Princeton professor who suggested that the "black church is dead" has been barraged by criticism, and not just for his arguments. Eddie Glaude, who teaches philosophy of religion has been accused of being an "Ivy League elitist"after a Web posting that "The Black Church is Dead" on Huffington Post.
A New York Times article reported the outrage.
“When I came up with the title, I said, ‘Lord, what am I doing?’ ” Professor Glaude, 41, recalled in a telephone interview this week. “And as I was thinking that, I hit the send key. With the understanding that I would be in the firestorm.”..."

Viel Agression und oft schon Hass schlagen in diesen Tagen den Politikern entgegen in USA.  Sogar die Neo-Nazis gehen geschlossen demonstrieren auf Los Angeles Straßen, die bislang immer nur für Hollywood-Träume von Gleichheit und Schönheit herhalten mussten. Nun scheint die Stunde der Rechten gekommen:

Newsweek: A SURGE OF HATE: Anti-Government Extremists Are On The Rise -- And On The March 
Political Death Threats Mount

Krawalle bei Neonazidemo in Los Angeles
Voralberg online
"Beim Zusammenstoß von Neonazis und Gegendemonstranten sind am Samstag vor dem Rathaus von Los Angeles zwei Menschen verletzt worden.
Nach Angaben der "Los Angeles Times" hatten sich etwa 40 weiße Rassisten dort versammelt. Hunderte von Gegendemonstranten stellten sich ihnen entgegen."
Die Demonstranten hätten die Polizei und die abziehenden Neonazis mit Steinen um Flaschen beworfen. Mindestens fünf Menschen seien festgenommen worden. Die Neonazis hätten bei ihrem Aufmarsch Parolen gegen Immigranten und "Sieg Heil" gerufen."
Jesse James Does The Nazi Salute (PHOTO, VIDEO) 

 NEWS

Police Beating of U of MD Student Caught on Tape 


Va. Gov. Condemns Slavery, Upholds “Confederate History Month”

New York: Lebensmüder springt vom Empire State Building  

Politsatire: Freiheit oder Tod 

Unser letzter Blick geht heute nach Detroit, wo nur noch wenig an die gute, alte Zeit der US-Autoindustrie erinnert. Zuletzt war die gebeutelte Stadt Weihnachten in den weltweiten Schlagzeilen, als ein nigerianischer Al Quaida-Terrorist fast ein Flugzeug über der City hatte abstüzen lassen. Die länger anhaltenden Probleme sind lokalpolitischer Natur - Es geht um den ehemaligen Bürgermeister, der schon seit Jahren nicht aus den Schlagzeilen rauskommt.Für viele Amerikaner aber zeichnet sich mit diesem Mann das Bild vom abgestürzten Schwarzen Emporkömmlig ab.Eben so, wie ihn viele gern sehen, den Schwarzen Mann:

The Mayor Who Won’t Go Away - The Detroit Blog - TIME.com
by  Steven Gray
"...Kilpatrick, of course, was once a rising star in American politics. In 2002, he became Detroit's youngest mayor, at age 31. His flashy suits, diamond-studded earrings and inaugural “club crawls” proclaimed his comfort with being the country's first “hip-hop mayor.” He was a visionary, charismatic leader who built relationships with Michigan's business establishment, helping extend many of the economic development projects launched by his predecessor. He sliced nearly 10,000 people from Detroit's bloated job rolls, and cut property taxes to keep what's left of this city's middle class. But Kilpatrick clearly believed he was above the law. That unfortunate view led to excessive behavior that overshadowed his professional success..."