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Sonntag, 6. Februar 2011

BLACK COMMUNITY REPORT (1)

Reverend Dr. Kevin M. Turman is a native of Akron, Ohio and the 23rd pastor of Second Baptist Church of Detroit./Oldest African-American Church In Michigan Celebrates 175th Anniversary | News One

An diesem Sonntag konnte eine ganz besondere Kirche in Michigan ein herausragendes Jubiläum feiern: seit 175 Jahren besteht die Second Baptist Church of Detroit – und ist damit die älteste Schwarze Kirchengemeinde im US-Bundesstaat. 

Second Baptist Church ( Detroit , Michigan) - Wikipedia, the free ...

Gegründet im Jahre 1836, war sie damals Sklaven behilflich auf ihrer Flucht aus dem Süden in ein neues Leben. Die Gemeindemitglieder engagierten sich später zu Zeiten Martin Luther Kings jr. auch in der Bürgerrechtsbewegung und auch heute noch bemüht man sich unter dem Dach der Gemeinde um Gerechtigkeit und soziale Unterstützung für jedermann.
The brothers of Kappa Alphi Psi Fraternity, Incorporated pose with their canes during the 2010 Howard University Step Show. (Photo: Olajumoke Obayanju, Howard University Hilltop Newspaper)/Kappa Alpha Psi celebrates 100 years of achievement

Der Gerechtigkeit, der Hilfe für Menschen und der gegenseitigen Unterstützung hat sich seit vielen Jahren auch eine andere Schwarze Gemeinschaft verschrieben, die vor kurzem ihren 100. Geburtstag feiern konnte: Die Bruderschaft von Kappa Alpha Psi wurde von Schwarzen Studenten der University of Indiana in Bloomington im Jahre 1911 gegründet und hatte von Beginn an mit Rassismus sowie viel Hohn und Spott der weißen Kommilitonen zu kämpfen. 
Kappa Alpha Psi Fraternity, Inc.®
Mittlerweile ist die Bruderschaft nicht nur auf Männer und Studenten begrenzt: Bis heute gibt es 150.000 Mitglieder, die sich aktiv oder fördernd für die Zukunft junger Schwarzer Leute engagiert haben. Dazu werden zahlreiche Studienprogramme, Stipendien und Kurse angeboten, um z.B. Black Leadership und kritisches Denken in allen Gesellschaftsschichten zu fördern und für die Black Community nutzbar zu machen. Mit großem Erfolg, denn aus den Reihen der Kappa Alpha Psi  sind bemerkenswerte und einflussreiche Männer und Frauen hervorgegangen.

Fred Rice led the Police Department from 1983 to 1987. (Tribune archive photo / March 2, 1998) /Fred Rice, Chicago's first full-time black police superintendent, dies at 84 - chicagotribune.com

Ein einflussreicher und für viele Schwarze US-Amerikaner wichtiger Mann war seinerzeit auch Fred Rice, der am 10. Januar 2011 im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Er wurde 1983 zum ersten dauerhaft benannten Afro-amerikanischen Polizei-Superintendenten (vom ersten Schwarzen Bürgermeister Chicagos, Mayor Harold Washington) ernannt – für viele Menschen ein Zeichen dafür, dass endlich gerechtere Zeiten anbrachen in den Verwaltungen der großen Städte. 


La MaMa Theater Founder Ellen Stewart Dead at 91
Und auch von zwei prägenden Mitgliedern der Schwarzen Kulturszene muss die Community sich schon Anfang des neuen Jahres verabschieden: Ellen Stewart, Emmy-Preisträgerin und Gründerin des Off-Broadway-Theaters LaMaMa verstarb nach einem langen, der Kunst und den jungen Künstlern gewidmeten, kreativen Leben Anfang Januar im Alter von 91 Jahren. 

Remembering a Courageous Journalist
Nur 68 Jahre alt wurde hingegen der kämpferische Journalist David Hardy, der am 14. Januar einem Herzinfarkt erlag. Er führte in den 1980er Jahren einen schließlich auch erfolgreichen, öffentlichen Kampf gegen die New York Daily News, der diese Zeitung (und alle anderen!) per Gerichtsbeschluss zwang, Reporter und Redakteure Schwarzer Hautfarbe gleichberechtigt einzustellen. Auch sein weiteres Leben lang blieb der gefeierte Journalist ein kämpferischer Mann, der sich stets für die Bürgerrechte stark machte.
Auch der/die älteste US-BürgerIn Schwarzer Hautfarbe – und der/die an siebenter Stelle als weltweit ältester Mensch stehende - ist im Januar im Alter von 113 Jahren in Louisiana verstorben. Mississippi Winn war nicht nur wegen ihres salomonischen Alters eine bemerkenswerte Frau, sie konnte zufrieden auf ein erlebnisreiches Leben zurückblicken - sie war u.a. eines der letzten noch lebenden Kinder von Sklaven -, das auch mehr als ein Jahrhundert Afro-amerikanischer Geschichte ganz im Persönlichen spiegelt.
Mississippi Winn Group: Oldest Living African-American Dies At 113

Zur Schwarzen Geschichte Amerikas gehört wie in jedem Jahr unabdingbar der Februar, denn der ist – mittlerweile nicht nur in USA, sondern weltweit – Black History Month. Vier Wochen lang wird in jedem Jahr wieder versucht,  die wichtigen Ereignisse, die Entwicklungen und die Menschen des Schwarzen Amerika für alle und jeden dort aufzuzeigen und ihre Wichtigkeit für das ganze Gemeinwesen hervorzuheben. Zum Black History Month folgt übrigens demnächst hier ein weiterer, umfassender Artikel, aber hier sind schon mal zwei interessante Artikel zum Status des Schwarzen Amerika 2011
Revisionism reminds us why we need Black History Month

Shirley Chisholm ist in diesem Jahr eine der Persönlichkeiten, an die besonders erinnert wird im Black History Month: Die Schwarze Politikern wagte es als Allererste, sich im Jahre 1972 für die US-Präsidentschaft zu bewerben.
WBW Honors: Shirley Chisolm 

Zur Geschichte des Schwarzen Amerika gehört Dr. Martin Luther King jr. wie kaum ein Anderer. Nachdem noch vor wenigen Wochen sein Geburtstag als allgemeiner US-Feiertag begangen wurde und es Meldungen über einen verhinderte Bombenanschlag auf eine der vielen Ehren-Demonstrationen gab (bislang ist man dem Täter nicht auf die Spur gekommen in Spokane!), machen nun die Kinder des Bürgerrechtlers von sich reden: Seine Tochter Bernice sollte die Nachfolge ihres Vaters bei der einst mächtigen Southern Christian Leadership Conference (SCLC) antreten, ließ aber wissen, dass sie sich in Zukunft lieber auf das spirituelle und kulturelle Erbe ihrer Mutter Coretta konzentrieren will. Die Diskussion darüber verlief sehr kontrovers und die Vereinigung hatte zunächst auch große Schwierigkeiten in diesen Zeiten 
MLK's daughter turns down SCLC
einen würdigen Nachfolger Kings zu finden.

Der Sohn des Pastors, Martin Luther King III, macht ebenfalls Schlagzeilen – allerdings weniger mit christlichen oder bügergerrechtlichen Vereinigungen. Sein größtes Interesse gilt momentan den New York Mets, die er gern käuflich erwerben würde. Auch hierüber war die Aufregung groß in der Black Community ("Living the Dream - Owning a Team?"), denn viele Menschen sehen es seit langem sehr ungern, dass die Kinder der Ikone der Bürgerrechtsbewegung ihr Erbe eher in den schönen, leichten Dingen des Lebens sehen. Ermöglicht wird ihnen das u.a. durch die Tatsache, dass weltweit noch immer unzählige Bücher, Filme, Vorträge, Predigten und Fotos des Vaters (und der Mutter, die das King-Imperium jahrzehntelang pflegte) verkauft werden.

Will the SCLC survive without a King?

Dass Andere durch ihr Erbe da weitaus gehandikapter sind, zeigt ein Report aus Kalifornien, der berichtet, dass dort Schwarze Jugendliche ein Fünf-Mal größeres Risiko haben, Mordopfer zu werden als ihre weißen Altersgenossen. Eine andere Statistik enthüllt, dass Schwarze in den USA für Drogendelikte weitaus häufiger in den Knast kommen als Weiße. Eigentlich keine Überraschung – soviel hat sich seit MLK’s Zeiten vielleicht ja doch nicht geändert… 

Blacks More Likely to Get Jail for Drug Crimes

Ganz sicher Gefängnis – im besten Fall!!! – bedeutete es jedenfalls auch damals schon für jeden Schwarzen Mann, wenn er von einer weißen Frau der Vergewaltigung bezichtigt worden war. Wie gerade jetzt erst wieder geschehen in NYC: Dort behauptetet eine junge Nonne von einem riesigen Schwarzen Unhold bewusstlos geschlagen, verschleppt und vergewaltigt worden zu sein. Die Geschichte klärte sich – diesmal! – Gott sei Dank bald auf, aber Black Americas Männer sind mehr als sauer, weil es doch nicht angehen kann, dass in Fällen wie diesem immer noch nur sie als Vergewaltiger und Brutalos herhalten müssen.
Dieses Bild des Schwarzen Mannes hatte wohl auch die junge Frau vor Augen, die in einem Laden in Rochester/NY überfallen und mit Messern angegriffen wurde. Doch ehe sie sich versah, wurde sie gerettet – von ein paar mutigen Schwarzen Tennageboys, die sich eigentlich dort nur Schokolade hatten kaufen wollen. „Wir konnten doch nicht einfach nur zuschauen“ , sagten die Jungs später in die Videokamera „Es war einfach Zeit, einzugreifen und zu helfen!“

California: Young Black Males Far More Likely to Be Murder Victims

Donnerstag, 27. Januar 2011

Attention & Respect

To make understood once again what our work here is about, todays post is dedicated to a man with high standards and so very much engagement for Black America. Brother Field shows in his blogger-column every day what is going on in America with people of Black skin  and why it is concerning everybody everywhere. His Today-column is as clear and simple as can be and needs no advanced English-knowledge or local background-information at all.


Taken from todays "Field Negro", Danke!: field negro: Another one!

Sonntag, 2. Januar 2011

SCHWARZ in Europa (3): Weihnachten im schönen Wien

Vorweihnachtliches Wien/ Foto, Danke!: Global Christmas - Soviel Weihnacht war noch nie

 Mit den besten Wünschen für ein gesundes, friedliches  und erfolgreiches Jahr 2011 begrüße ich Sie hier auch im neuen Jahrzehnt. 

Ihre Etta & Crew

Und damit wir den Blick für das Wesentliche dieses Blogs gleich von Anfang an mit hinüber nehmen in den jungen Januar, wollen wir Sie gleich wissen lassen, wie man Weihnachten im romantischen Wien feiern kann, das ja dafür auch viel erfolgreiche Werbung gemacht hat in aller Welt.

Die Blog-Kollegen vom dokumentationsarchiv und von profil online haben uns aufmerksam gemacht auf eine ganz besondere – Schwarze - Weihnacht 2010 - mitten in Österreichs verlockend weißem Schnee:   

Im Original nachzulesen: • Schwarze Weihnachten • Chronik • profil online
 
Und damit auch wirklich ganz klar ist, dass diese Haltung nicht nur ein „Ausrutscher“ ist im schönen Österreich, hier gleich noch die „Antwort“ im Original:

Artikel und Foto: „Afrikanische Weihnachten“ in Wien « SOS – ÖSTERREICH

Sonntag, 5. Dezember 2010

My dear Sister Michelle, what year do we have this Christmas?

How the Nazis Stole Christmas | Features | Fortean Times /Photo: Alex Tomlinson / Thank you!/

My dear American Sister Michelle,

imagine: A dark and cold night in a well-known and often-visited European town, modern and with no doubt of the new Millennium. Walking home, you can suddenly hear the rhythmic sound of marching boots coming down the main street (at daytime a busy, multi-cultural shopping-area with lots of traffic, buses and subway-train-stations). And the light of torches is suddenly dancing up and down the walls of the quiet, gray houses.

Than another sound hits your ear: loud men-voices, half singing, half hollering. And as you start to understand the words (the melody sounded somehow familiar to you anyway – but that, no, that just can not be…!!!), you freeze dead - feeling for an instant like lot’s wife, who took a forbidden glimpse back into the flaming inferno.

“Die Fahne hoch, die Reihen stolz geschlossen…SA marschiert!!!.“ They are singing it with pride – just like in the movies - no doubt, and with confidence - and they are marching towards the building of the Department of Internal Affairs, just a little down the road…

Now, tell me, Michelle, what do you think - what year do we write?

Sorry, I can’t spare it out, not on you, my American Sister – and not on me, who has been living here all my life: It’s not a cold December-night in 1934, here in Germanys Capital Berlin. It was last night, Friday the 3rd of December 2010.


The note in the news was short this morning, something like:
“…and by the way: A group of Neo-Nazis marched down Alt-Moabit last night, with torches and paroles like “Out with the foreigners!”, singing “SA marschiert” and other songs from the time of the Third Reich…”

Well, if you think, that this is, what’s happening here anyway all the time, I can assure you: No, that is not so!

There is a permanent threat against people that don’t seem to “belong” here, but that is happening much more under the surface. Officially everybody is very concerned about Xenophobia. The politicians never get tired to assure everybody that everything is fine here in Germany. They will make sure, they say, that the society will take care of the very few who – still or again – keep hanging on to the old propaganda and the old times.

And it seems to be true: If someone in Germany lifts up the arm to high or in wrong intentions in the public, if someone yells ”Heil Hitler!” after a beer-full evening, he indeed will be prosecuted. And off course there are demonstrations (also from Nazis - we are a Democracy just like the US, who thought us how...!), but they must be registered ahead and there is always a lot of police, press and anti-demonstrators around.

I wonder what our politicians will say now after that "silent" march last night - maybe nothing at all. They are lucky anyway, because it didn’t happen around the Reichstag-area close to Brandenburg Gate, where there are always tourists, diplomats and people who are (money-wise) concerned about what is happening in good old Berlin. These poor German politicians are so busy nowadays, busy with these new times: like Wikileaks and recent terror-threats to the City. To my hometown Berlin, that is looking so bright with all that snow and the pretty Christmas-illuminations everywhere…

So it is well possible that nobody will have much time to take care of business here in Berlin. Why should anybody care much about a few old-fashioned torches, down the road of the Department of Internal Affairs. Someone mean could say: "That's good old tradition in that area!" And the scene with these singing people on these dark streets did look a little like the Christkindl-Market downtown anyway: simply nice somehow – traditional songs to sing along and many, many old-fashioned real lights... 
How the Nazis Stole Christmas | Features | Fortean Times/Photo: Davd Sutton/Alex Tomlinson /Thanks!

Merry Christmas from one capital to the other, dear Sister Michelle! Enjoy your season with your lovely family, give everybody a big hug from me.
And please: Don’t you all forget
your Sister in Berlin

P.S. I know you all have so nice seasons-habits, too! 
Photo from Frosty the klansman.


Thank you very much to the photographer AlexTomlinson (Fortean Times, UK), the following writers (who tell from their memories), and to the editor and author of Fortean Times, UK, David Sutton. I have looked for the right pictures and stories for hours - and you really got it! Thanks also to Wayne! Have a good Christmastime!

How the Nazis Stole Christmas | Features | Fortean Times


Weihnachten 1934 - Leseratte

Zeitgut Verlag Berlin: Unvergessene Weihnachten/Leseprobe 

Mittwoch, 10. November 2010

FREE, Brother Mumia Abu Jamal - FREE at last???

Mumia Abu-Jamal/Foto : Oscar Grant & Mumia : What is Black life worth in America? DANKE!


Seit 30 Jahren sitzt Mumia Abu Jamal in einem Gefängnis in Pennsylvania, die meisten davon in der Todeszelle. 

Seit gestern nun werden Teile seines Falles wieder vor Gericht gehört - allerdings nicht so, wie es seit langem immer wieder gefordert wird von Mumia, seiner Familie und seinem Anwalt sowie von zahllosen Unterstützern und Sympathisanten rund um die Welt. Sie alle fordern seit Jahren eine komplett neue Verhandlung mit den heute längst widerlegten "Beweisen" der Staatsanwaltschaft. Deshalb fanden am Dienstag auch in vielen Ländern Solidaritäts- Demonstrationen und -Versammlungen für Mumia statt, dem trotz Anhörung nach wie vor die Hinrichtung droht.

Manifestation à Bruxelles devant l’ambassade américaine en soutien à Mumia Abu Jamal/ Foto: Danke! /Manif à Bruxelles pour Mumia


Während der schweren Rassenunruhen in den Vereinigten Staaten in den 1970iger Jahren sympathisierte der junge Radioreporter Mumia ganz offen mit den bedrohten Schwarzen Nachbarschaften in seiner Heimatstadt und schließlich auch mit den Black Panthers, einer militanten Gruppe Schwarzer, die versuchten, "Change" durch andere, zum Teil auch gewalttätigere Mittel als die bis dahin in der Schwarzen Bürgerrechtsbewegung üblichen durchzusetzen. 
Zeitweise herrschten damals bürgerkriegsähnliche Zustände in einigen US-Städten, in Philadelphia kam es schließlich zum Showdown - auch für Mumia Abu Jamal.

Das Logo der Black Panthers


1981 geriet er auf dem Weg zu einer Reportage in eine Schießerei in seinem Wohngebiet. Anfangs hatte ihn nur journalistische Neugier und Solidarität anhalten lassen. Dann aber - so heißt es - hatte er plötzlich seinem jüngeren Bruder zu Hilfe eilen wollen, den er nach einer polizeilichen Fahrzeugkontrolle blutend und sterbend am Boden liegend fand. Bei dem anhaltenden Feuergefecht mit den Cops wurde auch Mumia schwer verletzt und schließlich in ein Krankenhaus gebracht.
Auch der Polizeibeamte Daniel Faulkner verlor an diesem Tag sein Leben, und Mumia Abu Jamal seine Freiheit und für lange, lange  Zeit alle Hoffnung auf einen fairen Prozess vor einem örtlichen Gericht - geschweige denn auf Gerechtigkeit. 

Mumia in der Todeszelle/ Foto: Danke!/Mumia Abu Jamal Case Back Before Appeals Court


Seine Gerichtsverhandlung wurde trotz Beweise von Mumias Unschuld wie befürchtet zum politischen Schauprozess, das Urteil lautete Tod.  Viele Rechtswissenschaftler in aller Welt haben sich in den vergangenen Jahrzehnten mit diesem Urteil und dem vorherigen Prozess beschäftigt, und sie halten die Verfahrensführung und den Richterspruch geradezu für grotesk. Eigentlich hätte Abu Jamal freigesprochen werden müssen - davon waren alle überzeugt -, denn es gab so viele Verfahrensfehler und Unkorrektheiten, von nachweislich falschen Beschuldigungen einmal ganz abgesehen. 

Mumias unermüdlicher Kampf um die Wahrheit und damit um seine Freiheit, sowie die immer größer und lauter werdende Gruppe der Unterstützer aus aller Welt, brachte ihm 2001  wenigstens die vorläufige Umwandlung seiner Strafe in Lebenslänglich. Doch Abu Jamal gab auch nach 30 Jahren nicht auf, er kämpft weiter für sein Recht und um seine Würde - ab gestern also wieder vor einem Bundesgericht, dem nun die endgültige Beurteilung des fatalen Urteils von damals obliegt. 

Mumia,der Poet und Journalist, kämpft für seine Freiheit und für Gerechtigkeit/Foto: DANKE!/ New Hearing Set for Mumia Abu-Jamal


Mehr als problematisch ist dabei, dass der Gefangene am Ende dieser Verhandlung ebenso freigesprochen und freigelassen lassen werden kann  - wie aber auch die endgültige Vollstreckung der Todesstrafe aus dem ersten Prozess alsbald vollzogen werden könnte. Es geht also immer noch und immer wieder um das nackte Leben des Mumia Abu Jamal.


In diese angespannte Lage platzte gestern die Nachricht, dass sich Mumias langjähriger, sehr loyaler Anwalt umgehend aus dem angelaufenen Verfahren zurückzieht. Die Freunde und Unterstützer sind zum Teil entsetzt und warten dringend auf eine Klärung der prekären Situation, die von Europa aus so einfach erstmal nicht nachvollziehbar erscheint.  

Dennoch: Am allerwichtigsten bleibt aber ein gutes und gerechtes Urteil für Mumia Abu Jamal. Seine Familie, seine Freunde und die vielen Unterstützer hoffen, ihn bald und endlich in Freiheit begegnen zu können. 

Keep up the good fight, Brother Mumia, keep on pushing!!!

Auch Oscar-Gewinner Harry Belafonte setzt sich für Mumia Abu Jamal ein/Foto: DANKE!/ Harry Belafonte spricht für Mumia Abu Jamal/www.peoplesvideo.org/pvtv_1.htm



Hier finden Sie zusätzlich zu den gelinkten Passagen noch zahlreiche weitere Artikel zu Mumia Abu Jamal und seinen Freiheitskampf - ebenso wie aktuelle Artikel aus USA und aus Black America zur Lage in Philadelphia.

FOTOS: DANKE!

1. Oscar Grant & Mumia : What is Black life worth in America?
2. Manif à Bruxelles pour Mumia
3.Black Panther-Logo/Oscar Grant & Mumia : What is Black life worth in America?
4. Mumia Abu Jamal Case Back Before Appeals Court
5.New Hearing Set for Mumia Abu-Jamal
6.Harry Belafonte spricht für Mumia Abu Jamal/www.peoplesvideo.org/pvtv_1.htm
......

Dienstag, 9. November 2010

Traumpaar besucht Märchenland: Die Obamas in Indien

Obama und seine Frau zu Besuch in Indien - ©APA (epa)/DANKE!/Obama gibt Milliarden-Geschäfte mit Indien bekannt


Barack Obama ist zu einem Staatsbesuch nach Indien aufgebrochen - und das sehr kurz nach der großen Wahlniederlage seiner Demokratischen Partei bei den US-Midterm-Wahlen in der vergangenen Woche.

Doch wer diese Reise in erster Lienie für einen  gelungenen, gut vorausgeplanten Schachzug in Richtung "politischer Themenwechsel" hält, der mag damit zwar recht haben, doch mit dieser Gewichtung macht er es sich auch zu leicht.

Mit drei Tagen beschenkt Obama (Mitte) Indien mit mehr Aufmerksamkeit als andere Länder in seiner bisherigen Amtszeit/© AFP/DANKE!/USA unterstützen ständigen Sitz Indiens im Sicherheitsrat

Sicher hat dieser Staatsbesuch erster Klasse ohnehin alles, was zu einem ganz großen Auftritt gehört: üppig glänzende Staatsbanketts (ähnlich dem viel beachteten, das die Obams im vergangenen Jahr für das indische Präsidentenpaar im Weißen Haus in Washington gaben), Empfänge und Besuche bei namhaften Organisatoren und Unternehmen, und damit natürlich mit ganz viel internationaler Presse und noch viel mehr wunderschönen Fotos vom Traumpaar Obama im Traumland Indien. Und damit ebenso von der aufstrebenden neuen Supermacht namens Indien, jenem Beinahe-Kontinent in der vielumworbenen Mitte Asiens.

Wen wundert es da noch, dass einer der ersten Visiten des US-Präsidentenpaares direkt nach Bollywood führte, der indischen Traumfabrik - einstmals fast anmaßend nach dem amerikanischen Film-Eldorado in Los Angeles benannt. Mittlerweile aber haben die Filmstudios das US-Vorbild längst erfolgmäßig überholt, denn die hier produzierten Musik-, Tanz- und Liebesschnulzen à la Orient sind Kassenschlager überall auf der Welt geworden während in Hollywood gerade wieder eines der einst ganz großen Studios Konkurs anmelden musste.
Auch der Auftritt von Amerikas First Lady in Indien, das von vielen jungen Leuten heutezutage als ein einziges großes Bollywood gesehen wird, war dann ganz großes Kino: Michelle Obama zog es sofort - und natürlich ganz spontan - zu den angetretenen ProtagonistInnen im Stile Bollywoods auf die Tanzfläche und vor die Kameras. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Himself allerdings wusste sich etwas länger zu zieren vor der ungeduldigen Weltpresse, er ließ sich erst mit minutiös aufgezeichnetem Zögern schließlich doch noch aufs mediale Tanzparkett ziehen und schieben.

Nach eineinhalb Minuten ließ sich dann auch der mächtigste Mann der Welt erweichen, auf die Tanzfläche zu kommen. Seine kurze Tanzeinlage wirkte allerdings deutlich weniger anmutig als die seiner Ehefrau © Jason Reed/Reuters/DANKE!/Indienreise: Obamas in Bollywood


Honi soit qui mal y pense:
Right on, Sister Michelle, shake, shake, shake - shake your booty!!!


Gleich nach ihrer Ankunft streifte sie sich die Schuhe ab und tanzte zur Musik eines Bollywood-Films, später machte sie mit den Mädchen Musik und spielte Tamburin © Punit Paranjpe/AFP/DANKE! Indienreise: Obamas in Bollywood

(Schließlich konnten wir Schwarzen - und durften ja auch! - immer schon recht gut vortanzen - und mit ganz vielen leuchtend-weißen Zähnen dazu auch ausgelassen lachen...!!!)

Wirklich wichtig und voller Ungeduld erwartet von den Gastgebern waren allerdings die Dollars, die die Obamas mitbrachten ins Partnerland Indien. Der US-Präsident kündigte gleich am ersten Besuchstag seiner 10-tägigen Asientour an, dass insgesamt Geschäfte im Wert von zehn Milliarden Dollar kurz vor dem Abschluss stünden. Dafür befänden sich 250 Wirtschaftsfachleute und US-Unternehmer in seinem Tross. 

Und noch ein zweites Gastgeschenk hatte der US-Präsident dabei: eines, das sich zwar  erst in der Zukunft auszahlen wird, dann allerdings mit ganzer Macht. Barack Obama versicherte dem Indischen Premierminister Manmohan Singh, dass er sich für einen festen Sitz des Sub-Kontinents im UN-Sicherheitsrat mit voller Kraft einsetzen werde, was Indien weltpolitisch ganz kräftig aufwerten wird.


US-Präsident Barack Obama und der indische Premierminister Manmohan Singh. - Foto: dpa/Tagesspiegel.de/DANKE!/ USA unterstützen ständigen Sitz Indiens im Sicherheitsrat

Soviel zu den politischen Eckpunkten der Präsidentenvisite und zu dem, was die Gastgeber erwarten durften von Obama, bzw.  was politisch schon vorher abzusehen war.

Allerdings hat der US-Präsident den Indern noch ein weiteres, ganz besonderes Geschenk gemacht, mit dem er nicht nur die Weisheit eines großen Politikers zeigte, sondern auch - und vor allem! - menschliche Größe und die Überwindung der nur allzu menschlichen Angst, die einer einfach haben muss, der ständig im Fadenkreuz und im Scheinwerferlicht steht. Niemand auf der Welt hätte schließlich darauf bestehen können oder wollen, dass der wichtigste und am meisten gefährdetste Mann auf diesem Trabanten sich ausgerechnet in dem  Bombayer Luxushotel einquartiert, das vor nicht allzu langer Zeit der Schauplatz eines schrecklichen Terrorangriffs war.
Doch Michelle und Barack Obama übernachteten nicht nur dort im wieder hergestellten ersten Haus in Mumbay, sie besuchten gemeinsam auch die Gedenkstätte, die für die zahlreichen Opfer des Überfalls errichtet worden ist. 

Die Obamas besuchten das Denkmal, das an die Opfer der Anschläge von 2008 erinnert./DANKE!/US-Präsident Obama besucht Indien

Weitere Presseartikel zur Indien-Reise hinter den markierten Links im Text.

FOTOS: DANKE!

Obama gibt Milliarden-Geschäfte mit Indien bekannt

Indienreise: Obamas in Bollywood


USA unterstützen ständigen Sitz Indiens im Sicherheitsrat


US-Präsident Obama besucht Indien 

...

Samstag, 23. Oktober 2010

Schwarz und tot: Heckenschütze in Malmö unterwegs

Södra Förstadsgatan, a pedestrian street in Malmö, Sweden/ Jorchr/GNU Free Documentation License,/Wikimedia Commons


Wenn die Situation nicht so ernst wäre, könnte man fast meinen, man sei mitten drin gelandet in einem der drastischen Süd-Skandinavien-Krimis. Denn in und ums schwedische Malmö herum - so will es uns die nordische Krimi-Autoren-Welt weismachen - geschehen so viele Morde, Verbrechen, Bombenexplosionen und andere Anschläge wie sonst wohl nirgends in Europa.
Jetzt allerdings ist aus diesem an- und aufregenden Spiel der Fantasie plötzlich knallharte Realität geworden: Auf Malmös idyllischen Strassen und Gassen wird scharf geschossen.Zuletzt am Freitagabend und Ziel der Anschläge sind immer Menschen mit dunkler Hautfarbe.


Anschlagsserie in Schweden: Der Heckenschütze von Malmö 
Von Gunnar Herrmann, Stockholm/sueddeutsche.de

"Schon seit einem Jahr schießt ein Unbekannter in Schweden Menschen nieder. Fast immer sind seine Opfer Einwanderer oder haben dunkle Haut.
Gegen 20 Uhr ist es dunkel in der Eriksfältsgatan in Malmö. Ein Mann steht einsam an der Haltestelle beim Fußballplatz und wartet auf den Bus Nummer 8. Da löst sich im Gebüsch hinter ihm ein Schuss. Die Kugel trifft den 28-Jährigen in den Rücken, sie verfehlt nur knapp die Wirbelsäule. Der Mann sackt zusammen, mit letzter Kraft tippt er die Notrufnummer in sein Mobiltelefon. Noch in der Nacht wird er operiert. Inzwischen ist sein Zustand "ernst, aber stabil", heißt es im Krankenhaus. Doch das ist nur ein kleiner Trost, denn die Ärzte von Malmö haben in diesem Jahr schon viel zu viele Schusswunden versorgen müssen...."

Ein Heckenschütze erschießt seit einem Jahr Menschen im schwedischen Malmö. Meistens sind seine Opfer Einwanderer. (© REUTERS)/Anschlagsserie in Schweden - Die Opfer sind unbescholtene Bürger - Panorama - sueddeutsche.de  



Malmö: Heckenschütze schießt auf dunkelhäutige Menschen
Tagesschau.de

"Im schwedischen Malmö wächst die Angst vor einem Heckenschützen, der auf Menschen mit dunkler Hautfarbe schießt. Wie die Polizei mitteilte, wurden zwei junge Frauen mit Migrationshintergrund in der Nacht verletzt, als ein Unbekannter sie mit Schüssen durch ihr Wohnungsfenster traf. Eine Frau habe das Krankenhaus verlassen, das andere Opfer solle operiert werden, meldete der Schwedische Rundfunk.
Bei dem Anschlag habe man zum ersten Mal verwertbare Zeugenaussagen zum Aussehen des Schützen bekommen. Die Polizei untersuche allerdings noch, ob der Vorfall mit anderen Angriffen im Zusammenhang stehe, berichtete das Schwedische Radio weiter.
Die Opfer wurden in den meisten Fällen von hinten beschossen. So wurde ein 28 Jahre alter Mann von Kugeln im Rücken neben der Wirbelsäule getroffen, als er auf seinen Bus wartete. Eine 20- jährige Frau starb, als sie in ihrem Auto beschossen wurde. Ihr Begleiter, ebenfalls dunkelhäutig, überlebte den Anschlag schwer verletzt.
Im Rundfunk berichtete ein anderes Opfer, wie er beim abendlichen Training in einem Fitnessstudio von zwei Schüssen durch das Fenster am Arm und der Schulter getroffen wurde. Man werde alle verfügbaren Kräfte einsetzen, um den Heckenschützen schnellstmöglich dingfest zu machen, sagte der Polizeisprecher. Die Polizei kündigte "massive Fahndungsanstrengungen" an.

Erinnerungen an Serientäter werden wach

1991 und 1992 hatte ein als "Lasermann" bekanntgewordener Heckenschütze in Stockholm und Uppsala ebenfalls Jagd auf Zuwanderer gemacht. Er tötete eines der Opfer und verletzte mehrere weitere schwer. Nach einem Bankraub wurde der Täter identifiziert und wegen Mordes sowie zehnfachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt.
Die Polizei in Malmö werde nun auch durch Kollegen untersützt, die bei den Ermittlungen gegen den "Lasermann" eine entscheidende Rolle gespielt haben, berichtete das Schwedische Radio."
 
Storgatan, city street in Malmö, Sweden/Jorchr/Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license/Wikimedia Commons


Wieder Schüsse auf Einwanderer in Malmö 
vol/Voralberg.online

"In der südschwedischen Stadt Malmö sind am erneut Schüsse gefallen, die möglicherweise mit einer von der Polizei vermuteten Serie von Attentaten auf Ausländer im Zusammenhang stehen. Zwei Frauen im Alter von 26 und 34 Jahren wurden leicht verletzt, als ein Unbekannter am Donnerstagabend durch das Fenster ihrer Wohnung schoss. 

Die Polizei riet den Einwohnern von Malmö und insbesondere solchen dunkler Hautfarbe, sich in den Abend- und Nachtstunden auf der Straße vorsichtig und aufmerksam zu verhalten. Bei den beiden verletzten Frauen - die eine wurde von einer Kugel im Unterarm getroffen, die andere erlitt offenbar einen Streifschuss am Rücken - handelt es sich laut der Malmöer Polizei um "Einwanderer aus einem europäischen Land".
Am Mittwoch gaben die Behörden bekannt, im Hinblick auf eine mutmaßliche Anschlagserie auf Einwanderer in Malmö zu ermitteln. In praktisch allen Fällen waren Menschen mit ausländischer Herkunft ohne vorherige Bedrohung und ohne erkennbaren Grund beschossen worden - auf Grund ballistischer Analysen zumindest teilweise mit der selben Waffe. Die Polizei prüft einen rassistisch motivierten Hintergrund und ermittelt in rechtsextremen Kreisen."


Värnhemsgatan, Östervärn, Malmö/
Pluskvam/ public domain./ Wikimedia Commons


Heckenschütze macht Jagd auf Einwanderer 
dpa/Tagesspiegel.de/Welt.de


"Ein Heckenschütze versetzt Schwedens drittgrößte Stadt Malmö in Angst und Schrecken. Bis zu 15 Mal hat er seit einem Jahr auf dunkelhäutige Einwanderer geschossen.
Auf die Schlagzeilen hat der Heckenschütze von Malmö prompt reagiert. Kaum hatten Medien diese Woche erstmals groß über eine beängstigende Serie von Anschlägen auf dunkelhäutige Menschen berichtet, schlug der Unbekannte in Schwedens drittgrößter Stadt wieder zu. Am Donnerstagabend schoss er durch das Küchenfenster in eine Wohnung, traf eine 26-jährige Frau in den Rücken und eine 34-Jährige in die Hand. Bei 10 bis 15 ähnlich hinterhältigen Überfällen innerhalb eines Jahres kam eine junge Frau ums Leben. Mehrere der Opfer wurden schwer verletzt.
„Bisher haben wir absolut keine Zeugenaussagen, die uns einem Verdächtigen näher bringen könnten“, musste Fahndungschef Mats Lassén einräumen. Nach den Schüssen auf die Frauen in der Wohnung immerhin konnten Zeugen erstmals brauchbare Angaben über den flüchtenden Täter machen.
„Wir müssen uns darauf einrichten, dass er wieder zuschlägt“, sagte Lassén. Die Fahnder wollen nicht mitteilen, wie viele Anschläge dem Heckenschützen genau zugeschrieben werden. Von 10 bis 15 Fällen innerhalb der letzten zwölf Monate mit immer demselben Muster ist die Rede: Opfer sind stets Männer und Frauen schwarzer Hautfarbe, die in abendlicher Dunkelheit von hinten beschossen werden. Oft beim Warten an der Bushaltestelle. In keinem Fall habe sich irgendein konkretes Motiv ermitteln lassen.
Der wahrscheinlich 20 bis 40 Jahre alte Täter ziele stets auf den Oberkörper, teilte die Polizei mit. Das bedeute, dass er den Tod der Opfer in Kauf nehme. Gestorben ist zu Beginn der Anschlagsserie im letzten Oktober eine junge Schwedin. Sie war als einziges der bisherigen Opfer hellhäutig und wurde in ihrem Auto zusammen mit einem dunkelhäutigen Begleiter beschossen.
Schwedens Justizministerin Beatrice Ask nannte die Anschlagsserie „schrecklich“ und sagte massive Unterstützung für die Polizei im südschwedischen Malmö zu....

Am Tatort in Malmö: Schwedens Polizei kommt bei den Ermittlungen gegen den Heckenschützen nicht wirklich weiter. - Foto: Reuters/DANKE!/Heckenschütze macht Jagd auf Einwanderer 

....Ansonsten äußern sich die Experten noch betont zurückhaltend über einen Zusammenhang zwischen der Anschlagsserie und Ausländerfeindlichkeit. Im September schafften die betont zuwanderungskritischen Rechtspopulisten mit Forderungen nach drastisch weniger Zuwanderung erstmals den Sprung in den Reichstag. Malmö ist von den schwedischen Großstädten die mit dem höchsten Anteil an Zuwanderern."

Heckenschütze jagt Dunkelhäutige in Malmö 
NZZ.online

"...Im Radio berichtete ein anderes Opfer, wie es beim abendlichen Training in einem Fitnessstudio von zwei Schüssen durch das Fenster am Arm und der Schulter getroffen wurde. Die Polizei arbeite mit Hochdruck an dem Fall, sagte eine Sprecherin im Radiosender SR.
1991 und 1992 hatte ein als «Lasermann» bekannt gewordener Heckenschütze in Stockholm und Uppsala ebenfalls Jagd auf Zuwanderer gemacht. Er tötete eines der Opfer und verletzte mehrere weitere schwer. Nach einem Bankraub wurde der Täter identifiziert und wegen Mord sowie zehnfachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt."

Möllevångstorget/
Tyke/GNU Free Documentation License,/Wikimedia Commons


Anschlagsserie in Schweden - Die Opfer sind unbescholtene Bürger - Panorama - sueddeutsche.de 


"...Mittlerweile arbeiten eine Sonderkommission und eine 15-köpfige Profiler-Einheit aus Stockholm an dem Fall. Die Ermittler waren sich zunächst gar nicht sicher, ob sie es mit nur einem Täter zu tun haben. Malmö ist eine Stadt, die von organisierter Kriminalität und Bandenkriegen geplagt wird. Die Zeitung Svenska Dagbladet recherchierte, dass es allein in diesem Jahr bereits 50 Schießereien gegeben hat. Doch spielt sich die Gewalt meist ausschließlich im kriminellen Milieu ab. Die Opfer des Heckenschützen dagegen seien allesamt unbescholtene Bürger, die der Polizei bislang völlig unbekannt waren, sagen die Ermittler.
Es gebe auch technische Beweise, die einen Zusammenhang zwischen den Anschlägen nahelegen. Genaueres wollen die Behörden wegen der laufenden Ermittlungen allerdings nicht sagen..."

Großeinsatz der Polizei nach Schussalarm in Malmö - Politik - Aktuelle Nachrichten - Vorarlberg Online 



"In Malmö liegen die Nerven von Bevölkerung und Behörden offenbar blank. Nach einem neuen Bericht über ein mutmaßlich missglücktes Schussattentat am Freitagabend hat die Polizei in der südschwedischen Stadt mobil gemacht und sucht nun das Stadtzentrum unter Einsatz von Spürhunden nach dem möglichen Täter ab. Die Patrouillentätigkeit wurde verstärkt und Teile der Innenstadt gesperrt.
Ein Radfahrer hatte kurz nach 19.00 Uhr die Polizei alarmiert und angegeben, aus einem Gebüsch heraus beschossen, aber nicht getroffen worden zu sein. Außerdem habe er einen verdächtigen Mann flüchten gesehen. Die Ermittler verfügen nach eigenen Angaben über eine Personenbeschreibung des möglichen Attentäters..."
Video | Heckenschütze macht Jagd auf Migranten 
/zdf.de


Rassismus: Heckenschütze jagt Dunkelhäutige in Schweden
/Zeit.de


Mutmaßliche Attentatsserie auf Migranten in Malmö   /Voralberg.online


Heckenschütze jagt Dunkelhäutige in Malmö /Dokumentationsarchiv


NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Rassistischer Heckenschütze in Schweden unterwegs
Wienska palatset Malmö arkitekt Alfred Arwidius/
Tyke /GNU Free Documentation License,/Wikimedia Commons


Fotos: Thank you! Dankeschön!
1. Södra Förstadsgatan, a pedestrian street in Malmö, Sweden/
Jorchr/GNU Free Documentation License,/Wikimedia Commons
2. Ein Heckenschütze erschießt seit einem Jahr Menschen im schwedischen Malmö. Meistens sind seine Opfer Einwanderer. (© REUTERS)/Anschlagsserie in Schweden - Die Opfer sind unbescholtene Bürger - Panorama - sueddeutsche.de  
3. Storgatan, city street in Malmö, Sweden/Jorchr/Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license/Wikimedia Commons

4. Värnhemsgatan, Östervärn, Malmö/
Pluskvam/ public domain./ Wikimedia Commons
5. Am Tatort in Malmö: Schwedens Polizei kommt bei den Ermittlungen gegen den Heckenschützen nicht wirklich weiter. - Foto: Reuters/Heckenschütze macht Jagd auf Einwanderer  /sueddeutsche.de
6. Möllevångstorget/Tyke/GNU Free Documentation License,/Wikimedia Commons
7. Wienska palatset Malmö arkitekt Alfred Arwidius/
Tyke /GNU Free Documentation License,/Wikimedia Commons

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